Teil I — Grundlagen und Haltung
Dieser Teil schafft das Verständnis, auf dem alles Weitere ruht. Wer die folgenden Kapitel liest und die Prompts danach anwendet, baut Schritt für Schritt eine sichere, achtsame Haltung im Umgang mit trauernden Kindern und Jugendlichen auf. Die Qualifikation entsteht nicht durch ein Zertifikat, sondern durch verstandene Haltung und geübte Anwendung.
1. Wie Kinder und Jugendliche trauern
Kinder trauern anders als Erwachsene. Sie trauern nicht in einem durchgehenden Zustand, sondern in Wellen: In einem Moment sind sie tief traurig, im nächsten spielen sie wieder. Dieses schnelle Hin und Her ist gesund und kein Zeichen von Gleichgültigkeit. Erwachsene missverstehen es leicht als „Das Kind hat es schon verarbeitet“ — tatsächlich dosiert das Kind, was es tragen kann.
Im Alter von etwa 6 bis 9 Jahren begreifen Kinder den Tod oft noch nicht vollständig als endgültig und unumkehrbar. Magisches Denken ist verbreitet: Das Kind sucht Ursachen bei sich selbst und entwickelt Schuldfantasien. Es braucht konkrete, bildhafte Sprache, verlässliche Routinen und Wiederholung. Abstrakte Trostformeln helfen nicht.
Zwischen 10 und 13 Jahren verstehen Kinder die Endgültigkeit zunehmend. Das Innenleben wird komplexer, Scham und das Gefühl, anders zu sein als die Gleichaltrigen, gewinnen an Bedeutung. Ambivalenz tritt auf: Trauer und der Wunsch nach Normalität bestehen nebeneinander. Erste Sinnfragen tauchen auf.
Jugendliche von 14 bis 17 denken kognitiv bereits wie Erwachsene, stehen aber mitten in ihrer Identitätsentwicklung. Sie brauchen Autonomie, ziehen sich häufig zurück und orientieren sich an Gleichaltrigen statt an Erwachsenen. Trauer zeigen sie oft nicht offen; Wut und existenzielle Fragen gehören dazu. Ernsthaftigkeit, Respekt und Freiheit sind hier wichtiger als gut gemeinte Nähe.
Für die Begleitung heißt das: Sprache, Material und Tempo richten sich nach dem Alter und nach dem einzelnen Kind. Nichts wird erzwungen. Die Prompts dieser Sammlung sind nach Altersgruppen sortiert, damit Sie passendes Material erzeugen können.
2. Die Grundhaltung dieser Anleitung
Trauer ist keine Krankheit, die geheilt werden muss. Sie ist eine gesunde Antwort auf Verlust. Niemand muss „richtig“ trauern, und es gibt keinen Zeitplan. Abschied braucht Zeit, und Erinnerung darf gleichzeitig schmerzen und stärken.
Mut bedeutet in diesem Projekt nicht, stark wirken zu müssen. „Die Quest“ ist keine Heldengeschichte, in der Kinder tapfer sein sollen, sondern eine innere Reise durch Trauer, Abschied und Erinnerung. Halt suchen ist bereits Mut.
Schweigen kann schützen, aber auch einsam machen. Schuldgefühle brauchen besondere Behutsamkeit. Suizidtrauer braucht besonders vorsichtige, entlastende Sprache. Die Materialien sollen stabilisieren, nicht überwältigen.
KI ist in dieser Anleitung immer ein Werkzeug, niemals ein Ersatz für menschliche Nähe, Beziehung, Verantwortung, Krisenhilfe, Therapie oder professionelle Begleitung. Diese Haltung trägt jede einzelne Übung, die nun folgt.
3. Verbindung halten — das Continuing-Bonds-Verständnis
Lange galt das Ziel der Trauer als „Loslassen“. Heute weiß man: Eine fortbestehende innere Verbindung zur verstorbenen Person ist gesund und hilfreich. Continuing Bonds bedeutet, die Beziehung nicht zu beenden, sondern sie zu verwandeln — von einer äußeren in eine innere Beziehung.
Kinder tun das oft ganz natürlich: Sie sprechen mit der Person, bewahren Gegenstände auf, tragen einen Satz oder eine Gewohnheit weiter. Das ist kein Festhalten, das überwunden werden müsste, sondern lebendige Erinnerung, die Halt gibt.
In der Praxis stärken Sie diese Verbindung durch Briefe, Erinnerungskisten, Rituale und Gespräche über das, was die Person weitergegeben hat. Wichtig ist die Abgrenzung: Es geht um lebendige, tragende Erinnerung — nicht um das Verleugnen des Todes. Wenn ein Kind den Verlust gar nicht annehmen kann, ist fachliche Begleitung sinnvoll.
Mehrere Prompt-Kategorien dieser Sammlung arbeiten gezielt mit Continuing Bonds und sind entsprechend gekennzeichnet.
4. Pendeln dürfen — das Dual-Process-Modell
Trauernde bewegen sich zwischen zwei Polen: verlustorientierten Momenten, in denen Schmerz und Erinnerung im Vordergrund stehen, und alltagsorientierten Momenten, in denen gelernt, gespielt und gelacht wird. Dieses Pendeln zwischen beiden ist kein Widerspruch, sondern der eigentliche Trauerprozess.
Kinder pendeln besonders schnell. Genau das verunsichert Erwachsene oft. Doch Lachen, Spielen und zeitweises Vergessen sind kein Verrat an der verstorbenen Person — sie sind notwendige Erholung. Wer ununterbrochen trauern müsste, würde überfordert.
Schuldgefühle entstehen häufig genau hier: „Ich habe gelacht, obwohl Mama gestorben ist.“ Ihre Aufgabe ist es, das Pendeln ausdrücklich zu normalisieren und das Kind von dieser Schuld zu entlasten.
Bilder wie zwei Inseln mit einer Brücke oder eine Höhle mit Tageslicht machen das Modell für Kinder begreifbar. Entsprechende Prompts sind in dieser Sammlung gekennzeichnet.
5. Schwierige Felder — Schuld, Schweigen und Tabu
Schuldgefühle sind bei trauernden Kindern sehr häufig. Durch magisches Denken verknüpfen sie Ereignisse, die nichts miteinander zu tun haben: „Weil ich böse war, ist es passiert.“ Begegnen Sie solchen Gedanken ruhig, klar und ohne lange Diskussion: Das Kind trägt keine Schuld. Wiederholen Sie das so oft wie nötig.
Schweigen hat zwei Seiten. Es kann ein Kind schützen, das gerade keine Worte hat — und es darf schweigen dürfen. Es kann aber auch isolieren, wenn ein ganzes Umfeld den Verlust totschweigt. Halten Sie die Tür offen, ohne zum Reden zu zwingen. Schon das Angebot, da zu sein, wirkt.
Tabuisierung und Geheimhaltung in Familien belasten Kinder besonders. Kinder spüren, dass etwas verschwiegen wird, und füllen die Lücke mit Fantasien, die oft schlimmer sind als die Wahrheit. Sprechen Sie ehrlich, altersgerecht und einfach. Vermeiden Sie beschönigende Umschreibungen wie „eingeschlafen“ oder „verloren“, die kleine Kinder wörtlich nehmen und ängstigen können.
Die Prompts zu Wut, Schuld, Angst und Sprachlosigkeit sowie die Kategorie zu schwierigen Themen geben diesen Feldern sichere, entlastende Ausdrucksformen.
6. Wenn jemand durch Suizid gestorben ist
Suizidtrauer verlangt die größte Behutsamkeit. Verwenden Sie durchgehend die Formulierung „durch Suizid gestorben“. Beschreiben Sie keine Methode und keine Details. Romantisieren Sie nichts und dramatisieren Sie nichts.
Kinder und Jugendliche, die einen Menschen durch Suizid verloren haben, tragen oft viele Gefühle gleichzeitig: Wut, Liebe, Scham, Sehnsucht, Schuld und Nichtverstehen. All das darf nebeneinander bestehen. Entlasten Sie ausdrücklich: Niemand, der zurückbleibt, trägt Schuld.
Setzen Sie Material zu diesem Thema nur begleitet ein und nicht in akuten Krisen. Halten Sie Hilfsangebote bereit. Bei Hinweisen auf Selbstgefährdung handeln Sie sofort und ziehen professionelle Hilfe hinzu.
„Die Quest“ ist hier ausdrücklich Begleitung und kein Krisendienst. Die entsprechenden Prompts enthalten verschärfte Schutzregeln und sind besonders gekennzeichnet.
7. KI als verantwortungsvolles Werkzeug
KI kann in Minuten Material erzeugen, für das früher Stunden nötig waren. Das ist eine Chance — aber die Verantwortung bleibt vollständig beim Menschen. Prüfen Sie jedes erzeugte Wort und jedes Bild, bevor Sie es einem Kind zeigen.
Die Schutzregeln in jedem Prompt sind kein Beiwerk, sondern Teil der Sicherheit. Entfernen Sie sie nicht. Sie verhindern Dramatisierung, Schuldzuweisung, verstörende Bilder und unpassende Deutungen.
Für KI-Bilder gilt eine klare Bildethik: keine Grab- und Sargmotive, keine religiösen Symbole als Vorgabe, keine Gewalt, keine fotorealistischen leidenden Kinder, keine Sterbeszenen. Bevorzugt werden ruhige, würdevolle Motive wie Weg, Licht, Laterne, Stern, Brücke und sichere Orte. Sehen Sie jedes Bild vor dem Einsatz kritisch durch.
Beachten Sie den Datenschutz: Geben Sie keine echten Namen, Fotos oder persönlichen Daten der verstorbenen Person oder des Kindes in ein KI-System ein. Arbeiten Sie mit fiktiven Platzhaltern. Und denken Sie daran: KI ersetzt niemals die Beziehung, die Sie dem Kind anbieten.
8. Sicherheit und Grenzen
Diese Anleitung qualifiziert für eine einfühlsame, achtsame Begleitung im Alltag. Sie ersetzt keine Therapie und keine Krisenintervention. Diese Grenze zu kennen, gehört zur Qualifikation dazu.
Holen Sie professionelle Unterstützung, wenn Belastungen über längere Zeit anhalten — etwa ausgeprägter Rückzug, anhaltende Schlaf-, Ess- oder Schulprobleme, oder wenn ein Kind in der Trauer wie erstarrt wirkt. Vertrauen Sie auch Ihrem Gefühl, wenn Sie unsicher sind.
Bei jedem Hinweis auf Selbstgefährdung handeln Sie sofort. Wenden Sie sich an sichere Erwachsene, an Fachkräfte oder an den Notruf. In Deutschland erreichbar sind unter anderem das Kinder- und Jugendtelefon der Nummer gegen Kummer unter 116 111, das Elterntelefon unter 0800 111 0 550, die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 sowie 116 123, und im Notfall der Notruf 112.
„Die Quest“ ist ein Begleitangebot, kein Krisendienst. Diese Klarheit schützt das Kind und Sie selbst.
Teil II — Der praktische Weg
Hier wird aus Verständnis Können. Die 200 Prompts sind zu elf Lernphasen geordnet, die aufeinander aufbauen — von der Stabilisierung über das Gespräch und die Erinnerung bis zu schwierigen Wegen, der Arbeit mit Gruppen und der Begleitung von Erwachsenen. Arbeiten Sie eine Phase durch, erzeugen Sie Materialien, setzen Sie sie ein und kehren Sie zur Reflexionsfrage am Phasenende zurück. So wächst Ihre Sicherheit mit jeder Phase.
Phase 1 — Sicherheit und sicherer Raum
Bevor gesprochen, erinnert oder gestaltet wird, braucht ein trauerndes Kind eines: Sicherheit. Diese Phase schafft innere und äußere Schutzräume und stabilisiert, wenn Gefühle groß werden. Bildkarten für alle Altersgruppen und körpernahe Beruhigung bilden das Fundament für alles Weitere.
1Bildkarten für Kinder 6–9 Jahre
Bildkarten geben kleinen Kindern ohne viele Worte einen Zugang zu Schutz, Erinnerung und Gefühlen. Mit diesen Prompts erzeugen Sie ruhige, würdevolle Motive für Gesprächseinstieg, Trost oder Erinnerungskiste — und üben dabei, kindgerechte, sichere Bildwelten zu gestalten.
Der sichere Ort am Waldweg
Kinder 6–9
Eine Bildkarte plus passender KI-Bildprompt für einen inneren Schutzraum, den das Kind aufsuchen kann, wenn die Gefühle groß werden.
Einzelbegleitung oder ruhiger Gesprächseinstieg zuhause; auch als laminierte Karte für die Erinnerungskiste. Eignet sich für frühe wie spätere Trauerphasen.
- Kartenrohling oder Tonpapier
- Buntstifte oder Wachsmalkreiden
- laminierte Ausdrucke (optional)
- digitales Gerät mit KI-Bildgenerator
- ruhiger Raum, Tisch
Erstelle eine warme, ruhige Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder zwischen 6 und 9 Jahren.
Motiv: Ein kleiner, geschützter Platz an einem weichen Waldweg — eine Laterne, die warmes Licht gibt, eine Decke auf einem Baumstamm, ein schmaler Pfad, der ins sanfte Licht am Horizont führt.
Stimmung: geborgen, still, freundlich, hoffnungsvoll, nicht düster.
Stil: gemalt, weiche Farben, runde Formen, kindgerecht, keine Schrift im Bild.
Verboten: Gräber, Särge, weinende Kinder, religiöse Symbole, dunkle oder bedrohliche Stimmung, fotorealistische Menschen.
- keine Grab- oder Sargmotive
- keine dramatisch weinenden Kinder
- keine religiösen Symbole als Vorgabe
- keine bedrohliche oder dunkle Bildstimmung
- keine fotorealistische Darstellung von Menschen
- keine Schrift im Bild
Lassen Sie das Kind den Ort selbst beschreiben oder ergänzen. Es muss nicht über den Verlust sprechen — die Karte darf einfach ein guter Platz sein. Schweigen ist erlaubt.
Für Kinder 10–13 den Weg etwas weiter und offener gestalten (Brücke, Insel). Für Gruppen als Set mit mehreren Schutzorten zur Auswahl.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Die Erinnerungskiste
Kinder 6–9
Eine Bildkarte, die das Bild einer Kiste anbietet, in der schöne Erinnerungen sicher aufbewahrt werden dürfen.
Begleitend zur echten Erinnerungskiste zuhause; ruhiger Einstieg, um über schöne gemeinsame Momente zu sprechen — ohne Pflicht.
- Kartenrohling
- Buntstifte
- kleine echte Kiste (optional)
- KI-Bildgenerator
- Tisch
Erstelle eine warme, kindgerechte Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (6–9).
Motiv: Eine schön verzierte, einladend geöffnete Holzkiste auf einer weichen Decke. Aus ihr leuchtet sanftes warmes Licht; daneben liegen einfache Symbole für Erinnerung wie ein kleiner Stern, ein Stein, eine Feder.
Stimmung: geborgen, freundlich, neugierig, kostbar, ruhig.
Stil: gemalt, weiche warme Farben, runde Formen, keine Schrift im Bild.
Verboten: Grab- oder Sargmotive, religiöse Symbole, traurige oder bedrohliche Stimmung, fotorealistische Menschen.
- keine Grab- oder Sargmotive
- keine religiösen Symbole als Vorgabe
- keine bedrohliche Stimmung
- kein Erinnerungszwang
- keine fotorealistischen Menschen
- keine Schrift im Bild
Das Kind füllt die Kiste in seinem Tempo. Es darf etwas hineinlegen, herausnehmen oder die Kiste einfach geschlossen lassen. Alles ist richtig.
Als Bastelvorlage für eine echte Kiste. Für ältere Kinder mit Platz für Fotos, kleine Briefe oder Gegenstände.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Der Stern, der bleibt
Kinder 6–9
Eine Bildkarte, die das Gefühl einer fortbestehenden Verbindung tröstlich und kindgerecht aufnimmt (Continuing Bonds).
Abendlicher Gesprächsimpuls oder Einschlafritual, wenn das Kind die verstorbene Person vermisst. Zuhause, ruhig.
- Kartenrohling
- Buntstifte
- LED-Licht (optional)
- KI-Bildgenerator
- Decke
Erstelle eine ruhige, tröstliche Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (6–9).
Motiv: Ein weicher Nachthimmel über einer geborgenen Landschaft; ein einzelner, freundlich leuchtender Stern steht ruhig und beständig am Himmel, vielleicht über einem schlafenden Haus oder einem stillen Baum.
Stimmung: still, warm, geborgen, hoffnungsvoll, nicht traurig.
Stil: gemalt, sanfte gedeckte Nachtfarben mit warmem Sternenlicht, keine Schrift im Bild.
Verboten: Gräber, religiöse Symbole, gruselige Dunkelheit, weinende Figuren, fotorealistische Menschen.
- keine religiöse Deutung (Stern ist kein Himmel/Engel-Symbol)
- keine Grabmotive
- keine bedrohliche Dunkelheit
- kein „Sie ist jetzt ein Stern“ als Behauptung — nur als Bild, wenn das Kind mag
- keine fotorealistischen Menschen
- keine Schrift im Bild
Sie können sagen, dass Erinnerung und Liebe bleiben dürfen. Drängen Sie dem Kind keine Erklärung über „wo“ die Person jetzt ist auf — folgen Sie seinen eigenen Bildern.
Für die Erinnerungskiste laminieren. Für Geschwister als gemeinsamer „eigener Stern“, den jedes Kind selbst gestaltet.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Die Laterne für schwere Gefühle
Kinder 6–9
Eine Bildkarte, die hilft, ein großes Gefühl zu benennen und ihm einen sicheren Platz zu geben.
Ruhiger Moment, wenn ein Gefühl überhandnimmt (Traurigkeit, Sehnsucht). Einzel oder zu zweit mit vertrauter Person.
- Kartenrohling
- Buntstifte
- kleine Laterne oder LED-Licht (optional)
- KI-Bildgenerator
- ruhiger Raum
Erstelle eine warme Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (6–9).
Motiv: Eine kleine, freundliche Laterne in der Dämmerung, die ein warmes, sicheres Licht in einen weichen Raum wirft. Um sie herum ist es ruhig; das Licht reicht genau so weit, dass man sich geborgen fühlt.
Stimmung: tröstlich, ruhig, sicher, sanft.
