Über den Autor

Ich weiß, wie sich Sprachlosigkeit anfühlen kann.

Diese Seite ist entstanden, weil mir als Kind genau das gefehlt hat, was ich heute anderen Kindern ermöglichen möchte.

Meine Geschichte

Dieses Bild begleitet mich mein ganzes Leben.
Es ist das letzte Foto, auf dem meine Eltern und ich gemeinsam zu sehen sind. Ich war damals ungefähr 16 Monate alt.
Wenige Monate später verließ mein Vater unsere Familie.
Als ich sechs Jahre alt war, starb meine Mutter durch Suizid.
Damals gab es kaum Worte für Kinder wie mich.
Und genau deshalb gibt es heute Die Quest.

Meine Geschichte

Als Kind

Ich erinnere mich nicht an alles.
Aber ich erinnere mich an das Schweigen.
Niemand wusste, was man einem Kind sagen sollte.
Aus Angst, etwas falsch zu machen, sagte man oft gar nichts.
Oder man erzählte Geschichten, die schützen sollten.
Für mich bedeutete das vor allem eines:
Noch mehr Fragen und Hilflosigkeit.

Die Jahre danach

Diese Erfahrung hat mich nie verlassen.
Viele Jahre später ging ich nach Hamburg um Psychologie zu studieren.
Nicht nur aus Interesse.
Sondern weil ich verstehen wollte, was mir als Kind damals gefehlt hat.
Im Rückblick war das ein Weg, meine eigene Geschichte besser zu verstehen.

Viele Jahre später

Während meiner Tätigkeit an einer Grundschule nahm sich die Mutter eines Jungen das Leben.
Wieder entstand dieselbe Sprachlosigkeit.
Wieder wusste niemand, wie man mit einem Kind darüber spricht.
Der Junge blieb mit seiner Trauer weitgehend allein.
In diesem Moment wurde mir klar: So darf es nicht bleiben.

Daraus entstand Die Quest

Ich begann, Bücher zu lesen.
Fortbildungen zur Trauerbegleitung zu besuchen.
Mit Fachleuten zu sprechen.
Materialien zu entwickeln.
Immer mit einer Frage:
Wie können Erwachsene Kindern helfen, ohne Angst zu haben, etwas Falsches zu sagen?
Aus dieser Frage entstand schließlich Die Quest.

Zeitleiste

  • 1971 · Verlust meiner Mutter
  • Viele Jahre Sprachlosigkeit
  • Psychologiestudium
  • Arbeit mit Kindern
  • Fortbildung Trauerbegleitung

  • KI-Trainer
  • Die Quest

Warum KI?

Viele Menschen möchten helfen. Sie wissen nur nicht, wie sie anfangen sollen.
Genau dort kann Künstliche Intelligenz unterstützen. Nicht, indem sie einen Menschen ersetzt, sondern indem sie hilft, die richtigen Worte zu finden.
Sie kann Fragen formulieren, Bildkarten entwickeln, Geschichten schreiben, Rituale vorbereiten. Sie kann Mut machen, den ersten Schritt zu gehen.
Aber begleiten können nur Menschen.
Deshalb ist Die Quest kein KI-Projekt. Sondern ein Projekt für Menschen, die KI verantwortungsvoll nutzen möchten.

Woran ich glaube

Kinder müssen Trauer nicht richtig machen.

Ein Mensch ist mehr als sein letzter Moment.

Erinnerungen dürfen bleiben.

Ehrlichkeit schützt mehr als Schweigen.

Mut bedeutet manchmal, einfach da zu sein.

KI unterstützt. Heilen kann nur Beziehung.

Wenn diese Seite auch nur einem Erwachsenen den Mut gibt, sich neben ein trauerndes Kind zu setzen, hat sie ihren Zweck erfüllt.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie hier Ideen, Sprache und Materialien finden, die Ihnen Sicherheit geben.
Nicht perfekte Antworten. Aber vielleicht einen guten Anfang.

Michael Koschmieder

Trainer • Autor • Gründer von Die Quest

Die Quest ist kein Therapieprogramm und keine Krisenintervention. Bei akuter Belastung, seelischer Not oder Selbstgefährdung wenden Sie sich bitte an professionelle Hilfe. Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr kostenfrei erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222.