Stil: gemalt, weiche warme Töne gegen sanftes Dämmerblau, runde Formen, keine Schrift im Bild.
Verboten: bedrohliche Dunkelheit, Gräber, religiöse Symbole, weinende Kinder, fotorealistische Menschen, Feuer als Gefahr.
- keine bedrohliche Dunkelheit
- kein Feuer als Gefahrenmotiv
- keine religiösen Symbole
- keine Dramatisierung des Gefühls
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Die Karte hilft, ein Gefühl zu zeigen, ohne es erklären zu müssen. Sie dürfen das Gefühl mitbenennen („Das sieht nach Sehnsucht aus“) und stehen lassen.
Mit echtem LED-Licht als kleines Abendritual. Für Gruppen als gemeinsame Laterne in der Mitte des Stuhlkreises.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Spuren, die jemand hinterlässt
Kinder 6–9
Eine Bildkarte, die zeigt: Wer da war, hat Spuren hinterlassen — Erinnerungen, die bleiben.
Gesprächseinstieg über gemeinsame Erlebnisse und das, was die Person dem Kind beigebracht oder geschenkt hat.
- Kartenrohling
- Buntstifte
- KI-Bildgenerator
- Tisch
- Papier
Erstelle eine ruhige, warme Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (6–9).
Motiv: Weiche Fußspuren (z. B. im Sand oder Schnee) führen über eine freundliche Landschaft Richtung warmes Licht am Horizont. Die Spuren wirken ruhig und freundlich, nicht verloren.
Stimmung: nachdenklich, warm, geborgen, leicht hoffnungsvoll.
Stil: gemalt, sanfte Farben, weiter Himmel, keine Schrift im Bild.
Verboten: Gräber, religiöse Symbole, Einsamkeit als Bedrohung, dunkle Stimmung, fotorealistische Menschen.
- keine Grabmotive
- keine Symbolik von Weggehen/Verlassen-Werden als Schuld
- keine religiösen Symbole
- keine bedrohliche Leere
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Fragen Sie behutsam, welche „Spur“ die Person hinterlassen hat — ein Lieblingslied, ein Satz, ein Spiel. Wenn nichts kommt, ist das in Ordnung.
Kind stempelt oder malt eigene Spuren dazu. Für ältere Kinder als „Was ich von dir gelernt habe“-Karte.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Das Baumhaus der Erinnerungen
Kinder 6–9
Eine Bildkarte mit einem geschützten, gemütlichen Rückzugsort zum Erinnern und Ausruhen.
Wenn das Kind einen Ort zum Innehalten braucht; auch als Bild für den „Herzensort“, an dem die Erinnerung wohnt.
- Kartenrohling
- Buntstifte
- KI-Bildgenerator
- Decke
- ruhiger Raum
Erstelle eine warme, einladende Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (6–9).
Motiv: Ein gemütliches kleines Baumhaus in einem freundlichen Baum, mit weichem Licht im Fenster, einer Leiter, einer Decke und ein paar Kissen. Ein sicherer, ruhiger Rückzugsort über dem Boden.
Stimmung: geborgen, gemütlich, ruhig, freundlich.
Stil: gemalt, warme Farben, weiche Formen, keine Schrift im Bild.
Verboten: Höhe als Gefahr, Dunkelheit, Gräber, religiöse Symbole, traurige Figuren, fotorealistische Menschen.
- keine Gefahr- oder Höhenangst-Motive
- keine bedrohliche Dunkelheit
- keine Grabmotive
- keine religiösen Symbole
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Das Baumhaus darf ein Ort nur für das Kind sein. Sie sind eingeladen, wenn das Kind Sie einlädt — nicht von sich aus.
Kind richtet sein Baumhaus selbst ein (Was nimmst du mit?). Für die Wohngruppe als gemeinsamer „Rückzugsort“-Aushang.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Die Brücke zum Lieblingstag
Kinder 6–9
Eine Bildkarte, die zu einer schönen, tragenden Erinnerung hinführt.
Gesprächsimpuls über einen besonders schönen gemeinsamen Tag; stärkt positive Erinnerung (Continuing Bonds).
- Kartenrohling
- Buntstifte
- KI-Bildgenerator
- Tisch
- Papier
Erstelle eine freundliche, warme Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (6–9).
Motiv: Eine einladende kleine Brücke führt über einen ruhigen Bach zu einer sonnigen, freundlichen Wiese oder einem schönen Platz. Die andere Seite wirkt hell, warm und einladend.
Stimmung: warm, leicht, freundlich, hoffnungsvoll.
Stil: gemalt, helle warme Farben, weiche Formen, keine Schrift im Bild.
Verboten: Abgrund oder Gefahr unter der Brücke, Dunkelheit, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Menschen.
- kein Abgrund/Gefahr-Motiv
- Brücke nicht als „Übergang ins Jenseits“ deuten
- keine religiösen Symbole
- keine bedrohliche Stimmung
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Laden Sie ein, einen schönen gemeinsamen Tag zu erzählen. Schöne Erinnerungen dürfen Freude machen — das ist kein Verrat an der Trauer.
Kind malt auf die „andere Seite“ seinen Lieblingstag. Für ältere Kinder als kleine Erzählung statt Bild.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Der Anker, wenn alles wackelt
Kinder 6–9
Eine Bildkarte, die Halt und Sicherheit vermittelt, wenn Gefühle stürmisch werden.
In Momenten innerer Unruhe; verbindbar mit einer kurzen Atem- oder Halt-Übung. Zuhause oder in der Begleitung.
- Kartenrohling
- Buntstifte
- kleiner glatter Stein (optional)
- KI-Bildgenerator
- ruhiger Raum
Erstelle eine ruhige, stärkende Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (6–9).
Motiv: Ein freundlicher, fest sitzender Anker auf ruhigem, hellem Grund; das Wasser darüber ist sanft bewegt, aber der Anker hält sicher und ruhig. Optional ein kleines Boot, das geborgen liegt.
Stimmung: sicher, ruhig, stabil, freundlich.
Stil: gemalt, klare warme bis ruhige Farben, weiche Formen, keine Schrift im Bild.
Verboten: Sturm als Bedrohung, Untergehen, Dunkelheit, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Menschen.
- kein Untergehen/Ertrinken-Motiv
- kein bedrohlicher Sturm
- keine Grabmotive
- keine religiösen Symbole
- keine Überforderung
- keine Schrift im Bild
Verbinden Sie das Bild mit etwas, das dem Kind wirklich Halt gibt (eine Person, ein Ort, ein Gegenstand). Der Anker steht für „Ich bin gehalten“.
Mit einem echten Stein als „Anker in der Hand“ kombinieren. Für ältere Kinder als „Meine Anker“-Liste.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Die Wolke, die kommt und weiterzieht
Kinder 6–9
Eine Bildkarte, die zeigt: Gefühle dürfen kommen, bleiben und auch wieder weiterziehen.
Wenn ein Kind glaubt, ein trauriges Gefühl bliebe für immer. Entlastend, ruhig. Einzel oder Kleingruppe.
- Kartenrohling
- Buntstifte
- Watte oder blaues Papier (optional)
- KI-Bildgenerator
- Tisch
Erstelle eine sanfte, freundliche Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (6–9).
Motiv: Ein weiter, ruhiger Himmel mit einigen weichen Wolken — manche etwas grauer, manche hell. Der Himmel dahinter ist warm und freundlich; die Wolken ziehen ruhig vorbei.
Stimmung: ruhig, freundlich, leicht, beruhigend.
Stil: gemalt, weiche helle Farben, viel Luft und Weite, keine Schrift im Bild.
Verboten: Gewitter/Bedrohung, Dunkelheit, Gräber, religiöse Symbole, weinende Figuren, fotorealistische Menschen.
- kein bedrohliches Unwetter
- Gefühle nicht bewerten (graue Wolke ist nicht „schlecht“)
- keine religiösen Symbole
- kein „das geht schnell vorbei“-Versprechen
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Die Karte sagt nicht, dass Trauer schnell vergeht. Sie zeigt nur: Gefühle wechseln. Drängen Sie nicht auf die „hellen“ Wolken.
Kind malt eigene Wolken in seinen Gefühlsfarben. Für die Gruppe als gemeinsamer „Gefühlshimmel“ an der Wand.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Mein innerer Garten
Kinder 6–9
Eine Bildkarte für einen geschützten, freundlichen Innenraum, in dem Erinnerung und Trost wachsen dürfen.
Ruhiger Trost- und Vorstellungsraum; verbindbar mit einer kleinen Fantasiereise. Zuhause oder in der Begleitung.
- Kartenrohling
- Buntstifte
- KI-Bildgenerator
- Decke
- leise Musik (optional)
Erstelle eine warme, freundliche Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (6–9).
Motiv: Ein kleiner, friedlicher Garten hinter einem freundlichen Tor — mit weichem Gras, ein paar Blumen, einer Bank, sanftem Licht. Ein geschützter, ruhiger Ort, der ganz dem Kind gehört.
Stimmung: geborgen, friedlich, freundlich, ruhig.
Stil: gemalt, warme sanfte Farben, runde Formen, keine Schrift im Bild.
Verboten: verwelkte/tote Pflanzen, Gräber, religiöse Symbole, Dunkelheit, fotorealistische Menschen.
- keine welkenden oder toten Pflanzen
- keine Grabmotive
- keine religiösen Symbole
- keine bedrohliche Stimmung
- kein Leistungs- oder Sprechdruck
- keine Schrift im Bild
Begleiten Sie als kurze Vorstellungsreise: „Wie sieht dein Garten aus? Was wächst dort?“ Lassen Sie dem Kind die Führung.
Als kleine geführte Fantasiereise vorlesen. Für ältere Kinder als gestaltbares „Was darf in meinem Garten wachsen?“.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Die Schatzkarte der schönen Erinnerungen
Kinder 6–9
Eine spielerische Bildkarte, die Erinnerungen wie kleine Schätze auf einer Karte sammelt.
Spielerischer, leichter Zugang zu schönen Erinnerungen; gut für Kinder, die lieber gestalten als sprechen.
- Kartenrohling oder größeres Papier
- Buntstifte
- kleine Klebepunkte oder Sticker
- KI-Bildgenerator
- Tisch
Erstelle eine freundliche, einladende Illustration für eine Bildkarte im Stil einer Schatzkarte für trauernde Kinder (6–9).
Motiv: Eine verspielte Landkarte mit einem freundlichen Weg, kleinen Wegmarken (Stern, Herzort, Baum, Brücke) und einem warm leuchtenden Ziel. Genug freie Stellen, damit ein Kind eigene Erinnerungen eintragen kann.
Stimmung: neugierig, warm, freundlich, leicht abenteuerlich, aber ruhig.
Stil: gemalt, helle warme Farben, freundliche Symbole, sehr wenig oder keine Schrift im Bild.
Verboten: Gefahrenstellen, Gräber als Wegmarke, religiöse Symbole, Dunkelheit, fotorealistische Menschen.
- keine Gefahren- oder Grabmarkierungen
- keine religiösen Symbole
- kein Wettbewerb/Leistung („möglichst viele Erinnerungen“)
- keine bedrohliche Stimmung
- kein Sprechzwang
- höchstens dezente Schrift im Bild
Das Kind füllt die Karte in seinem Tempo, auch über mehrere Tage. Es geht nicht um Vollständigkeit, sondern um die Freude am Erinnern.
Als großes Poster für die Wand. Für die Gruppe als gemeinsame Erinnerungs-Landkarte mit eigenen Wegmarken pro Kind.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt + Postervorlage
2Bildkarten für Kinder 10–13 Jahre
In diesem Alter wird das Innenleben komplexer. Diese Bildkarten greifen Ambivalenz, Rückzug, Verbindung und Orientierung auf. Sie üben, Motive zu wählen, die reifer wirken als für jüngere Kinder, ohne zu überfordern.
Die zwei Seiten in mir
Kinder 10–13
Eine Bildkarte, die normalisiert, dass man gleichzeitig traurig sein und auch lachen, spielen oder normal weiterleben darf (Dual Process).
Wenn ein Kind sich schuldig fühlt, weil es zwischendurch Spaß hat. Einzelgespräch oder ruhiger Einstieg, auch in der Gruppe.
- Kartenrohling
- Stifte
- KI-Bildgenerator
- Tisch
- Papier
Erstelle eine ruhige, stimmige Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (10–13).
Motiv: Eine zusammenhängende Landschaft, die sanft ineinander übergeht — eine Seite in ruhiger, gedämpfter Abendstimmung, die andere in hellem, freundlichem Tageslicht. Kein harter Schnitt, beide Seiten gehören zusammen.
Stimmung: ausgewogen, ruhig, akzeptierend, freundlich.
Stil: gemalt, weiche Übergänge, harmonische Farben, keine Schrift im Bild.
Verboten: harter Gut/Böse-Kontrast, Gräber, religiöse Symbole, weinende Figuren, fotorealistische Menschen.
- keine Seite als „richtig“ oder „falsch“
- keine Schuldverstärkung
- keine Dramatisierung
- keine religiösen Symbole
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Sagen Sie ausdrücklich: Freude und Trauer dürfen nebeneinander sein. Lachen ist kein Verrat. Lassen Sie beide Seiten gleich gelten.
Kind malt selbst, was auf jeder Seite passiert. Für Jugendliche abstrakter als „zwei Modi“ ohne Landschaftsbild.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Der Ort, den nur ich kenne
Kinder 10–13
Eine Bildkarte für einen ganz privaten Rückzugsort, der dem Kind allein gehört.
Stärkt Autonomie und das Recht auf einen eigenen, ungeteilten Raum. Zuhause oder in der Begleitung.
- Kartenrohling
- Stifte
- KI-Bildgenerator
- ruhiger Raum
Erstelle eine atmosphärische, ruhige Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (10–13).
Motiv: Ein versteckter, geschützter Lieblingsplatz in der Natur — zum Beispiel eine kleine Lichtung, eine Felsnische am Wasser oder ein stiller Platz unter einem großen Baum, mit weichem Licht. Ein Ort, der sich privat und sicher anfühlt.
Stimmung: geborgen, ruhig, selbstbestimmt, friedlich.
Stil: gemalt, naturnah, warme ruhige Farben, keine Schrift im Bild.
Verboten: bedrohliche Einsamkeit, Dunkelheit, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Menschen.
- keine bedrohliche Einsamkeit
- keine Grabmotive
- keine religiösen Symbole
- Privatsphäre des Kindes respektieren
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Fragen Sie nicht aus, wie der Ort aussieht. Das Kind entscheidet, ob und was es teilt. Das Geheime ist Teil des Schutzes.
Als ruhige Vorstellungsreise nutzen. Für die Wohngruppe ein Hinweis, dass jedes Kind einen ungestörten Rückzugsplatz haben darf.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Die Flaschenpost
Kinder 10–13
Eine Bildkarte, die einlädt, etwas Ungesagtes auf den Weg zu bringen.
Wenn es etwas gibt, das das Kind der Person noch sagen möchte. Verbindbar mit einer kleinen Schreibübung.
- Kartenrohling
- Stifte
- Papier und Umschlag (optional)
- KI-Bildgenerator
- Tisch
Erstelle eine warme, ruhige Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (10–13).
Motiv: Eine Flaschenpost mit einer kleinen Schriftrolle, getragen von sanften Wellen unter weitem, freundlichem Himmel, unterwegs zu einem warmen Licht am Horizont. Ruhig, hoffnungsvoll, nicht verloren.
Stimmung: nachdenklich, warm, hoffnungsvoll, ruhig.
Stil: gemalt, weiche Farben, weite ruhige See, keine lesbare Schrift im Bild.
Verboten: Sturm/Gefahr, Untergehen, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Menschen.
- kein Gefahren- oder Untergangsmotiv
- keine religiöse Deutung („Botschaft in den Himmel“) als Vorgabe
- keine Grabmotive
- kein Schreib- oder Sprechzwang
- keine lesbare Schrift im Bild
Was das Kind schreibt, gehört ihm. Bieten Sie an, es zu behalten, aufzubewahren oder symbolisch loszuschicken — das Kind entscheidet.
Als echte kleine Schreibübung mit Flasche oder Umschlag. Für jüngere Kinder als gemaltes Bild statt Brief.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Der Kompass im Nebel
Kinder 10–13
Eine Bildkarte für das Gefühl, sich verloren zu fühlen — und dass es etwas gibt, das Orientierung gibt.
Wenn ein Kind sich orientierungslos oder überfordert fühlt. Verbindbar mit der Frage, wer oder was gerade Halt gibt.
- Kartenrohling
- Stifte
- KI-Bildgenerator
- Tisch
Erstelle eine ruhige, stärkende Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (10–13).
Motiv: Eine offene Hand hält einen freundlichen Kompass; ringsum liegt leichter, heller Nebel, doch ein warmer Lichtschein zeigt sanft eine Richtung. Der Nebel wirkt weich, nicht bedrohlich.
Stimmung: ruhig, haltgebend, leise hoffnungsvoll.
Stil: gemalt, gedämpfte warme Farben mit einem klaren Lichtpunkt, keine Schrift im Bild.
Verboten: bedrohlicher Nebel/Dunkelheit, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Menschen.
- kein bedrohlicher Nebel
- keine Grabmotive
- keine religiösen Symbole
- kein Versprechen, dass es „einen richtigen Weg“ gibt
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Sprechen Sie behutsam darüber, was gerade Orientierung gibt — Menschen, Routinen, ein Ort. Verloren-Sein ist erlaubt; der Kompass drängt nicht.
Kind beschriftet seinen eigenen Kompass mit dem, was ihm hilft. Für die Gruppe als „Was gibt uns Halt?“-Plakat.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Was bleibt, wenn ich die Augen schließe
Kinder 10–13
Eine Bildkarte, die die inneren Bilder von der verstorbenen Person würdigt (Continuing Bonds).
Ruhiger Erinnerungsmoment; hilft, innere Bilder als kostbar und tröstlich zu erleben statt sie zu fürchten.
- Kartenrohling
- Stifte
- KI-Bildgenerator
- Decke
- ruhiger Raum
Erstelle eine sanfte, warme Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (10–13).
Motiv: Ein weiches, traumartiges Bild aus warmem Licht und angedeuteten Erinnerungssymbolen (eine Tasse, ein Lied, ein Lieblingsort), wie sie hinter geschlossenen Augen erscheinen könnten. Keine konkrete Person abbilden.
Stimmung: tröstlich, warm, geborgen, ruhig.
Stil: gemalt, weich, leicht verträumt, warme Farben, keine Schrift im Bild.
Verboten: konkrete Gesichter/Porträts, Gräber, religiöse Symbole, gruselige Traumbilder, fotorealistische Menschen.
- keine konkrete Person darstellen
- keine gruseligen oder verstörenden Traumbilder
- keine religiösen Symbole
- keine Grabmotive
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Innere Bilder sind normal und dürfen kommen und gehen. Wenn sie belasten statt trösten, bleiben Sie ruhig dabei und holen Sie bei Bedarf Unterstützung.
Kind malt seine eigenen Erinnerungssymbole. Für Jugendliche als freie, abstrakte Gestaltung.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Die Höhle und das Tageslicht
Kinder 10–13
Eine Bildkarte, die zeigt: Sich zurückziehen ist erlaubt — und wieder herauszukommen auch (Dual Process).
Wenn ein Kind sich zurückzieht. Entlastet vom Druck, immer „rauszumüssen“, und macht zugleich Mut zum Tageslicht.
- Kartenrohling
- Stifte
- KI-Bildgenerator
- Tisch
Erstelle eine ruhige, einladende Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (10–13).
Motiv: Eine gemütliche, geschützte Höhle mit weichem Licht im Inneren; der Eingang öffnet sich auf eine freundliche, sonnige Landschaft. Beides wirkt sicher — drinnen wie draußen.
Stimmung: geborgen, ruhig, ermutigend, freundlich.
Stil: gemalt, warme Farben innen und außen, weiche Formen, keine Schrift im Bild.
Verboten: dunkle/bedrohliche Höhle, Gefahr draußen, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Menschen.
- weder Rückzug noch Rausgehen unter Druck setzen
- keine bedrohliche Dunkelheit
- keine Grabmotive
- keine religiösen Symbole
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Rückzug ist ein gesunder Teil der Trauer. Bleiben Sie verlässlich erreichbar, ohne zu drängen. Wenn der Rückzug dauerhaft wird, suchen Sie fachlichen Rat.
Kind entscheidet, ob es heute eher „Höhle“ oder „Tageslicht“ ist. Für die Gruppe als Symbol für Pausen und Rückzugsmöglichkeiten.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Der Faden, der uns verbindet
Kinder 10–13
Eine Bildkarte für eine fortbestehende Verbindung über Entfernung hinweg (Continuing Bonds).
Wenn das Kind Verbindung sucht, ohne die Person noch erreichen zu können. Ruhig, tröstlich.
- Kartenrohling
- Stifte
- Schnur oder Wolle (optional)
- KI-Bildgenerator
- Tisch
Erstelle eine ruhige, warme Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (10–13).
Motiv: Ein zarter, leuchtender Faden zieht sich über eine weite, ruhige Landschaft und verbindet zwei Orte — einen nahen, geborgenen Platz und ein warmes Licht in der Ferne. Der Faden wirkt sanft und tragfähig.
Stimmung: verbunden, ruhig, tröstlich, hoffnungsvoll.
Stil: gemalt, gedeckte warme Farben mit feinem Lichtfaden, keine Schrift im Bild.
Verboten: zerrissener Faden als Drama, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Menschen.
- kein zerreißender Faden als Schock
- keine religiöse Deutung als Vorgabe
- keine Grabmotive
- kein Festhalten-Müssen erzwingen
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Die Verbindung darf bleiben — das ist gesund, kein „Nicht-loslassen-Können“. Sprechen Sie nur darüber, wenn das Kind möchte.
Mit echter Schnur als kleines Verbindungsritual. Für die Gruppe als gemeinsames Fadennetz der Erinnerungen.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Mein Mutmach-Stein
Kinder 10–13
Eine Bildkarte für ein kleines Halt-Objekt, das Sicherheit gibt — ohne „stark sein zu müssen“.
Für Momente, in denen das Kind etwas zum Festhalten braucht. Verbindbar mit einem echten kleinen Stein.
- Kartenrohling
- Stifte
- kleiner glatter Stein
- KI-Bildgenerator
- Tisch
Erstelle eine warme, schlichte Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (10–13).
Motiv: Ein glatter, freundlicher Stein, der ruhig in einer offenen Hand liegt, mit sanftem warmem Licht. Der Stein wirkt angenehm, vertraut und beruhigend.
Stimmung: ruhig, haltgebend, schlicht, freundlich.
Stil: gemalt, warme weiche Farben, klarer Fokus auf Stein und Hand, keine Schrift im Bild.
Verboten: Leistungs- oder Stärke-Symbolik, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Gesichter.
- kein „Sei stark“
- kein Leistungsdruck
- keine religiösen Symbole
- keine Grabmotive
- der Stein hilft, ist aber keine Pflicht
- keine Schrift im Bild
Der Stein ist ein Helfer, kein „Stark-mach-Auftrag“. Das Kind darf ihn nutzen oder weglegen. Halt suchen ist Mut genug.
Das Kind bemalt oder wählt einen echten Stein. Für jüngere Kinder als weiches Stofftier statt Stein.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Die Landkarte meiner Gefühle
Kinder 10–13
Eine Bildkarte/Vorlage, um verschiedene Gefühle zu verorten und nebeneinander gelten zu lassen.
Wenn viele Gefühle gleichzeitig da sind. Hilft beim Sortieren ohne Bewertung. Einzel oder Kleingruppe.
- größeres Papier oder Kartenrohling
- Stifte
- Klebepunkte
- KI-Bildgenerator
- Tisch
Erstelle eine freundliche, übersichtliche Illustration im Stil einer Landkarte für trauernde Kinder (10–13).
Motiv: Eine ruhige Fantasielandschaft mit verschiedenen, freundlich gestalteten Gegenden, die Platz für unterschiedliche Gefühle bieten (z. B. eine ruhige Bucht, ein windiges Feld, ein warmer Wald, ein offener Himmel). Genug Freiraum zum Eintragen.
Stimmung: ruhig, offen, einladend, wertfrei.
Stil: gemalt, weiche Farben, klare freundliche Gegenden, wenig oder keine Schrift im Bild.
Verboten: bedrohliche Zonen, Gefahr, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Menschen.
- kein Gefühl als „schlecht“ markieren
- keine bedrohlichen Zonen
- keine religiösen Symbole
- keine Grabmotive
- kein Sortier-Zwang
- höchstens dezente Schrift im Bild
Begleiten Sie ohne zu werten. Alle Gefühle dürfen ihren Platz haben. Es muss nicht „aufgeräumt“ werden.
Kind verteilt Gefühle mit Klebepunkten. Für Jugendliche abstrakter ohne vorgegebene Gegenden.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt + Arbeitsblatt
Das Fenster zur Erinnerung
Kinder 10–13
Eine Bildkarte, die eine schöne Erinnerung wie einen Blick durch ein Fenster festhält.
Gesprächsimpuls über einen schönen gemeinsamen Moment; stärkt tragende Erinnerung.
- Kartenrohling
- Stifte
- KI-Bildgenerator
- Tisch
Erstelle eine warme, einladende Illustration für eine Bildkarte für trauernde Kinder (10–13).
Motiv: Ein freundliches Fenster mit weichem Rahmen, durch das man auf eine warme, schöne Szene blickt (z. B. eine sonnige Wiese, ein vertrauter Ort). Innen ist es geborgen, draußen leuchtet die Erinnerung.
Stimmung: warm, tröstlich, freundlich, ruhig.
Stil: gemalt, warme Farben, weiche Formen, keine Schrift im Bild.
Verboten: dunkle/leere Szene hinter dem Fenster, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Menschen.
- keine leere oder dunkle Szene als Verlustdrama
- keine Grabmotive
- keine religiösen Symbole
- kein Erinnerungszwang
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Laden Sie ein, durch das Fenster auf einen schönen Moment zu schauen. Schöne Erinnerungen dürfen guttun.
Kind malt seine Erinnerung ins Fenster. Für die Gruppe als „Erinnerungsfenster“-Wand mit mehreren Szenen.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
3Bildkarten für Jugendliche 14–17 Jahre
Jugendliche brauchen Ernst, Ästhetik und Respekt vor ihrer Autonomie. Diese Bildkarten sind reduzierter und abstrakter. Sie üben, würdevoll und ohne Kitsch oder Pathos zu gestalten — und dem Recht auf Schweigen Raum zu lassen.
Zwischen den Welten
Jugendliche 14–17
Eine Bildkarte für das Pendeln zwischen Trauer und Alltag, ernst und abstrakt gehalten (Dual Process).
Wenn Jugendliche zwischen Funktionieren-Müssen und Schmerz hin- und herwechseln. Einzel oder als stilles Angebot.
- Kartenrohling
- Stifte
- KI-Bildgenerator
- ruhiger Raum
Erstelle eine ästhetisch reduzierte, ruhige Illustration für eine Bildkarte für trauernde Jugendliche (14–17).
Motiv: Zwei atmosphärische Räume, die durch einen offenen Übergang verbunden sind — der eine still und nach innen gekehrt, der andere belebt und alltäglich. Eine ruhige Figur (von hinten, nicht erkennbar) steht im Übergang.
Stimmung: ernst, ruhig, klar, nicht kitschig, nicht düster.
Stil: modern, gedeckte Farben, reduziert, atmosphärisch, keine Schrift im Bild.
Verboten: kitschige Symbole, Gräber, religiöse Symbole, dramatische Gefühlsdarstellung, erkennbare Gesichter, fotorealistische Personen.
- kein Kitsch, kein Pathos
- keine Bewertung der „Welten“
- keine religiösen Symbole
- keine Grabmotive
- keine erkennbaren Gesichter
- keine Schrift im Bild
Normalisieren Sie das Pendeln: Funktionieren und Schmerz wechseln sich ab, beides ist echt. Kein Drängen in die eine oder andere Richtung.
Als Reflexionskarte mit der Frage, wo man heute eher steht. Für die Gruppe als anonymer Impuls.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Das Unsichtbare tragen
Jugendliche 14–17
Eine Bildkarte für den verborgenen Schmerz, den man nach außen nicht zeigt.
Wenn Jugendliche nach außen funktionieren und innen viel tragen. Einzelgespräch, behutsam.
- Kartenrohling
- Stifte
- KI-Bildgenerator
- ruhiger Raum
Erstelle eine ruhige, ernste Illustration für eine Bildkarte für trauernde Jugendliche (14–17).
Motiv: Eine Figur (von hinten oder als Silhouette) trägt unsichtbar etwas Schweres, angedeutet durch eine zarte Lichtform um die Schultern oder im Inneren. Außen wirkt alles ruhig, das Gewicht ist nur leise spürbar.
Stimmung: ernst, leise, würdevoll, verständnisvoll.
Stil: modern, gedeckte Farben, atmosphärisch, reduziert, keine Schrift im Bild.
Verboten: dramatische Last/Leid-Symbole, Gräber, religiöse Symbole, erkennbare Gesichter, fotorealistische Personen.
- keine Dramatisierung des Leids
- kein „Du musst es zeigen“
- keine religiösen Symbole
- keine Grabmotive
- Recht zu schweigen wahren
- keine Schrift im Bild
Würdigen Sie, dass auch unsichtbarer Schmerz echt ist. Geben Sie keinen Druck, sich zu öffnen — bieten Sie Verlässlichkeit an.
Als Gesprächskarte mit der Frage, was man gerade unsichtbar trägt. Auch ohne jede Frage als reine Würdigung einsetzbar.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Stille Wut
Jugendliche 14–17
Eine Bildkarte, die Wut als legitimes, kraftvolles Trauergefühl anerkennt — ohne sie zu verharmlosen oder zu dämonisieren.
Wenn Wut, Ungerechtigkeitsgefühl oder Auflehnung auftauchen. Einzelgespräch.
- Kartenrohling
- kräftige Stifte
- KI-Bildgenerator
- Papier
Erstelle eine kraftvolle, aber nicht zerstörerische Illustration für eine Bildkarte für trauernde Jugendliche (14–17).
Motiv: Ein Naturbild mit gebündelter Energie — etwa eine kraftvolle Welle, ein Sturm am fernen Horizont oder Glut, die kontrolliert leuchtet. Stark und ernst, aber nicht gewaltsam.
Stimmung: kraftvoll, ernst, anerkennend, klar.
Stil: modern, intensive aber gedeckte Farben, atmosphärisch, keine Schrift im Bild.
Verboten: Gewalt, zerstörte Dinge, Waffen, Blut, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Personen.
- keine Gewalt- oder Zerstörungsdarstellung
- Wut nicht bewerten oder verbieten
- keine religiösen Symbole
- keine Grabmotive
- kein Aufruf, Wut auszuagieren
- keine Schrift im Bild
Wut gehört zur Trauer. Nehmen Sie sie ernst, ohne sie zu beschwichtigen. Helfen Sie, ihr sichere Ausdrucksformen zu geben (Bewegung, Schreiben, Reden).
Mit einer Bewegungs- oder Schreibübung koppeln. Als Gesprächskarte: „Worauf bist du wütend?“ — Antwort freiwillig.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Der leere Platz
Jugendliche 14–17
Eine Bildkarte, die Abwesenheit würdigt, ohne Pathos.
Wenn die Lücke spürbar wird — am Esstisch, bei Anlässen, im Alltag. Behutsam, ernst.
- Kartenrohling
- Stifte
- KI-Bildgenerator
- ruhiger Raum
Erstelle eine ruhige, würdevolle Illustration für eine Bildkarte für trauernde Jugendliche (14–17).
Motiv: Ein stiller, warm beleuchteter Platz, an dem jemand fehlt — etwa ein freier Stuhl am Fenster, eine ruhige Bank im Abendlicht. Die Leere wirkt würdevoll und ruhig, nicht trostlos.
Stimmung: still, würdevoll, ernst, sanft.
Stil: modern, warme gedeckte Farben, atmosphärisch, keine Schrift im Bild.
Verboten: Gräber, Särge, Sterbeszenen, religiöse Symbole, dramatische Trostlosigkeit, fotorealistische Personen.
- keine Grab-, Sarg- oder Sterbemotive
- keine dramatische Trostlosigkeit
- keine religiösen Symbole
- kein Pathos
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Benennen Sie die Lücke ruhig, wenn es passt. Abwesenheit darf da sein und muss nicht „gefüllt“ werden.
Als Gesprächsimpuls über Momente, in denen die Lücke besonders spürbar ist. Auch als reine Würdigung ohne Frage.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Was du mir mitgegeben hast
Jugendliche 14–17
Eine Bildkarte über das, was von der Person weiterlebt — Werte, Sätze, Gewohnheiten (Continuing Bonds).
Ruhiger Erinnerungsprozess; stärkt die fortbestehende, sinnstiftende Verbindung.
- Kartenrohling
- Stifte
- KI-Bildgenerator
- Papier
Erstelle eine warme, ruhige Illustration für eine Bildkarte für trauernde Jugendliche (14–17).
Motiv: Ein leuchtendes Element wird weitergegeben — etwa ein Licht, das von einer Quelle in eine offene Hand übergeht, oder eine zarte Spur, die weiterführt. Symbol für etwas, das bleibt und weiterwirkt.
Stimmung: warm, sinnstiftend, ruhig, würdevoll.
Stil: modern, gedeckte warme Farben mit klarem Lichtakzent, keine Schrift im Bild.
Verboten: kitschige Herzen/Engel, Gräber, religiöse Symbole, erkennbare Gesichter, fotorealistische Personen.
- kein Kitsch
- keine religiöse Deutung als Vorgabe
- keine Grabmotive
- kein Idealisierungs-Zwang (auch Schwieriges darf bleiben)
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Fragen Sie, was die Person weitergegeben hat — auch widersprüchliche Dinge dürfen genannt werden. Idealisierung ist nicht nötig.
Als Schreibimpuls: „Drei Dinge, die du mir mitgegeben hast.“ Für die Gruppe als gemeinsames „Was bleibt“-Plakat.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Allein in der Menge
Jugendliche 14–17
Eine Bildkarte für das Gefühl, dass niemand versteht, was man durchmacht.
Wenn sich Jugendliche im Freundeskreis oder in der Schule isoliert fühlen. Einzelgespräch, verständnisvoll.
- Kartenrohling
- Stifte
- KI-Bildgenerator
- ruhiger Raum
Erstelle eine ruhige, ernste Illustration für eine Bildkarte für trauernde Jugendliche (14–17).
Motiv: Eine einzelne ruhige Figur (als Silhouette, von hinten) inmitten angedeuteter Menschen, leicht abgesetzt durch ein zartes, eigenes Licht. Nicht ausgestoßen, sondern anders fühlend.
Stimmung: ernst, verständnisvoll, ruhig, nicht hoffnungslos.
Stil: modern, gedeckte Farben, atmosphärisch, reduziert, keine Schrift im Bild.
Verboten: Ausgrenzung/Mobbing-Darstellung, Gräber, religiöse Symbole, erkennbare Gesichter, fotorealistische Personen.
- keine Mobbing- oder Ausgrenzungsdarstellung
- Einsamkeit nicht verstärken oder romantisieren
- keine religiösen Symbole
- keine Grabmotive
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Bestätigen Sie das Gefühl, ohne es kleinzureden. Weisen Sie behutsam auf Menschen oder Gruppen hin, die Ähnliches erlebt haben — ohne Druck.
Als Brücke zu einer Trauergruppe Gleichaltriger. Als Gesprächsimpuls über das Gefühl, anders zu sein.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Im eigenen Takt
Jugendliche 14–17
Eine Bildkarte, die bekräftigt: Jeder trauert anders und in seinem eigenen Tempo — es gibt kein „richtig“.
Wenn Jugendliche unter Druck stehen, „richtig“ oder „schneller“ zu trauern. Entlastend.
- Kartenrohling
- Stifte
- KI-Bildgenerator
- ruhiger Raum
Erstelle eine ruhige, klare Illustration für eine Bildkarte für trauernde Jugendliche (14–17).
Motiv: Ein einzelner, eigener Weg, der sich in seinem ganz eigenen Rhythmus durch eine ruhige Landschaft schlängelt — andere, parallele Wege sind angedeutet, jeder verläuft anders. Keiner ist „voraus“.
Stimmung: ruhig, bestärkend, klar, frei.
Stil: modern, gedeckte ruhige Farben, weite Landschaft, keine Schrift im Bild.
Verboten: Wettbewerb/Ziellinie, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Personen.
- kein Vergleich/Wettbewerb der Wege
- kein „richtiges“ Tempo vorgeben
- keine religiösen Symbole
- keine Grabmotive
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Nehmen Sie Druck heraus: Es gibt keinen Zeitplan und kein „richtig“. Vergleiche mit anderen helfen nicht.
Als Reflexionskarte über den eigenen Weg gerade jetzt. Für die Gruppe als Bestätigung unterschiedlicher Trauerwege.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Risse, durch die Licht kommt
Jugendliche 14–17
Eine Bildkarte über Veränderung durch Verlust — dass Brüche nicht nur Schaden sind (im Geist von Kintsugi).
Im späteren Trauerprozess, wenn Jugendliche bemerken, dass der Verlust sie verändert hat. Ernst, nicht beschönigend.
- Kartenrohling
- Stifte (auch goldfarben)
- KI-Bildgenerator
- Papier
Erstelle eine würdevolle, ruhige Illustration für eine Bildkarte für trauernde Jugendliche (14–17).
Motiv: Im Stil von Kintsugi — eine Form (z. B. eine Schale, ein Stein, eine Landschaft) mit feinen Bruchlinien, die mit warmem Gold gefüllt sind. Der Bruch ist sichtbar und wird zu etwas Eigenem, nicht versteckt.
Stimmung: würdevoll, ernst, leise hoffnungsvoll, ehrlich.
Stil: modern, gedeckte Farben mit goldenen Linien, ruhig, keine Schrift im Bild.
Verboten: körperliche Wunden/Narben an Menschen, Blut, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Personen.
- keine körperlichen Wunden, Narben oder Verletzungen an Menschen darstellen
- kein „alles wird durch Leid besser“-Versprechen
- keine religiösen Symbole
- keine Grabmotive
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Beschönigen Sie nichts. Verlust verändert — das darf gewürdigt werden, ohne den Schmerz schönzureden. Drängen Sie keinen „Sinn“ auf.
Als Gestaltungsübung mit goldenem Stift auf einem „gebrochenen“ Bild. Als Reflexion über Veränderung — freiwillig.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Nachtlicht
Jugendliche 14–17
Eine Bildkarte für Halt in schweren, schlaflosen Stunden — ruhig, ohne Kitsch.
Für die Nacht, wenn die Gedanken laut werden. Stilles, tröstliches Angebot.
- Kartenrohling
- Stifte
- LED-Licht (optional)
- KI-Bildgenerator
- ruhiger Raum
Erstelle eine atmosphärische, ruhige Illustration für eine Bildkarte für trauernde Jugendliche (14–17).
Motiv: Eine stille Nachtszene mit einem einzelnen, ruhigen Licht — ein erleuchtetes Fenster in der Ferne, eine Laterne, ein klarer Stern über einer weiten, friedlichen Landschaft. Die Nacht ist ruhig, nicht bedrohlich.
Stimmung: ruhig, geborgen, tröstlich, weit.
Stil: modern, tiefe ruhige Nachtfarben mit warmem Lichtpunkt, keine Schrift im Bild.
Verboten: bedrohliche Dunkelheit, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Personen.
- keine bedrohliche Dunkelheit
- keine religiösen Symbole
- keine Grabmotive
- kein Kitsch
- kein Sprechzwang
- keine Schrift im Bild
Schlaflose, schwere Nächte sind häufig. Bieten Sie Verlässlichkeit für den nächsten Tag. Bei anhaltender Belastung oder dunklen Gedanken: fachliche Hilfe einbeziehen.
Mit einem echten kleinen Nachtlicht als Ritual. Als ruhiger Impuls für ein Abend- oder Einschlafritual.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
Der Horizont
Jugendliche 14–17
Eine Bildkarte, die erlaubt, an eine Zukunft zu denken — ohne dass das ein Verrat an der Trauer ist.
Im weiteren Verlauf, wenn vorsichtig wieder Zukunft denkbar wird. Behutsam, ohne Drängen.
- Kartenrohling
- Stifte
- KI-Bildgenerator
- ruhiger Raum
Erstelle eine offene, ruhige Illustration für eine Bildkarte für trauernde Jugendliche (14–17).
Motiv: Eine weite Landschaft mit einem ruhigen, warmen Horizont und einem sanften Licht, das einen offenen Weg nach vorn andeutet. Offen und einladend, ohne Druck.
Stimmung: ruhig, offen, vorsichtig hoffnungsvoll, weit.
Stil: modern, weite gedeckte Farben mit warmem Lichthorizont, keine Schrift im Bild.
Verboten: aufgezwungene Fröhlichkeit, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Personen.
- kein „Alles wird gut“
- kein Druck, nach vorn zu schauen
- Zukunft denken ist Angebot, keine Pflicht
- keine religiösen Symbole
- keine Grabmotive
- keine Schrift im Bild
Zukunftsgedanken dürfen kommen — und dürfen wieder gehen. Kein Drängen. An die Person zu denken und nach vorn zu schauen schließt sich nicht aus.
Als Reflexion über einen kleinen nächsten Schritt. Bewusst sparsam und nur einsetzen, wenn die Zeit reif ist.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt
11Körpernahe, beruhigende Übungen
Trauer sitzt auch im Körper — als Enge, Unruhe oder Zittern. Diese Übungen geben über Atem, Gewicht und Wahrnehmung ein Gefühl von Sicherheit zurück, ganz ohne Worte. Sie üben dabei, zu stabilisieren statt zu deuten. Alle Übungen sind sanft; nichts arbeitet mit Schmerz oder Unbehagen.
Anker im Bauch
Kinder 6–13
Eine körpernahe Beruhigungsübung mit Atem, dem Gewicht eines kleinen Steins und dem Bild eines Ankers.
Bei akuter Anspannung, als Einschlafhilfe oder nach einem belastenden Moment. Zuhause, Schule oder Wohngruppe.
- kleiner glatter Stein
- Decke oder Kissen
- ruhiger Raum
- leise Musik (optional)
Erstelle eine sanfte, körpernahe Beruhigungsübung zum Vorlesen für trauernde Kinder (6–13).
Die Übung arbeitet mit ruhigem Atem, dem Gewicht eines kleinen Steins in der Hand und dem inneren Bild eines Ankers, der sicher hält.
Schreibe kurze Sätze in langsamem Tempo. Ziel ist Beruhigung und Sicherheit im Körper, kein Sprechen über den Verlust.
Vermeide jede Leistungssprache und jeden Druck.
- kein „richtig“ oder „falsch“ atmen
- kein Sprechen über den Verlust verlangt
- keine Überforderung, jederzeit Pause
- keine medizinischen Versprechen
- Augen dürfen offen bleiben
Machen Sie die Übung ruhig mit. Wächst die Unruhe statt zu sinken, brechen Sie sanft ab und bleiben Sie einfach da. Ersetzt keine Krisenhilfe.
Für Jugendliche als stille Kurzanleitung auf einer Karte, ohne Vorlesen. In der Gruppe als gemeinsamer ruhiger Einstieg.
Übungsanleitung / Ritualkarte
Die Reise durch die fünf Sinne
Kinder 8–13
Eine Grounding-Übung, die über die Sinne ins Hier und Jetzt zurückholt, wenn Gedanken oder Gefühle überrollen.
Bei Überflutung, Panikgefühl oder innerer Abwesenheit. Überall einsetzbar.
- ruhiger Raum (genügt)
- optional ein Gegenstand zum Anfassen
Erstelle eine ruhige Grounding-Übung für trauernde Kinder (8–13), die über die fünf Sinne ins Hier und Jetzt zurückführt.
Leite nacheinander dazu an, einige Dinge bewusst zu sehen, zu hören, zu fühlen, zu riechen und zu schmecken — freundlich und ohne Hetze.
Halte die Sprache einfach und warm. Es geht um Ankommen im Moment, nicht um Leistung.
Vermeide jede Bewertung und jeden Zeitdruck.
- kein Leistungsdruck
- keine Bewertung
- jederzeit Abbruch möglich
- kein Bezug zum Verlust nötig
- keine Überforderung
Sprechen Sie langsam und lassen Sie nach jeder Frage Zeit. Diese Übung beruhigt akut, ersetzt aber keine fachliche Hilfe bei anhaltender Überflutung.
Für Jugendliche als selbst anwendbare Kurzfassung. Für jüngere Kinder mit weniger Sinnen und Beispielen.
Übungsanleitung
Schwere Decke, sicherer Körper
Kinder 6–13
Eine Übung, die über sanftes Gewicht und Geborgenheit das Nervensystem beruhigt.
Zum Zur-Ruhe-Kommen, vor dem Schlafen oder nach Aufregung. Zuhause oder in ruhiger Begleitung.
- Decke (gern etwas schwerer)
- Kissen
- ruhiger Ort
Erstelle eine sanfte Beruhigungsübung zum Vorlesen für trauernde Kinder (6–13), die mit einer Decke und dem Gefühl von angenehmem Gewicht arbeitet.
Leite dazu an, sich einzukuscheln, das Gewicht zu spüren und ruhig zu atmen, bis der Körper schwerer und ruhiger wird.
Sprache: warm, langsam, geborgen. Ziel ist Sicherheit und Ruhe im Körper.
Kein Druck, keine Bewertung, kein Bezug zum Verlust nötig.
- kein Einengen oder Bedecken des Kopfes
- kein Druck
- jederzeit Abbruch
- keine Überforderung
- kein Sprechzwang
Achten Sie darauf, dass sich das Kind frei bewegen und die Decke jederzeit wegnehmen kann. Geborgenheit ja, Einengung nein.
Für Jugendliche als Hinweis auf einen ruhigen Rückzugsort mit Decke. Für die Wohngruppe als Kuschelecke.
Übungsanleitung / Ritualkarte
Der ruhige Atem-Begleiter
Kinder 6–13
Eine bildgestützte Atemübung, die das Ausatmen verlängert und so beruhigt.
Bei Unruhe, vor dem Einschlafen, in Wartemomenten. Überall einsetzbar.
- ruhiger Ort (genügt)
- optional ein Bild von Welle oder Ballon
Erstelle eine kindgerechte Atemübung für trauernde Kinder (6–13), die mit einem ruhigen Bild arbeitet — zum Beispiel einer Welle, die kommt und geht, oder einem Ballon, der sich sanft füllt und leert.
Leite ruhiges Einatmen und etwas längeres, sanftes Ausatmen an, im Takt des Bildes.
Kurze, ruhige Sätze. Ziel ist Beruhigung über den Atem.
Keine Leistungssprache, kein „tief durchatmen müssen“.
- kein erzwungenes oder hektisches Atmen
- kein Leistungsdruck
- jederzeit Abbruch
- keine medizinischen Versprechen
- kein Bezug zum Verlust nötig
Atmen Sie sichtbar ruhig mit. Bei Schwindel sofort zu normalem Atem zurückkehren. Keine Übertreibung.
Für Jugendliche nüchterner als Vier-Sekunden-Atem ohne Bild. Für die Gruppe als gemeinsamer Atemmoment.
Übungsanleitung
Füße auf dem Boden
Jugendliche 14–17
Eine unauffällige Grounding-Übung, die Standfestigkeit und Gegenwart spürbar macht.
In der Schule, in der Öffentlichkeit, bei innerer Unruhe — überall, wo nichts auffallen soll.
- keine (überall durchführbar)
Erstelle eine unauffällige Grounding-Übung für trauernde Jugendliche (14–17), die sich überall durchführen lässt, ohne dass jemand etwas bemerkt.
Leite dazu an, die Füße bewusst auf dem Boden zu spüren, das Gewicht wahrzunehmen und langsam zu atmen, um wieder bei sich anzukommen.
Ton: ernst, knapp, respektvoll, auf Augenhöhe. Keine pädagogische Belehrung.
Kein Bezug zum Verlust nötig, kein Druck.
- kein Leistungsdruck
- keine Bloßstellung
- jederzeit beendbar
- keine Bewertung
- Recht auf Schweigen wahren
Bieten Sie die Übung sachlich an, ohne sie zu überhöhen. Jugendliche schätzen, dass sie selbst und unbemerkt darüber verfügen.
Als Karte fürs Handy oder Etui. Mit der Reise durch die fünf Sinne (091) kombinierbar.
Übungsanleitung / Kurzkarte
Die warme Hand
Kinder und Jugendliche
Eine Übung zur Selbstberuhigung über eine ruhige Hand auf Herz oder Bauch.
In Momenten von Traurigkeit oder Angst, als Geste der Selbstfreundlichkeit. Überall.
- keine (nur die eigene Hand)
Erstelle eine kurze Übung zur Selbstberuhigung für trauernde Kinder und Jugendliche, die eine warme Hand ruhig auf Herz oder Bauch legen.
Leite dazu an, die Wärme und das ruhige Heben und Senken zu spüren und sich einen freundlichen, einfachen Satz zu sagen, etwa „Ich bin hier“.
Ton: warm, schlicht, altersoffen formulierbar. Ziel ist Selbstfreundlichkeit und Beruhigung.
Keine Floskeln, kein „Alles wird gut“, kein Druck.
- kein „Alles wird gut“
- keine erzwungenen positiven Sätze
- jederzeit Abbruch
- keine Bewertung
- kein Bezug zum Verlust nötig
Sie können die Geste vormachen. Lassen Sie das Kind seinen eigenen freundlichen Satz finden, statt einen vorzugeben.
Für jüngere Kinder mit einem Kuscheltier auf dem Bauch. Für Jugendliche ohne gesprochenen Satz, nur die Geste.
Übungsanleitung / Ritualkarte
Schultern loslassen
Jugendliche 14–17
Eine kurze Anspannungs-Lösungs-Übung für Hals, Schultern und Kiefer, wo Trauer sich oft festsetzt.
Bei körperlicher Verspannung durch Anspannung und Zurückhalten. Vor dem Schlafen oder zwischendurch.
- Stuhl oder ruhiger Platz
- ruhiger Raum
Erstelle eine kurze, sanfte Übung für trauernde Jugendliche (14–17), die bewusst Anspannung in Schultern, Nacken und Kiefer wahrnehmen und wieder lösen.
Leite an, einzelne Bereiche kurz leicht anzuspannen und dann beim Ausatmen loszulassen — ohne Anstrengung, ohne Schmerz.
Ton: ruhig, ernst, knapp. Ziel ist körperliche Entlastung.
Keine kräftige Anspannung, kein Druck, kein Wettbewerb.
- keine schmerzhafte oder starke Anspannung
- kein Leistungsdruck
- bei Schmerzen sofort stoppen
- keine medizinischen Versprechen
- jederzeit Abbruch
Weisen Sie darauf hin, sanft zu bleiben. Zurückgehaltene Trauer zeigt sich oft als Verspannung; Lösen darf guttun, muss aber nichts erzwingen.
Mit dem ruhigen Atem-Begleiter (093) kombinierbar. Als kurze Routine vor dem Schlafen.
Übungsanleitung
Phase 2 — Ins Gespräch kommen
Gespräche über Verlust lassen sich nicht erzwingen. Diese Phase übt, Türen zu öffnen statt auszufragen — mit altersgerechten Impulsen für Kinder und für Jugendliche, die ernst genommen werden wollen. Schweigen, Ausweichen und Abbruch bleiben dabei immer erlaubt.
4Gesprächsimpulse für Kinder
Gespräche über Verlust lassen sich nicht erzwingen. Diese Impulse öffnen Türen, statt auszufragen, und sind so gebaut, dass ein Kind jederzeit ausweichen oder schweigen darf. Sie üben dabei, Stille auszuhalten und Antworten nicht zu bewerten.
Wie geht es deinem Herzen heute?
Kinder 6–13
Ein niedrigschwelliger Gefühls-Check-in als Gesprächseinstieg.
Ruhiger Einstieg zu Beginn einer Begleitung oder eines Tages. Einzel oder kleine Gruppe.
- optional Gefühlskarten
- ruhiger Raum
Formuliere einen warmen, einfachen Gesprächseinstieg für trauernde Kinder (6–13), der nach dem aktuellen Gefühl fragt, ohne den Verlust direkt anzusprechen.
Biete dem Kind verschiedene Wege zu antworten an: mit Worten, einem Bild, einer Farbe oder einer Geste.
Mache deutlich, dass auch „weiß nicht“ oder Schweigen eine gute Antwort ist.
Keine Bewertung, kein Nachbohren.
- kein Nachbohren
- Schweigen erlaubt
- keine Bewertung der Gefühle
- kein Verlustbezug erzwingen
- keine suggestiven Fragen
Stellen Sie die Frage und warten Sie ruhig. Wenn keine Antwort kommt, bleibt die Tür offen für später.
Mit Gefühlskarten oder einer Gefühls-Ampel kombinierbar. Für Jugendliche nüchterner formuliert.
Gesprächsleitfaden
Die Frage-Box
Kinder 6–13
Ein Format, in dem Kinder eigene Fragen stellen dürfen — auch schwere.
Wenn Kinder Fragen zum Tod oder zur Person haben, sich aber nicht trauen. Einzel oder Gruppe.
- kleine Box
- Zettel
- Stifte
Erstelle eine Anleitung für eine „Frage-Box“ für trauernde Kinder (6–13), in die sie alle Fragen einwerfen dürfen, die sie beschäftigen.
Gib Beispiele für mögliche Fragen und mache klar: Es gibt keine dummen oder verbotenen Fragen, und nicht jede Frage muss sofort beantwortet werden.
Beschreibe, wie Erwachsene ehrlich, einfach und altersgerecht antworten — und sagen dürfen, wenn sie etwas selbst nicht wissen.
Keine Todesdetails, keine beschönigenden Umschreibungen.
- keine Frage als „verboten“ behandeln
- ehrliche, einfache Antworten
- keine Todesdetails
- keine beschönigenden Umschreibungen
- kein Antwortzwang
„Ich weiß es nicht“ ist eine ehrliche, gute Antwort. Wichtiger als perfekte Antworten ist, dass das Kind fragen darf.
Als laufendes Ritual über Wochen. Für die Gruppe als gemeinsame anonyme Box.
Gesprächsleitfaden / Ritualanleitung
Erzähl mir von …
Kinder 6–13
Ein offener Erinnerungsimpuls, der zu schönen gemeinsamen Momenten einlädt.
Ruhiger Erinnerungsmoment; stärkt positive, tragende Erinnerung (Continuing Bonds).
- optional ein Foto oder Gegenstand
- ruhiger Raum
Formuliere offene Erinnerungsimpulse für trauernde Kinder (6–13), die zu schönen Geschichten über die verstorbene Person einladen — etwa zum Lieblingsessen, einem gemeinsamen Lachen oder einem besonderen Tag.
Die Impulse sollen Freude an der Erinnerung erlauben und nichts erzwingen.
Mache klar, dass auch schwierige oder gemischte Erinnerungen ihren Platz haben.
Keine Idealisierung, kein Druck, keine Bewertung.
- kein Idealisierungszwang
- auch schwierige Erinnerungen erlaubt
- kein Erinnerungs- oder Sprechzwang
- keine Bewertung
- keine Todesdetails
Erinnern darf guttun. Wenn eine Erinnerung Tränen bringt, ist das in Ordnung — bleiben Sie ruhig dabei.
Zu einem Foto oder Gegenstand erzählen lassen. Für die Gruppe reihum, mit Recht zu passen.
Gesprächsleitfaden
Was würdest du ihr oder ihm gern sagen?
Kinder 8–13
Ein Impuls, der Ungesagtes Raum gibt.
Wenn Kinder etwas mit sich tragen, das sie der Person noch sagen möchten. Behutsam.
- Papier und Stift (optional)
- ruhiger Raum
Formuliere einen behutsamen Gesprächsimpuls für trauernde Kinder (8–13), der einlädt auszudrücken, was sie der verstorbenen Person gern noch sagen würden.
Erlaube ausdrücklich alle Inhalte: Liebe, Vermissen, Wut, Fragen oder auch nichts.
Biete an, das Gesagte auszusprechen, aufzuschreiben oder für sich zu behalten.
Keine Suggestion, kein Druck, keine Bewertung.
- keine suggestiven Vorgaben
- alle Gefühle erlaubt, auch Wut
- kein Sprech- oder Schreibzwang
- keine Bewertung
- Inhalt gehört dem Kind
Drängen Sie nicht auf Versöhnliches. Auch Wut oder offene Fragen dürfen ausgesprochen werden.
Als Brücke zu einer Briefübung. Für jüngere Kinder als gemaltes Bild.
Gesprächsleitfaden
Gibt es etwas, das du nicht verstehst?
Kinder 6–13
Ein Impuls, der Unverständnis und Verwirrung Raum gibt, ohne zu erklären zu müssen.
Wenn Kinder mit dem Unbegreiflichen ringen. Einzelgespräch.
- ruhiger Raum
Formuliere einen ruhigen Gesprächsimpuls für trauernde Kinder (6–13), der einlädt, das auszusprechen, was sie nicht verstehen oder verwirrend finden.
Mache klar, dass Nichtverstehen normal ist und manche Fragen keine einfache Antwort haben.
Antworte ehrlich und einfach; wo es keine Antwort gibt, darf das auch so stehen bleiben.
Keine Todesdetails, keine Scheinerklärungen, kein Druck.
- keine Scheinerklärungen
- keine Todesdetails
- Nichtverstehen normalisieren
- kein Antwortzwang
- keine religiöse Deutung als Vorgabe
Es ist in Ordnung, manche Fragen offen zu lassen. Ehrliches „Das verstehe ich auch nicht ganz“ verbindet mehr als eine glatte Antwort.
Für Jugendliche tiefer als Gespräch über Sinnfragen. Für die Gruppe als geschützter Austausch.
Gesprächsleitfaden
Was hilft dir, wenn es schwer ist?
Kinder 6–13
Ein ressourcenorientierter Impuls, der eigene Bewältigungswege sichtbar macht.
Um Halt und Selbstwirksamkeit zu stärken. Einzel oder Gruppe.
- Papier und Stifte (optional)
- ruhiger Raum
Formuliere einen Gesprächsimpuls für trauernde Kinder (6–13), der herausfindet, was ihnen in schweren Momenten guttut — Menschen, Orte, Tätigkeiten, Gegenstände.
Hilf, kleine, machbare Dinge zu benennen, und würdige, was das Kind schon selbst tut.
Mache klar: Es gibt kein „richtiges“ Hilfsmittel, und Hilfe holen ist klug.
Kein Leistungsanspruch, keine Bewertung.
- kein „Sei stark“
- kein Leistungsanspruch
- Hilfe holen positiv rahmen
- keine Bewertung
- kein Druck
Sammeln Sie gemeinsam und halten Sie es sichtbar fest. So entsteht eine kleine, persönliche Halt-Liste für schwere Momente.
Als gestaltete „Das-tut-mir-gut“-Karte. Für die Gruppe als gemeinsame Ideensammlung.
Gesprächsleitfaden / Arbeitsblatt
Die Ampel der Gefühle
Kinder 6–10
Ein einfaches Bild, mit dem Kinder ihren aktuellen Zustand ohne viele Worte zeigen.
Täglicher Check-in, auch wenn Worte schwerfallen. Zuhause, Schule, Gruppe.
- Ampel-Vorlage
- Klebepunkte oder Stift
Erstelle eine einfache „Gefühls-Ampel“ für trauernde Kinder (6–10): Rot, Gelb und Grün stehen für unterschiedlich schwere Gefühlslagen.
Beschreibe kindgerecht, wofür jede Farbe stehen kann, und lade ein, ohne Worte zu zeigen, wie es heute ist.
Mache klar, dass jede Farbe in Ordnung ist und sich von Tag zu Tag ändern darf.
Keine Farbe ist „schlecht“, keine Bewertung.
- keine Farbe als „schlecht“
- keine Bewertung
- kein Erklärzwang
- Wechsel jederzeit erlaubt
- kein Verlustbezug nötig
Die Ampel ist ein Zeigewerkzeug, kein Test. Reagieren Sie auf Rot mit Nähe, nicht mit Ausfragen.
Als Magnet am Kühlschrank. Für die Gruppe als gemeinsames Stimmungsbild.
Arbeitsblatt / Gesprächsleitfaden
Darf ich dich etwas fragen? — Und du darfst Nein sagen
Kinder 6–13
Ein Impuls, der das Einverständnis des Kindes in den Mittelpunkt stellt.
Immer dann, wenn ein Gespräch über Schweres beginnen könnte. Grundhaltung, kein Einzelthema.
- ruhiger Raum
Formuliere eine kurze Einstiegsformel für Gespräche mit trauernden Kindern (6–13), die das Kind ausdrücklich um Erlaubnis fragt und ihm das Nein leicht macht.
Mache deutlich, dass es jederzeit abbrechen, ausweichen oder das Thema wechseln darf.
Beschreibe, wie Erwachsene ein Nein wirklich akzeptieren, ohne enttäuscht zu reagieren.
Kein Druck, keine Manipulation, keine versteckte Erwartung.
- Nein muss folgenlos möglich sein
- kein Druck oder Überreden
- keine Enttäuschung zeigen
- Abbruch jederzeit
- Recht auf Schweigen wahren
Ein echtes Nein zu akzeptieren baut Vertrauen auf — und macht spätere Gespräche wahrscheinlicher.
Gilt altersübergreifend; für Jugendliche besonders wichtig. Als Grundregel für die ganze Gruppe.
Gesprächsleitfaden
Was war heute schön?
Kinder 6–13
Ein Impuls, der den Alltag und kleine Freuden würdigt (Dual Process).
Als ruhiger Tagesabschluss; entlastet von der Vorstellung, immer traurig sein zu müssen.
- ruhiger Raum
Formuliere einen leichten Gesprächsimpuls für trauernde Kinder (6–13), der nach einem schönen oder angenehmen Moment des Tages fragt.
Mache klar, dass Freude erlaubt ist und kein Verrat an der Trauer — beides darf nebeneinander sein.
Halte es klein und konkret; auch Winziges zählt.
Kein Zwang zur Positivität, keine Bewertung.
- kein Zwang zur guten Laune
- Freude nicht gegen Trauer ausspielen
- keine Bewertung
- auch „nichts“ ist erlaubt
- kein Druck
Diese Frage drängt nicht zur Fröhlichkeit. Sie zeigt nur: Schönes darf gesehen werden, auch in der Trauer.
Als Abendritual mit der Frage nach einem schweren und einem schönen Moment. Für die Gruppe reihum.
Gesprächsleitfaden
Wer ist für dich da?
Kinder 6–13
Ein Impuls, der das Netz aus sicheren Menschen sichtbar und spürbar macht.
Um Sicherheit und Halt zu stärken, besonders wenn ein Kind sich allein fühlt.
- Papier und Stifte
- ruhiger Raum
Formuliere einen Gesprächsimpuls für trauernde Kinder (6–13), der gemeinsam sichtbar macht, welche Menschen für sie da sind — zuhause, in der Familie, in der Schule, anderswo.
Hilf, ein kleines „Netz“ aus sicheren Personen zu benennen, und ergänze, an wen man sich in Not wenden kann.
Bleibe ehrlich: Auch wenige Menschen genügen; Qualität zählt mehr als Anzahl.
Keine Bloßstellung von Lücken, kein Druck.
- keine Lücken bloßstellen
- wenige Personen genügen
- kein Druck
- sichere Anlaufstellen ergänzen
- keine Bewertung
Falls das Netz dünn ist, helfen Sie behutsam, es zu erweitern, und nennen Sie verlässliche Anlaufstellen.
Als gemaltes „Netz der Sicherheit“. Für die Gruppe mit Hinweis auf gemeinsame Anlaufstellen.
Gesprächsleitfaden / Arbeitsblatt
5Gesprächsimpulse für Jugendliche
Jugendliche brauchen Ernst, Respekt und Freiheit. Diese Impulse sprechen auf Augenhöhe, ohne pädagogischen Ton, und lassen jederzeit Raum zum Ausweichen oder Schweigen. Sie üben, ein Gespräch zu ermöglichen, ohne es zu erzwingen.
Drei Fragen, die nichts müssen
Jugendliche 14–17
Ein kurzer Gesprächsleitfaden mit offenen Impulsen, der ein Gespräch ermöglicht, ohne es zu erzwingen.
Einzelgespräch in Schulsozialarbeit oder Trauerbegleitung; auch als Kärtchen zum Selberlesen.
- Impulskarten oder Blatt
- ruhiger Raum
- etwas zu trinken
Formuliere drei offene, ernst gemeinte Gesprächsimpulse für trauernde Jugendliche (14–17), die eine verstorbene Person vermissen.
Die Impulse sollen Türen öffnen, nicht ausfragen, und Wut, Leere, Sehnsucht, Genervtsein und Gleichgültigkeit zulassen.
Sprich direkt und respektvoll auf Augenhöhe, ohne pädagogischen Ton.
Füge zu jedem Impuls einen Satz hinzu, der erlaubt, nicht zu antworten oder das Thema zu wechseln.
- keine suggestiven Fragen
- kein Druck, sprechen zu müssen
- kein „Sei stark“, kein „Alles wird gut“
- keine Bewertung
- Ausweichen und Schweigen ausdrücklich erlaubt
Stellen Sie höchstens einen Impuls pro Treffen. Keine Antwort ist eine vollständige Antwort. Halten Sie Stille aus.
Für jüngere Kinder in Bilder übersetzen. Für die Gruppe als anonyme Ziehkarten ohne Vorlesepflicht.
Gesprächsleitfaden
Zeigst du es — oder zeigst du es nicht?
Jugendliche 14–17
Ein Impuls über das oft verborgene Zeigen oder Verbergen von Trauer.
Wenn Jugendliche nach außen funktionieren und innen viel tragen. Einzelgespräch.
- ruhiger Raum
Formuliere einen ehrlichen Gesprächsimpuls für trauernde Jugendliche (14–17) darüber, ob und wie sie zeigen, dass es ihnen schlecht geht.
Erlaube beide Wege ausdrücklich: zeigen und verbergen. Beides kann sinnvoll sein.
Frage behutsam, was es bräuchte, um sich jemandem anzuvertrauen — ohne dazu zu drängen.
Keine Wertung, kein Appell, sich zu öffnen.
- kein Appell, sich öffnen zu müssen
- verbergen ist legitim
- keine Wertung
- kein Druck
- Recht auf Schweigen wahren
Würdigen Sie, dass Verbergen auch Schutz ist. Bieten Sie Verlässlichkeit an, statt auf Offenheit zu drängen.
Als Reflexion über Masken im Alltag. Auch ohne Antwort als reine Würdigung einsetzbar.
Gesprächsleitfaden
Was nervt dich an den Reaktionen anderer?
Jugendliche 14–17
Ein Impuls, der Ärger über unpassende Reaktionen des Umfelds ernst nimmt.
Wenn Jugendliche sich von gut gemeinten, aber unpassenden Reaktionen unverstanden fühlen.
- ruhiger Raum
Formuliere einen Gesprächsimpuls für trauernde Jugendliche (14–17), der Raum gibt für den Ärger über Reaktionen anderer — etwa Mitleid, Floskeln oder Schweigen.
Nimm den Ärger ernst, ohne andere zu verurteilen, und frage, was stattdessen helfen würde.
Ton: ernst, verständnisvoll, auf Augenhöhe.
Keine Belehrung, kein Verteidigen der anderen, kein Druck.
- Ärger ernst nehmen, nicht relativieren
- keine Belehrung
- keine Schuldzuweisung an andere erzwingen
- keine Bewertung
- kein Druck
Hören Sie zu, ohne die anderen sofort zu verteidigen. Aus dem Ärger lässt sich oft ableiten, was wirklich helfen würde.
Als Brücke zu „Was würde dir helfen?“. Für die Gruppe als geteilte Erfahrung.
Gesprächsleitfaden
Was würdest du jemandem raten, dem es wie dir geht?
Jugendliche 14–17
Ein Perspektivwechsel, der eigene Stärken und Einsichten sichtbar macht.
Im weiteren Verlauf, wenn Jugendliche genug Abstand für Reflexion haben.
- ruhiger Raum
- Papier (optional)
Formuliere einen Gesprächsimpuls für trauernde Jugendliche (14–17), der sie fragt, was sie einer anderen Person raten würden, die gerade Ähnliches durchmacht.
Der Perspektivwechsel soll eigene Einsichten und Selbstfreundlichkeit hervorbringen.
Mache klar, dass dieser Rat auch ihnen selbst gelten darf.
Keine Belehrung, kein Leistungsanspruch, keine Bewertung.
- kein Leistungsanspruch
- keine Belehrung
- keine Bewertung der Antwort
- kein Druck
- auch „keine Ahnung“ ist erlaubt
Dieser Umweg über andere fällt oft leichter als direkt über sich selbst. Spiegeln Sie behutsam zurück, dass der Rat auch ihnen gilt.
Als kurzer Schreibimpuls. Für die Gruppe als gegenseitiges Mutmachen.
Gesprächsleitfaden
Gedanken, die du mit niemandem teilst
Jugendliche 14–17
Ein sehr behutsamer Impuls, der dem Unausgesprochenen Raum lässt, ohne es herauszuziehen.
Nur in einer vertrauensvollen Begleitung, behutsam. Nicht in akuter Krise.
- ruhiger Raum
Formuliere einen sehr behutsamen Gesprächsimpuls für trauernde Jugendliche (14–17), der anerkennt, dass es Gedanken gibt, die man mit niemandem teilt.
Der Impuls soll Verständnis ausdrücken und einen Raum öffnen — ohne zu drängen, diese Gedanken preiszugeben.
Weise ruhig darauf hin, dass es Menschen und Stellen gibt, an die man sich wenden kann, wenn Gedanken zu schwer werden.
Keine Ausfragerei, keine Suggestion, kein Druck.
- kein Herausziehen von Geheimem
- keine suggestiven Fragen
- Hinweis auf Hilfe ohne Dramatisierung
- kein Druck
- Recht auf Schweigen wahren
Drängen Sie nicht. Wenn Sie Hinweise auf belastende oder gefährdende Gedanken wahrnehmen, sprechen Sie Ihre Sorge offen an und holen Sie professionelle Hilfe.
Sehr sparsam einsetzen. Im Zweifel nur als Angebot von Verlässlichkeit formulieren.
Gesprächsleitfaden
Was hat sich für dich verändert?
Jugendliche 14–17
Ein Impuls über die Veränderungen, die der Verlust mit sich gebracht hat.
Im weiteren Trauerprozess, wenn Veränderungen im Alltag und im Selbstbild spürbar werden.
- ruhiger Raum
Formuliere einen offenen Gesprächsimpuls für trauernde Jugendliche (14–17) darüber, was sich seit dem Verlust verändert hat — im Alltag, in Beziehungen, im Blick auf sich selbst.
Lass Raum für Schweres wie für Unerwartetes, auch für Wachstum, ohne es zu erzwingen.
Beschönige nichts und dränge keinen „Sinn“ auf.
Keine Bewertung, kein Druck.
- kein aufgezwungener „Sinn“ des Verlusts
- nichts beschönigen
- keine Bewertung
- kein Druck
- Veränderung darf auch schwer sein
Bleiben Sie ehrlich. Veränderung durch Verlust darf benannt werden, ohne sie schönzureden.
Als Schreibimpuls über „vorher und jetzt“. Für die Gruppe als geteilter Austausch.
Gesprächsleitfaden
Was tut dir gerade gut — und was gar nicht?
Jugendliche 14–17
Ein ressourcenorientierter Impuls, der hilfreiche und belastende Dinge sortiert.
Um Selbstfürsorge und Grenzen zu stärken. Einzel oder Gruppe.
- Papier (optional)
- ruhiger Raum
Formuliere einen Gesprächsimpuls für trauernde Jugendliche (14–17), der herausarbeitet, was ihnen gerade guttut und was sie eher belastet — Menschen, Orte, Gewohnheiten, Medien.
Würdige, was sie schon für sich tun, und stärke das Recht, Belastendes zu begrenzen.
Mache klar: Es gibt kein „richtig“, und Bedürfnisse dürfen sich ändern.
Keine Bewertung, kein Leistungsanspruch.
- keine Bewertung
- kein Leistungsanspruch
- Recht auf Grenzen stärken
- kein Druck
- Bedürfnisse dürfen wechseln
Helfen Sie, das Belastende konkret zu benennen — oft lässt sich daraus eine kleine, machbare Entlastung ableiten.
Als Zwei-Spalten-Blatt. Für die Gruppe als anonyme Sammlung.
Gesprächsleitfaden / Arbeitsblatt
Worüber möchtest du nicht reden?
Jugendliche 14–17
Ein Impuls, der das Recht auf Schweigen ausdrücklich zum Thema macht und schützt.
Zu Beginn einer Begleitung, um Grenzen klar und sicher zu setzen.
- ruhiger Raum
Formuliere einen respektvollen Gesprächsimpuls für trauernde Jugendliche (14–17), der direkt fragt, worüber sie nicht sprechen möchten — und dieses Schweigen verbindlich zusichert.
Mache klar, dass diese Grenzen jederzeit gelten und sich auch ändern dürfen.
Beschreibe, wie Erwachsene diese Grenzen zuverlässig achten.
Kein Aushebeln der Grenze, kein Nachfassen, kein Druck.
- Grenzen verbindlich zusichern
- kein Nachfassen an gesetzten Grenzen
- kein Druck
- Grenzen dürfen sich ändern
- Recht auf Schweigen schützen
Wer das Nicht-Reden-Dürfen ernst nimmt, schafft Sicherheit — und macht freiwillige Offenheit später wahrscheinlicher.
Als gemeinsame Vereinbarung zu Beginn. Für die Gruppe als Gesprächsregel.
Gesprächsleitfaden
Phase 3 — Erinnern und Verbindung halten
Erinnerung ist kein Festhalten, sondern eine Form der fortbestehenden Verbindung (Continuing Bonds). Diese Phase übt, schöne wie schwierige Erinnerungen zu würdigen und die innere Beziehung zur verstorbenen Person lebendig zu halten, ohne den Verlust zu verleugnen.
6Erinnerungsübungen
Erinnern ist kein Festhalten, sondern eine Form, die Verbindung lebendig zu halten. Diese Übungen machen Erinnerungen greifbar — über Gegenstände, Sinne und gemeinsame Geschichten. Sie üben dabei, schöne wie gemischte Erinnerungen gleichermaßen zu würdigen, ohne zu idealisieren.
Die Erinnerungskiste anlegen
Kinder 6–13
Eine Anleitung, um eine persönliche Erinnerungskiste zu gestalten und zu füllen.
Über Wochen wachsend; gibt der Erinnerung einen festen, sicheren Ort. Zuhause oder in der Begleitung.
- kleine Kiste
- Gegenstände, Fotos, Zettel
- Stifte
- Deko-Material
Erstelle eine warme Anleitung für trauernde Kinder (6–13), eine eigene Erinnerungskiste anzulegen und nach und nach zu füllen.
Beschreibe, was hineindarf — kleine Gegenstände, Fotos, Zettel, Gezeichnetes — und dass das Kind allein entscheidet, was hinein- oder herauskommt.
Halte fest, dass die Kiste jederzeit geöffnet oder geschlossen bleiben darf.
Kein Vollständigkeitsanspruch, kein Zwang, kein Bezug zu Todesumständen.
- kein Vollständigkeitsanspruch
- Kind entscheidet über Inhalt
- kein Zwang, die Kiste zu öffnen
- keine Todesdetails
- keine Bewertung
Die Kiste gehört dem Kind. Schauen Sie nur hinein, wenn es Sie einlädt. Das Sammeln darf über lange Zeit gehen.
Als gemeinsames Familienprojekt. Für Jugendliche reduzierter als „Erinnerungsbox“ nach eigenem Stil.
Ritualanleitung / Materialliste
Das Erinnerungsglas
Kinder 6–13
Eine Übung, in der schöne Momente auf Zettel geschrieben und gesammelt werden.
Fortlaufend; macht sichtbar, wie viele Erinnerungen es gibt. Zuhause oder Gruppe.
- Glas oder Gefäß
- Zettel
- Stifte
Erstelle eine Anleitung für ein „Erinnerungsglas“ für trauernde Kinder (6–13): Auf kleine Zettel werden schöne oder wichtige Erinnerungen geschrieben oder gemalt und gesammelt.
Lade ein, immer wieder etwas zu ergänzen, und betone, dass auch ein einziger Zettel genügt.
Beschreibe, wie man die Zettel an schweren Tagen herausnehmen und lesen kann.
Kein Sammelzwang, kein Wettbewerb, keine Bewertung.
- kein Sammelzwang oder Wettbewerb
- auch wenige Zettel genügen
- keine Bewertung
- keine Todesdetails
- freiwillig
Ergänzen Sie gern selbst Erinnerungen. So entsteht ein gemeinsames, wachsendes Bild der Person.
Als Familienglas mit Beiträgen aller. Für die Gruppe als gemeinsames Erinnerungsglas.
Ritualanleitung
Unsere Lieblingsdinge
Kinder 6–13
Eine Übung, die gemeinsame Vorlieben und Gewohnheiten festhält.
Ruhiger Erinnerungsmoment; macht das Verbindende konkret. Einzel oder Gruppe.
- Papier
- Stifte
- alte Zeitschriften (optional)
- Kleber
Erstelle eine Anleitung für trauernde Kinder (6–13), die gemeinsamen Lieblingsdinge mit der verstorbenen Person zu sammeln — Lieblingsessen, Lieder, Spiele, Orte, Sätze.
Lade ein, daraus eine Liste oder Collage zu gestalten.
Lass Raum auch für Dinge, die das Kind nicht mochte; nicht alles muss schön gewesen sein.
Keine Idealisierung, keine Bewertung, kein Druck.
- keine Idealisierung
- auch Unschönes darf vorkommen
- keine Bewertung
- kein Druck
- keine Todesdetails
Ehrliche Erinnerungen sind tragfähiger als ein makelloses Bild. Lassen Sie auch gemischte Gefühle zu.
Als Collage oder kleines Plakat. Für die Gruppe als Sammlung gemeinsamer Erinnerungen.
Arbeitsblatt / Gestaltungsübung
Der Erinnerungsstein
Kinder 6–13
Eine Übung, in der ein Stein zum tragbaren Erinnerungsanker wird.
Für Kinder, die etwas zum Festhalten in der Tasche brauchen. Überall einsetzbar.
- glatter Stein
- wasserfeste Stifte
- Klarlack (optional)
Erstelle eine Anleitung für trauernde Kinder (6–13), einen Stein als persönlichen Erinnerungsanker zu gestalten — bemalt, beschriftet oder einfach ausgewählt.
Beschreibe, wie der Stein in der Tasche getragen und in schweren Momenten gehalten werden kann.
Mache klar, dass der Stein hilft, aber kein „Stark-mach-Auftrag“ ist.
Kein Leistungsdruck, keine Bewertung.
- kein „Sei stark“
- kein Leistungsdruck
- keine Bewertung
- keine Todesdetails
- freiwillig
Der Stein verbindet Erinnerung mit einem ruhigen Halt-Objekt. Verbinden Sie ihn bei Bedarf mit der Anker-Übung (090).
Mit der Bildkarte „Mein Mutmach-Stein“ (019) kombinierbar. Für die Gruppe als gemeinsame Stein-Aktion.
Gestaltungsübung / Ritualanleitung
Zu einem Foto erzählen
Kinder 6–13
Ein behutsamer Impuls, zu einem Foto eine Geschichte zu erzählen.
Nur wenn das Kind möchte und ein Foto vorhanden ist. Ruhig, freiwillig.
- ein Foto
- ruhiger Raum
Erstelle einen behutsamen Impuls für trauernde Kinder (6–13), zu einem selbst gewählten Foto eine Geschichte zu erzählen — wer dabei war, was passiert ist, wie es sich angefühlt hat.
Mache deutlich, dass das Kind das Foto und das Erzählen selbst bestimmt und jederzeit aufhören darf.
Lass Raum für Lachen und für Tränen.
Kein Zwang, kein Nachbohren, keine Todesdetails.
- nur mit Einverständnis
- kein Nachbohren
- Abbruch jederzeit
- keine Todesdetails
- keine Bewertung
Lassen Sie das Kind das Foto wählen. Manche Fotos sind zu schwer — das ist in Ordnung und kein Rückschritt.
Als gemeinsames Fotoalbum-Anschauen. Für Jugendliche freier und selbstbestimmt.
Gesprächsleitfaden
Das Lied, das uns verbindet
Kinder und Jugendliche
Eine Übung, die Musik als Erinnerungs- und Verbindungsanker nutzt.
Wenn ein Lied oder eine Musik mit der Person verbunden ist. Zuhause oder ruhige Begleitung.
- Musik-Abspielmöglichkeit
- ruhiger Raum
Erstelle eine Anleitung für trauernde Kinder und Jugendliche, ein Lied auszuwählen, das sie mit der verstorbenen Person verbinden, und einen ruhigen Moment damit zu gestalten.
Beschreibe, dass man dazu ruhig sitzen, mitsingen, weinen oder einfach zuhören darf.
Mache klar, dass Musik starke Gefühle auslösen kann und der Moment jederzeit beendet werden darf.
Kein Druck, keine Bewertung.
- Musik kann stark wirken — Abbruch jederzeit
- kein Druck
- keine Bewertung
- keine Todesdetails
- freiwillig
Bleiben Sie dabei, falls die Musik aufwühlt. Ein vertrautes Lied kann sehr verbinden, aber auch überraschend treffen.
Als kleine Playlist der Erinnerung. Für die Gruppe nur mit Vorsicht und Freiwilligkeit.
Ritualanleitung
Geruch und Geschmack der Erinnerung
Kinder 6–13
Eine Sinnesübung, die Erinnerung über Geruch oder Geschmack lebendig macht.
Etwa über ein Lieblingsgericht oder einen vertrauten Duft. Zuhause.
- ein Lieblingsgericht oder vertrauter Duft
- ruhiger Rahmen
Erstelle eine Anleitung für trauernde Kinder (6–13), eine Erinnerung über Geruch oder Geschmack lebendig werden zu lassen — etwa ein Lieblingsgericht der Person gemeinsam zuzubereiten.
Beschreibe, wie man dabei ins Erzählen kommen kann, ohne es zu müssen.
Würdige, dass Gerüche und Geschmäcker plötzlich starke Erinnerungen wecken können.
Kein Druck, keine Bewertung, keine Todesdetails.
- starke Erinnerungen behutsam begleiten
- kein Druck
- keine Bewertung
- keine Todesdetails
- freiwillig
Gemeinsames Kochen verbindet das Erinnern mit etwas Lebendigem. Lassen Sie Gefühle zu, die dabei hochkommen.
Als wiederkehrendes „Lieblingsgericht“-Ritual an besonderen Tagen.
Ritualanleitung
Die Erinnerungslandkarte
Kinder 8–13
Eine Übung, die gemeinsame Orte auf einer selbst gestalteten Karte festhält.
Ruhiger Erinnerungsprozess; macht gemeinsame Wege sichtbar. Einzel oder Gruppe.
- großes Papier
- Stifte
- Klebepunkte
Erstelle eine Anleitung für trauernde Kinder (8–13), eine persönliche Erinnerungslandkarte zu gestalten — mit Orten, die sie mit der verstorbenen Person verbinden.
Lade ein, zu jedem Ort eine kleine Erinnerung zu notieren oder zu malen.
Lass offen, wie voll oder leer die Karte wird.
Kein Vollständigkeitsanspruch, keine Bewertung, keine Todesdetails.
- kein Vollständigkeitsanspruch
- keine Bewertung
- keine Todesdetails
- kein Druck
- freiwillig
Orte tragen Erinnerungen. Diese Karte macht sichtbar, wie viel gemeinsame Geschichte es gibt.
Mit der Bildkarte „Schatzkarte der Erinnerungen“ (011) kombinierbar. Für die Gruppe als gemeinsame Karte.
Gestaltungsübung / Arbeitsblatt
Was ich von dir gelernt habe
Kinder 10–13
Eine Übung, die das Weiterwirkende der Person würdigt (Continuing Bonds).
Im weiteren Erinnerungsprozess; stärkt die sinnstiftende innere Verbindung.
- Papier
- Stifte
Erstelle eine Anleitung für trauernde Kinder (10–13), festzuhalten, was sie von der verstorbenen Person gelernt oder mitbekommen haben — Fähigkeiten, Sätze, Gewohnheiten, Werte.
Mache deutlich, dass dieses Mitgegebene weiterlebt und das Kind es weiterträgt.
Lass Raum auch für Widersprüchliches; es muss nicht nur Schönes sein.
Keine Idealisierung, keine Bewertung, keine Todesdetails.
- keine Idealisierung
- auch Widersprüchliches erlaubt
- keine Bewertung
- keine Todesdetails
- kein Druck
Was die Person weitergegeben hat, lebt im Kind weiter. Das zu sehen, kann Halt und Stolz geben.
Als Schreibimpuls oder kleines Plakat. Mit der Bildkarte „Was du mir mitgegeben hast“ (026) kombinierbar.
Arbeitsblatt / Schreibübung
13Continuing-Bonds-Materialien
Die Beziehung endet nicht mit dem Tod, sie verwandelt sich. Diese Materialien stärken eine fortbestehende innere Verbindung — durch Briefe, inneren Dialog und das Weitertragen von Gewohnheiten und Werten. Sie üben, lebendige Erinnerung zu fördern, ohne den Verlust zu verleugnen.
Der Brief, der bleibt
Kinder 10–13, Jugendliche 14–17
Eine Schreibübung, die eine fortbestehende innere Beziehung würdigt.
Ruhiger Erinnerungsprozess, Jahrestag, Geburtstag; Einzel oder stilles Gruppenangebot.
- schönes Papier
- Stift
- Umschlag
- Aufbewahrungsort
Schreibe eine einfühlsame Anleitung für eine Briefübung für Kinder (10–13) und Jugendliche (14–17), die einer verstorbenen Person etwas sagen möchten.
Mache klar: Die Verbindung darf bleiben. Man darf erzählen, danken, schimpfen, fragen oder einfach „Hallo“ sagen.
Gib drei sanfte Anfangsimpulse und betone, dass jeder Inhalt richtig ist — auch ein leeres oder sehr kurzes Blatt.
Kein Loslassen-Gebot, keine religiöse Vorgabe, keine Trostfloskeln.
- kein Abschied- oder Loslassen-Zwang
- keine religiöse Deutung ohne Wunsch
- kein „Alles wird gut“
- jeder Inhalt erlaubt, auch keiner
- der Brief gehört dem Kind
Lesen Sie den Brief nur, wenn das Kind es anbietet. Die fortbestehende Verbindung ist gesund, kein Festhalten, das überwunden werden müsste.
Für jüngere Kinder als gemaltes Bild. Wiederholbar als „Brief-Reihe“ über die Zeit.
Schreibübung / Ritualanleitung
Das Tagebuch an dich
Jugendliche 14–17
Ein fortlaufendes Schreibformat, das den inneren Dialog mit der Person offenhält.
Über längere Zeit; gibt der Verbindung einen privaten, dauerhaften Raum.
- Notizbuch
- Stift
Erstelle eine Anleitung für trauernde Jugendliche (14–17), ein „Tagebuch an dich“ zu führen — Einträge, die an die verstorbene Person gerichtet sind.
Beschreibe, dass sie erzählen können, was passiert, was sie beschäftigt, was sie vermissen oder was sie ärgert.
Mache klar, dass es keine Regeln, keine Häufigkeit und kein Muss gibt; das Tagebuch ist privat.
Keine Vorgaben zum Inhalt, kein Druck, keine Bewertung.
- kein Schreibzwang oder Rhythmus
- Inhalt vollständig privat
- keine Bewertung
- keine religiöse Vorgabe
- freiwillig
Respektieren Sie die Privatheit vollständig. Ein solches Tagebuch begleitet oft über Jahre und darf ganz dem Jugendlichen gehören.
Auch digital als Notiz-App. Mit der Briefübung (105) verwandt, aber fortlaufend.
Schreibübung
Wenn du jetzt hier wärst
Kinder 10–13, Jugendliche 14–17
Ein Impuls, der die innere Stimme der Person für Rat und Trost zugänglich macht.
Bei Entscheidungen oder schweren Momenten; nutzt die verinnerlichte Beziehung als Ressource.
- ruhiger Raum
- Papier (optional)
Formuliere einen behutsamen Impuls für Kinder (10–13) und Jugendliche (14–17), sich vorzustellen, was die verstorbene Person ihnen jetzt sagen oder raten würde.
Mache klar, dass dies ein inneres Bild ist, das trösten kann — kein „echtes“ Sprechen und keine Pflicht.
Lass Raum, falls keine Stimme kommt; auch das ist in Ordnung.
Keine religiöse Deutung als Vorgabe, kein Druck, keine Suggestion.
- als inneres Bild kennzeichnen, nicht als Realität
- keine religiöse Deutung als Vorgabe
- kein Druck
- keine Suggestion
- auch „nichts“ ist erlaubt
Diese verinnerlichte Stimme ist eine gesunde Ressource. Drängen Sie sie nicht auf, wenn sie nicht von selbst kommt.
Als Schreibimpuls „Was du mir sagen würdest“. Sparsam und nur bei tragfähiger Begleitung.
Gesprächsleitfaden / Schreibübung
Eine Tradition weitertragen
Kinder und Jugendliche
Eine Übung, die eine Gewohnheit oder Tradition der Person fortführt.
Im weiteren Verlauf; macht die Verbindung im Alltag lebendig.
- je nach Tradition unterschiedlich
Erstelle eine Anleitung für trauernde Kinder und Jugendliche, eine kleine Gewohnheit oder Tradition der verstorbenen Person bewusst weiterzuführen — ein Rezept, ein Spruch, ein Sonntagsritual.
Beschreibe, wie das Fortführen Verbindung schafft, und betone, dass es freiwillig und anpassbar ist.
Mache klar, dass man es jederzeit lassen oder verändern darf.
Kein Verpflichtungsgefühl, kein Druck, keine Bewertung.
- kein Verpflichtungsgefühl erzeugen
- jederzeit veränderbar oder beendbar
- keine Bewertung
- kein Druck
- freiwillig
Eine fortgeführte Tradition kann sehr verbinden. Achten Sie darauf, dass sie Halt gibt und nicht zur Last wird.
Als Familienritual. Für die Gruppe als gemeinsam fortgeführte Geste.
Ritualanleitung
Der Platz, der dir gehört
Kinder 6–13
Eine Übung, die der Person symbolisch einen Platz im Alltag gibt.
Wenn ein Kind die Person spürbar dabei haben möchte. Zuhause.
- ein kleiner Platz, Foto oder Gegenstand
- LED-Licht (optional)
Erstelle eine Anleitung für trauernde Kinder (6–13), der verstorbenen Person einen kleinen, würdevollen Platz im Zuhause zu geben — etwa ein Regal, ein Foto, einen Gegenstand.
Beschreibe, dass dieser Platz besucht, gestaltet oder einfach gewusst werden darf.
Mache klar, dass es kein Gedenkzwang ist und der Platz auch verändert werden darf.
Keine Grab- oder Altarästhetik als Vorgabe, keine religiöse Deutung, kein Druck.
- keine Grab- oder Altarästhetik als Vorgabe
- keine religiöse Deutung ohne Wunsch
- kein Gedenkzwang
- veränderbar
- keine Bewertung
Ein solcher Platz hilft vielen Kindern. Lassen Sie das Kind ihn gestalten und entscheiden, wie viel Raum er bekommt.
Als kleine Erinnerungsecke. Für die Wohngruppe als gemeinsamer, würdevoller Ort.
Ritualanleitung
Drei Dinge, die du mir mitgegeben hast
Jugendliche 14–17
Ein Schreibimpuls, der das Weiterwirkende der Person konkret festhält.
Ruhiger Erinnerungsprozess; verankert die sinnstiftende Verbindung.
- Papier
- Stift
Formuliere einen Schreibimpuls für trauernde Jugendliche (14–17), drei Dinge festzuhalten, die ihnen die verstorbene Person mitgegeben hat — Werte, Sätze, Haltungen, Fähigkeiten.
Lass Raum auch für Ambivalentes; nicht alles Mitgegebene muss positiv sein.
Mache deutlich, dass dieses Weitergegebene in ihnen weiterlebt.
Keine Idealisierung, keine Bewertung, kein Druck.
- keine Idealisierung
- auch Ambivalentes erlaubt
- keine Bewertung
- kein Druck
- freiwillig
Das Benennen des Weitergegebenen stiftet Sinn und Halt. Auch kritische Anteile dürfen vorkommen.
Mit der Bildkarte „Was du mir mitgegeben hast“ (026) kombinierbar. Für die Gruppe als geteilte Würdigung.
Schreibübung
Das innere Gespräch
Kinder 10–13, Jugendliche 14–17
Ein kleines Ritual, das das stille Sprechen mit der Person bewusst Raum gibt.
An schweren Tagen oder wenn Sehnsucht groß ist. Ruhig, privat.
- ruhiger Ort
- Erinnerungsgegenstand (optional)
Erstelle eine ruhige Ritualanleitung für Kinder (10–13) und Jugendliche (14–17), ein inneres Gespräch mit der verstorbenen Person zu führen — still, im Kopf oder leise gesprochen.
Beschreibe einen geschützten Rahmen und betone, dass es kein „Antwort-Bekommen“ braucht; das Sprechen selbst verbindet.
Mache klar, dass es freiwillig ist und jederzeit enden darf.
Keine religiöse Deutung als Vorgabe, keine Suggestion, kein Druck.
- keine religiöse Deutung als Vorgabe
- kein „Antwort-Bekommen“ versprechen
- keine Suggestion
- freiwillig
- Abbruch jederzeit
Das innere Sprechen ist eine verbreitete, gesunde Form der Verbindung. Geben Sie ihm einen ruhigen Rahmen, ohne es zu lenken.
Mit einem Erinnerungsgegenstand in der Hand. Als Teil eines Abendrituals.
Ritualanleitung
Phase 4 — Gefühlen Ausdruck geben
Trauer ist mehr als Traurigkeit. Wut, Schuld, Angst und Sprachlosigkeit brauchen sichere Ausdrucksformen. Diese Phase nutzt Schreiben, Malen und gezielte Übungen, um schwierige Gefühle sichtbar und damit tragbarer zu machen — ohne sie zu bewerten.
9Kreative Schreibübungen
Schreiben gibt dem, was schwer in Worte zu fassen ist, eine Form. Diese Übungen nutzen freies und bildhaftes Schreiben, um Gefühle auszudrücken — ohne Rechtschreib- oder Leistungsanspruch. Sie üben dabei, Ausdruck zu ermöglichen, ohne ihn zu bewerten.
Das Gefühl in Worte
Kinder 10–13, Jugendliche 14–17
Eine freie Schreibübung, die ein gerade vorhandenes Gefühl ausdrückt.
Wenn Gefühle da sind, aber schwer aussprechbar. Einzel oder still in der Gruppe.
- Papier
- Stift
Erstelle eine Anleitung für eine freie Schreibübung für Kinder (10–13) und Jugendliche (14–17): einfach aufschreiben, was gerade an Gefühlen da ist, ohne auf Form, Rechtschreibung oder Sinn zu achten.
Gib ein paar sanfte Satzanfänge als Starthilfe und betone, dass das Geschriebene niemandem gezeigt werden muss.
Mache klar, dass auch wenige Wörter oder ein leeres Blatt in Ordnung sind.
Keine Bewertung, kein Leistungsanspruch, kein Zwang zur Tiefe.
- keine Bewertung von Form oder Inhalt
- muss niemandem gezeigt werden
- kein Leistungsanspruch
- kein Zwang zur Tiefe
- freiwillig
Lesen Sie nur, wenn es angeboten wird. Beim freien Schreiben zählt der Ausdruck, nicht das Ergebnis.
Als kurzes „Fünf-Minuten-Schreiben“. Für jüngere Kinder durch Malen ersetzbar.
Schreibübung
Wenn meine Trauer ein Tier wäre
Kinder 8–13
Eine bildhafte Schreib- oder Erzählübung, die Trauer über eine Metapher fassbar macht.
Um schwer greifbare Gefühle zu veräußerlichen. Einzel oder Gruppe.
- Papier
- Stifte
Erstelle eine Anleitung für Kinder (8–13), ihre Trauer als Tier, Wesen oder Farbe zu beschreiben — wie groß ist es, was braucht es, wann ist es nah, wann fern.
Diese Veräußerlichung hilft, über das Gefühl zu sprechen, ohne sich davon überwältigt zu fühlen.
Lass die Form ganz dem Kind; es gibt kein „richtiges“ Bild.
Keine Bewertung, kein Druck, keine Vorgabe.
- kein „richtiges“ Bild vorgeben
- keine Bewertung
- Gefühl nicht dramatisieren
- kein Druck
- freiwillig
Wenn das Gefühl ein Gegenüber bekommt, lässt sich leichter darüber sprechen: Was braucht dieses Tier gerade?
Als Mal- und Schreibübung kombiniert. Für die Gruppe als Galerie der „Gefühlswesen“.
Schreibübung / Gestaltungsübung
Der Brief, den niemand liest
Jugendliche 14–17
Eine Ventil-Schreibübung, deren Ergebnis bewusst nicht gezeigt wird.
Wenn viel Druck da ist, der raus will. Einzel, sehr privat.
- Papier
- Stift
- Umschlag oder Möglichkeit zum sicheren Entsorgen
Erstelle eine Anleitung für trauernde Jugendliche (14–17) für einen Brief, der ausdrücklich niemandem gezeigt wird — ein Ventil für alles, was raus will, auch Wut, Vorwürfe oder Chaos.
Betone, dass alles erlaubt ist, weil niemand mitliest, und beschreibe, dass der Brief danach aufbewahrt, weggeschlossen oder sicher entsorgt werden darf.
Mache klar, dass dies entlastet und nichts beweisen muss.
Keine Bewertung, kein Vorlesen, kein Druck.
- wird niemandem gezeigt
- alle Inhalte erlaubt
- keine Bewertung
- selbstbestimmtes Aufbewahren oder Entsorgen
- kein Druck
Bieten Sie diese Übung an, ohne je nach dem Inhalt zu fragen. Gerade das Ungezeigte entlastet.
Auch als „Wut-Seite“ zum Zerreißen. Mit der Übung zu Wut und Schuld (Phase 4) verwandt.
Schreibübung
Meine Geschichte in eigenen Worten
Jugendliche 14–17
Eine Übung, das Geschehene behutsam in die eigene Sprache zu fassen.
Im weiteren Verlauf, wenn genug Stabilität da ist. Nur freiwillig, nicht in akuter Phase.
- Papier
- Stift
- ruhiger Raum
Erstelle eine behutsame Anleitung für trauernde Jugendliche (14–17), das Geschehene in wenigen eigenen Sätzen festzuhalten — so viel oder so wenig, wie sie möchten.
Mache deutlich, dass sie selbst bestimmen, was sie aufschreiben, und jederzeit aufhören dürfen.
Verzichte vollständig auf Vorgaben zu Todesumständen oder Details.
Keine Suggestion, keine Bewertung, kein Druck zur Vollständigkeit.
- keine Vorgabe zu Todesumständen
- selbstbestimmter Umfang
- Abbruch jederzeit
- keine Bewertung
- nicht in akuter Krise einsetzen
Das eigene Erzählen kann ordnen. Drängen Sie nicht darauf und setzen Sie es nur außerhalb akuter Belastung ein.
Als sehr kurze Form „in drei Sätzen“. Nur bei tragfähiger Begleitung.
Schreibübung
Ein Gedicht aus Wörtern
Kinder 8–13
Eine niedrigschwellige Gedichtform ohne Reim- oder Leistungsdruck.
Spielerischer Zugang zu Gefühlen über Sprache. Einzel oder Gruppe.
- Papier
- Stifte
Erstelle eine Anleitung für ein einfaches Gedicht für Kinder (8–13), das ohne Reim auskommt — etwa ein Elfchen oder ein Gedicht aus gesammelten Wörtern zu einem Gefühl oder zur Person.
Gib eine klare, leichte Struktur vor, die Erfolgserlebnisse ermöglicht.
Betone, dass es kein richtig oder falsch gibt und jedes Wort zählt.
Kein Reimzwang, keine Bewertung, kein Leistungsdruck.
- kein Reim- oder Leistungszwang
- keine Bewertung
- jedes Wort gilt
- kein Druck
- freiwillig
Eine klare, leichte Form gibt Halt und Erfolgserlebnisse. Loben Sie das Tun, nicht das Ergebnis.
Als gemeinsames Gruppengedicht aus Beiträgen aller. Für Jugendliche freier in der Form.
Schreibübung
Liebe Trauer, …
Jugendliche 14–17
Ein Brief an das eigene Gefühl, der Distanz und Verständnis schafft.
Wenn Trauer als Übermacht erlebt wird. Einzel, privat.
- Papier
- Stift
Erstelle eine Anleitung für trauernde Jugendliche (14–17), einen Brief an ihre eigene Trauer zu schreiben — als wäre sie ein Gegenüber, dem man sagen kann, wie sie sich anfühlt und was man von ihr braucht.
Diese Distanz hilft, das Gefühl zu betrachten, statt nur darin zu stecken.
Lass alle Tonlagen zu: Wut auf die Trauer, Müdigkeit, auch Dank.
Keine Bewertung, keine Vorgabe, kein Druck.
- alle Tonlagen erlaubt
- Gefühl nicht bewerten
- muss nicht gezeigt werden
- kein Druck
- freiwillig
Das eigene Gefühl anzusprechen schafft heilsame Distanz. Lassen Sie auch Ärger auf die Trauer selbst zu.
Auch als „Liebe Wut, …“ oder „Liebe Angst, …“. Mit der Bildkarte zu Gefühlen kombinierbar.
Schreibübung
Das Kapitel, das jetzt beginnt
Jugendliche 14–17
Eine behutsame Schreibübung über Veränderung und einen kleinen nächsten Schritt.
Im späteren Verlauf, wenn vorsichtig Zukunft denkbar wird. Nicht in akuter Phase.
- Papier
- Stift
Erstelle eine behutsame Schreibanleitung für trauernde Jugendliche (14–17) über das „Kapitel“, das jetzt beginnt — was sich verändert, was bleibt, ein kleiner möglicher nächster Schritt.
Mache klar, dass an die Person zu denken und nach vorn zu schauen sich nicht ausschließt.
Übe keinen Druck aus, Zukunft positiv zu sehen; das Kapitel darf offen und unsicher bleiben.
Kein „Alles wird gut“, keine Bewertung, kein Druck.
- kein „Alles wird gut“
- kein Druck, nach vorn zu schauen
- Zukunft darf offen bleiben
- keine Bewertung
- nicht in akuter Krise einsetzen
Zukunftsgedanken dürfen kommen und wieder gehen. Setzen Sie diese Übung sparsam und nur ein, wenn die Zeit reif ist.
Mit der Bildkarte „Der Horizont“ (031) kombinierbar. Sehr behutsam dosieren.
Schreibübung
10Mal- und Gestaltungsübungen
Gestalten erreicht, was Worte oft nicht können. Diese Übungen geben Gefühlen über Farbe, Form und Material einen Ausdruck, der nicht erklärt werden muss. Sie üben dabei, das Tun zu würdigen statt das Ergebnis zu bewerten.
Mein Gefühl in Farben
Kinder 6–13
Eine abstrakte Malübung, die ein Gefühl in Farbe und Form übersetzt.
Wenn Gefühle schwer zu benennen sind. Einzel oder Gruppe.
- Papier
- Farben oder Stifte
- ruhiger Raum
Erstelle eine Anleitung für trauernde Kinder (6–13), ein gerade vorhandenes Gefühl rein in Farben und Formen zu malen — ohne gegenständlich werden zu müssen.
Mache klar, dass es kein richtig oder falsch gibt und das Bild niemandem erklärt werden muss.
Lade ein, beim Malen das Tempo selbst zu bestimmen.
Keine Bewertung, keine Deutung des Bildes, kein Druck.
- keine Deutung des Bildes durch Erwachsene
- keine Bewertung
- kein Erklärzwang
- kein Druck
- freiwillig
Interpretieren Sie das Bild nicht. Fragen Sie höchstens offen, ob das Kind etwas dazu sagen möchte.
Mit Musik im Hintergrund. Für die Gruppe als stilles Parallel-Malen.
Gestaltungsübung
Mein sicherer Ort, gemalt
Kinder 6–13
Eine Gestaltungsübung, die einen inneren Schutzraum sichtbar macht.
Zur Stabilisierung; ergänzt die Bildkarte vom sicheren Ort. Einzel oder Gruppe.
- Papier
- Farben oder Stifte
Erstelle eine Anleitung für trauernde Kinder (6–13), ihren eigenen sicheren Ort zu malen — einen Platz, an dem sie sich geborgen fühlen, real oder ausgedacht.
Lade ein, hineinzulegen, was Sicherheit gibt: Menschen, Tiere, Gegenstände, Licht.
Mache klar, dass dieser Ort ganz dem Kind gehört.
Keine Vorgaben, keine Bewertung, kein Druck.
- keine Vorgaben zum Aussehen
- keine Bewertung
- Ort gehört dem Kind
- kein Druck
- freiwillig
Der gemalte Ort kann später als inneres Bild zur Beruhigung dienen. Lassen Sie das Kind ihn frei gestalten.
Mit der Bildkarte „Sicherer Ort am Waldweg“ (001) kombinierbar. Als wiederkehrendes Motiv.
Gestaltungsübung
Die Erinnerung als Bild
Kinder 6–13
Eine Malübung, die eine schöne Erinnerung festhält.
Ruhiger Erinnerungsmoment; für Kinder, die lieber malen als sprechen.
- Papier
- Farben oder Stifte
Erstelle eine Anleitung für trauernde Kinder (6–13), eine schöne Erinnerung mit der verstorbenen Person zu malen — einen Moment, einen Ort, eine gemeinsame Sache.
Lade ein, Farben und Details so zu wählen, wie es sich richtig anfühlt.
Lass Raum, falls das Malen Tränen bringt; das ist in Ordnung.
Keine Bewertung, kein Vollständigkeitsanspruch, kein Druck.
- keine Bewertung
- kein Vollständigkeitsanspruch
- Tränen erlaubt
- keine Todesdetails
- freiwillig
Bleiben Sie ruhig dabei, wenn Gefühle hochkommen. Das Bild darf aufbewahrt oder verschenkt werden — das Kind entscheidet.
Als Serie über mehrere Erinnerungen. Für die Erinnerungskiste.
Gestaltungsübung
Gefühle formen
Kinder 6–13
Eine taktile Übung, die Gefühle aus Knete oder Ton formt.
Für Kinder, denen das Greifbare hilft. Einzel oder Gruppe.
- Knete oder Ton
- Unterlage
Erstelle eine Anleitung für trauernde Kinder (6–13), ein Gefühl aus Knete oder Ton zu formen — wie sieht es aus, wie groß ist es, wie fühlt es sich an.
Betone, dass es danach verändert, plattgedrückt oder aufbewahrt werden darf; das Gefühl ist formbar.
Mache klar, dass es kein richtig oder falsch gibt.
Keine Bewertung, keine Deutung, kein Druck.
- keine Deutung durch Erwachsene
- keine Bewertung
- Werk darf zerstört werden
- kein Druck
- freiwillig
Das Verändern oder Plattdrücken kann selbst entlasten — das Gefühl ist nicht unveränderlich. Lassen Sie das Kind führen.
Für die Gruppe als gemeinsame Form-Aktion. Mit der Übung „Wenn meine Trauer ein Tier wäre“ (077) verwandt.
Gestaltungsübung
Mandala der Ruhe
Kinder 8–13
Eine beruhigende Ausmal- oder Gestaltübung, die Konzentration und Ruhe fördert.
Zur Beruhigung in unruhigen Momenten oder als ruhiger Einstieg. Einzel oder Gruppe.
- Mandala-Vorlage oder Papier
- Stifte
Erstelle eine Anleitung für eine ruhige Mandala- oder Mustergestaltung für trauernde Kinder (8–13), die durch gleichmäßiges Ausmalen oder Zeichnen beruhigt.
Betone das ruhige, wiederholende Tun, nicht das Ergebnis.
Lade ein, Farben frei zu wählen und das Tempo selbst zu bestimmen.
Keine Bewertung, kein Leistungsanspruch, kein Druck.
- kein Leistungsanspruch
- keine Bewertung
- freie Farbwahl
- kein Druck
- freiwillig
Das gleichmäßige Tun wirkt beruhigend. Loben Sie die Ruhe dabei, nicht die Schönheit des Ergebnisses.
Als ruhiger Start jeder Sitzung. Für Jugendliche als Zentangle-Muster.
Gestaltungsübung
Die Gefühls-Wetterkarte
Kinder 6–10
Eine Malübung, die Gefühle als Wetter darstellt.
Niedrigschwelliger Gefühlsausdruck; gut für jüngere Kinder. Einzel oder Gruppe.
- Papier
- Stifte
Erstelle eine Anleitung für trauernde Kinder (6–10), ihre Gefühle als Wetter zu malen — Sonne, Wolken, Regen, Sturm, Regenbogen, vielleicht alles gleichzeitig.
Mache klar, dass jedes Wetter in Ordnung ist und sich ändern darf, wie echtes Wetter.
Lade ein, das eigene „Gefühlswetter“ von heute zu zeigen.
Kein Wetter ist „schlecht“, keine Bewertung, kein Druck.
- kein Gefühl als „schlecht“
- keine Bewertung
- Wechsel erlaubt
- kein Druck
- freiwillig
Das Wetterbild macht Gefühle leicht zeigbar. Reagieren Sie auf „Sturm“ mit Nähe, nicht mit Lösungsdruck.
Als tägliche kleine Wetterkarte. Für die Gruppe als gemeinsames Wetterbild.
Gestaltungsübung / Arbeitsblatt
Unser großes gemeinsames Bild
Kinder und Jugendliche (Gruppe)
Eine Gemeinschaftsgestaltung, die Verbundenheit in der Gruppe stärkt.
In Gruppe, Schule oder Wohngruppe; macht geteilte Trauer und Halt sichtbar.
- großes Papier oder Leinwand
- Farben, Stifte
- Tisch oder Boden
Erstelle eine Anleitung für ein großes gemeinsames Bild für eine Gruppe trauernder Kinder oder Jugendlicher — jede Person gestaltet einen eigenen Bereich, der Teil eines Ganzen wird.
Beschreibe, dass jede und jeder selbst entscheidet, was und wie viel sie beiträgt, und niemand mitmachen muss.
Betone das Verbindende, ohne zur Offenheit zu drängen.
Keine Bewertung, kein Teilnahmezwang, kein Druck.
- kein Teilnahmezwang
- keine Bewertung einzelner Beiträge
- freie Wahl des Inhalts
- kein Druck zur Offenheit
- Rückzug erlaubt
Stellen Sie sicher, dass Nicht-Mitmachen genauso in Ordnung ist. Das gemeinsame Werk zeigt: Niemand trauert allein.
Als wachsendes Wandbild über mehrere Treffen. Auch als gemeinsames Erinnerungsplakat.
Gruppenübung / Gestaltungsübung
12Wut, Schuld, Angst und Sprachlosigkeit
Trauer ist mehr als Traurigkeit. Wut, Schuld, Angst und Sprachlosigkeit gehören dazu und brauchen sichere Ausdrucksformen. Diese Übungen geben ihnen Raum, ohne sie zu bewerten, und entlasten besonders von Schuldgefühlen. Sie üben dabei, schwere Gefühle auszuhalten, statt sie wegzumachen.
Die Wut darf laut sein
Kinder 8–13
Ein Arbeitsblatt, das Wut und Schuldgefühlen sicheren Ausdruck gibt und entlastet.
Wenn Wut oder „Ich war schuld“-Gedanken auftauchen. Einzel oder Kleingruppe, nicht in akuter Krise.
- Papier
- kräftige Stifte
- alte Zeitung zum Zerreißen (optional)
- Umschlag
Erstelle ein einseitiges Arbeitsblatt für trauernde Kinder (8–13), das Wut und Schuldgefühle ernst nimmt und entlastet.
Lade ein, Wut sichtbar zu machen — kritzeln, schreiben, zerreißen — und benenne klar: Schuldgefühle sind bei Trauer normal, und das Kind trägt keine Schuld am Tod.
Baue einen ruhigen Abschluss ein (wegräumen oder aufbewahren — das Kind entscheidet).
Keine Schuldzuweisung, keine Todesdetails, kein Verharmlosen.
- keine Schuldzuweisung
- klare Entlastung von Schuld
- keine Todesdetails
- kein Verharmlosen der Gefühle
- Kind entscheidet über Aufbewahren
Wut ist Teil der Trauer. Korrigieren Sie Schuldgedanken ruhig und klar, ohne zu diskutieren. Verfestigen sie sich, ziehen Sie fachliche Begleitung hinzu.
Für Jugendliche als freies Blatt ohne Felder. Für die Gruppe als „Wut-Plakat“, das danach sicher entsorgt wird.
Arbeitsblatt
Schuld ablegen
Kinder 8–13
Eine Übung, die typische Schuldgedanken benennt und sichtbar entlastet.
Wenn ein Kind sich Vorwürfe macht. Behutsam, nicht in akuter Krise.
- Papier
- Stifte
- Stein oder kleiner Gegenstand (symbolisch)
Erstelle eine behutsame Übung für trauernde Kinder (8–13), die ihre Schuldgedanken aussprechen oder aufschreiben und ihnen klar und ruhig die Entlastung gegenüberstellen darf: Du trägst keine Schuld.
Nutze ein einfaches Symbol für das Ablegen — etwa einen Stein, der hingelegt wird.
Erkläre nicht den Tod und weise keine Schuld zu.
Keine Diskussion, keine Todesdetails, kein Druck.
- keine Schuldzuweisung
- klare, ruhige Entlastung
- keine Todesdetails
- keine Diskussion erzwingen
- behutsam dosieren
Wiederholen Sie die Entlastung so oft wie nötig, ruhig und ohne zu argumentieren. Bei hartnäckigen Schuldgefühlen: fachliche Hilfe.
Mit einem echten Stein als Ablege-Geste. Für Jugendliche als Gespräch statt Blatt.
Übungsanleitung / Arbeitsblatt
Die Angst bekommt einen Namen
Kinder 6–13
Eine Übung, die Ängste veräußerlicht und dadurch kleiner und besprechbar macht.
Wenn Ängste auftauchen (etwa um andere Bezugspersonen). Einzelgespräch.
- Papier
- Stifte
Erstelle eine Übung für trauernde Kinder (6–13), eine Angst zu benennen oder zu malen und ihr so ein Gegenüber zu geben — wie sieht sie aus, wann kommt sie, was würde ihr helfen, kleiner zu werden.
Würdige die Angst ernst und vermittle, dass man über sie sprechen kann, ohne ihr ausgeliefert zu sein.
Vermeide jede Dramatisierung und jedes Bagatellisieren.
Keine Bewertung, kein Druck, keine therapeutischen Versprechen.
- Angst weder dramatisieren noch bagatellisieren
- keine therapeutischen Versprechen
- keine Bewertung
- kein Druck
- freiwillig
Nehmen Sie die Angst ernst und benennen Sie, was real für Sicherheit sorgt. Bei lähmenden oder anhaltenden Ängsten: fachliche Hilfe.
Mit der Übung „Wenn meine Trauer ein Tier wäre“ (077) verwandt. Für Jugendliche als Gespräch.
Übungsanleitung
Wenn keine Worte da sind
Kinder und Jugendliche
Ein Angebot für nonverbalen Ausdruck, wenn Sprache fehlt.
Wenn ein Kind oder Jugendlicher sprachlos ist. Einzel, sehr behutsam.
- Symbolkarten, Papier, Farben
- ruhiger Raum
Erstelle ein Angebot für trauernde Kinder und Jugendliche, sich auszudrücken, wenn keine Worte da sind — über Zeigen auf Symbolkarten, Malen, eine Geste oder einfach gemeinsames Schweigen.
Mache klar, dass Sprachlosigkeit völlig in Ordnung ist und nicht überwunden werden muss.
Beschreibe, wie Erwachsene da bleiben, ohne Worte einzufordern.
Kein Sprechzwang, keine Suggestion, kein Druck.
- kein Sprechzwang
- Schweigen ausdrücklich erlaubt
- keine Suggestion
- kein Druck
- Da-Sein ohne Worte würdigen
Aushalten von Schweigen ist hier die eigentliche Hilfe. Bieten Sie nonverbale Wege an, ohne auf Sprache zu drängen.
Mit Gefühls- oder Symbolkarten. Auch als gemeinsames stilles Nebeneinander.
Gesprächsleitfaden / Übungsanleitung
Der Wut-Auslass
Kinder 8–13
Sichere, körperliche Wege, Wut herauszulassen.
Bei aufgestauter Wut; gibt Bewegung statt Worte. Zuhause oder Gruppe, mit Aufsicht.
- Kissen
- alte Zeitung
- Platz zum Bewegen
Erstelle eine Anleitung mit sicheren, körperlichen Wegen, Wut herauszulassen, für trauernde Kinder (8–13) — etwa in ein Kissen drücken, Papier zerreißen, stampfen, laut ausatmen oder rennen.
Betone, dass Wut erlaubt ist und einen sicheren Auslass braucht, der niemandem schadet.
Beschreibe einen ruhigen Abschluss zum Wieder-Herunterkommen.
Keine Gewalt gegen sich oder andere, keine gefährlichen Mittel, kein Druck.
- keine Gewalt gegen sich oder andere
- keine gefährlichen Mittel oder Schmerz
- Aufsicht bei Bedarf
- ruhiger Abschluss
- freiwillig
Begleiten Sie den Auslass und sorgen Sie für einen ruhigen Abschluss. Wut darf raus, solange niemand zu Schaden kommt.
Mit Bewegung an der frischen Luft. Für Jugendliche als Sport oder schnelles Gehen.
Übungsanleitung
Die Grübel-Schleife anhalten
Jugendliche 14–17
Eine Übung, die kreisende „Was wäre wenn“-Gedanken ordnet und unterbricht.
Bei Grübeln und Selbstvorwürfen. Nicht in akuter Krise.
- Papier
- Stift
Erstelle eine Übung für trauernde Jugendliche (14–17), kreisende „Was wäre wenn“- und Schuldgedanken aufzuschreiben und ihnen eine ruhige, entlastende Gegenstimme zur Seite zu stellen.
Mache klar, dass solche Gedanken bei Trauer häufig sind und kein Beweis für Schuld.
Biete einen kleinen Stopp-Anker an, um die Schleife zu unterbrechen, etwa eine feste Geste oder einen Satz.
Keine Schuldzuweisung, keine Todesdetails, keine therapeutischen Versprechen.
- keine Schuldzuweisung
- Grübeln normalisieren ohne zu verstärken
- keine Todesdetails
- keine therapeutischen Versprechen
- nicht in akuter Krise
Helfen Sie, die Gedanken zu benennen, ohne sich in ihnen zu verlieren. Bei quälendem, anhaltendem Grübeln: fachliche Hilfe.
Mit einem körperlichen Stopp-Anker (z. B. Füße spüren). Sparsam einsetzen.
Übungsanleitung / Arbeitsblatt
Große Angst, kleine Schritte
Kinder 10–13
Eine Übung, die Ängste sortiert und einen winzigen machbaren Schritt findet.
Bei Vermeidungs- oder Sorgegedanken im Alltag. Behutsam, nicht therapeutisch gemeint.
- Papier
- Stifte
Erstelle eine Übung für trauernde Kinder (10–13), ihre Sorgen oder Ängste aufzuschreiben und nach „heute schon machbar“ bis „noch zu groß“ zu ordnen.
Hilf, einen einzigen, winzigen machbaren Schritt zu finden, und würdige jeden Versuch.
Mache klar, dass nichts erzwungen wird und Tempo das Kind bestimmt.
Keine Konfrontation mit Großem, keine therapeutischen Versprechen, kein Druck.
- keine erzwungene Konfrontation
- Tempo bestimmt das Kind
- keine therapeutischen Versprechen
- jeden Versuch würdigen
- kein Druck
Bleiben Sie bei wirklich kleinen Schritten. Diese Übung ersetzt keine Angsttherapie; bei lähmenden Ängsten holen Sie fachliche Hilfe.
Als „Mut-Treppe“ mit einer Stufe pro Woche. Für Jugendliche selbstbestimmter.
Übungsanleitung / Arbeitsblatt
Stumm zeigen
Kinder und Jugendliche
Eine Übung, Gefühle ganz ohne Worte über Gesten oder Karten zu zeigen.
Wenn Sprechen zu viel ist, ein Zeigen aber möglich. Einzel oder Gruppe.
- Gefühls- oder Symbolkarten
- ruhiger Raum
Erstelle eine Anleitung für trauernde Kinder und Jugendliche, ihr aktuelles Gefühl ganz ohne Worte zu zeigen — über eine Karte, eine Geste, eine Körperhaltung oder eine Farbe.
Mache klar, dass dies eine vollwertige Form der Mitteilung ist und kein Sprechen verlangt wird.
Beschreibe, wie Erwachsene das Gezeigte ruhig annehmen, ohne nachzubohren.
Kein Sprechzwang, keine Bewertung, kein Druck.
- kein Sprechzwang
- Zeigen als vollwertige Mitteilung anerkennen
- kein Nachbohren
- keine Bewertung
- freiwillig
Nehmen Sie das Gezeigte ernst und bestätigen Sie es schlicht. Nicht jedes Gefühl muss erklärt werden.
Mit der Gefühls-Ampel (038) oder Symbolkarten. Für die Gruppe als stilles Zeigen reihum.
Übungsanleitung / Gesprächsleitfaden
Phase 5 — Zwischen Trauer und Alltag
Diese Phase macht das Dual-Process-Modell praktisch: Trauern und ganz normal weiterleben dürfen sich abwechseln. Die Materialien entlasten von der Schuld, die entsteht, wenn ein Kind lacht, spielt oder den Verlust zeitweise vergisst.
14Dual-Process-Materialien
Trauern und ganz normal weiterleben dürfen sich abwechseln — das ist gesund, kein Widerspruch. Diese Materialien machen das Pendeln zwischen Schmerz und Alltag begreifbar und entlasten von der Schuld, die beim Lachen oder Vergessen entsteht. Sie üben dabei, Freude nicht gegen Trauer auszuspielen.
Trauer-Insel und Alltags-Insel
Kinder 8–13
Ein Bild-/Arbeitsmaterial, das das Pendeln zwischen Trauer und Alltag begreifbar macht.
Wenn Kinder sich schuldig fühlen, weil sie auch spielen und lachen. Einzel oder Gruppe.
- Arbeitsblatt mit zwei Inseln
- Stifte
- Klebepunkte
Erstelle ein Erklär- und Arbeitsmaterial für Kinder (8–13) mit zwei Inseln — einer Trauer-Insel und einer Alltags-Insel — verbunden durch eine Brücke.
Vermittle ruhig: Es ist normal und gesund, zwischen beiden zu pendeln. Spielen, lachen und zeitweises Vergessen ist kein Verrat.
Lade ein, mit Stiften oder Klebepunkten zu zeigen, was auf welcher Insel passiert.
Keine Insel ist „besser“, keine Schuldverstärkung, keine Todesdetails.
- keine Insel als „besser“
- kein Druck, weniger zu trauern oder mehr zu funktionieren
- keine Schuldverstärkung
- keine Todesdetails
- Tempo bestimmt das Kind
Normalisieren Sie das Pendeln ausdrücklich. Erreicht ein Kind die Alltags-Insel gar nicht mehr oder steckt dauerhaft fest, suchen Sie fachlichen Rat.
Für Jugendliche abstrakter als „zwei Modi“. Für die Gruppe als große gemeinsame Landkarte.
Arbeitsblatt / Bildkarte
Die Pendel-Uhr
Kinder 8–13
Eine Übung, die bewusst macht, dass Gefühle über den Tag hin- und herpendeln.
Um den Wechsel der Zustände zu normalisieren. Einzel oder Gruppe.
- Papier
- Stifte
Erstelle eine Übung für trauernde Kinder (8–13), den Tag wie eine Uhr zu betrachten, in der sich traurige und leichtere Zeiten abwechseln.
Lade ein, zu zeigen, wann es heute eher schwer und wann eher leichter war.
Vermittle, dass dieses Hin und Her gesund ist und niemand den ganzen Tag traurig sein muss.
Keine Bewertung, kein Zwang, keine Todesdetails.
- kein Zwang zu einer Stimmung
- keine Bewertung
- Wechsel als gesund vermitteln
- keine Todesdetails
- freiwillig
Das sichtbare Auf und Ab entlastet: Kein Gefühl bleibt für immer. Drängen Sie nicht auf die leichteren Zeiten.
Als Wochenrückblick. Für Jugendliche als Stimmungskurve.
Übungsanleitung / Arbeitsblatt
Pausen sind erlaubt
Kinder und Jugendliche
Ein Material, das Trauerpausen ausdrücklich legitimiert.
Wenn ein Kind glaubt, ununterbrochen trauern zu müssen. Entlastend.
- Papier
- Stifte
Erstelle ein kurzes, entlastendes Material für trauernde Kinder und Jugendliche, das deutlich macht: Pausen von der Trauer sind erlaubt und notwendig.
Beschreibe, dass Spielen, Lachen oder Abschalten Kraft gibt und die Liebe zur Person nicht schmälert.
Lade ein, sich eine bewusste kleine Pause zu erlauben.
Kein Zwang zur Pause, keine Bewertung, kein Druck.
- kein Zwang zur Pause
- Pause nicht gegen Trauer ausspielen
- keine Bewertung
- kein Druck
- freiwillig
Sprechen Sie die Erlaubnis offen aus und leben Sie sie vor. Erschöpfte Trauer braucht Pausen wie der Körper Schlaf.
Als „Pausen-Erlaubnisschein“. Für die Gruppe als gemeinsame Vereinbarung.
Postertext / Arbeitsblatt
Mein Tag in zwei Farben
Kinder 8–13
Eine Übung, die die Anteile von Schwerem und Leichtem an einem Tag sichtbar macht.
Um zu zeigen, dass beides Platz hat. Einzel oder Gruppe.
- Papier
- zwei Farben
Erstelle eine Übung für trauernde Kinder (8–13), ihren Tag mit zwei Farben darzustellen — eine für schwere, eine für leichtere Momente — und die Anteile frei zu verteilen.
Mache klar, dass jede Verteilung in Ordnung ist und sich täglich ändern darf.
Würdige, dass auch an schweren Tagen Leichtes vorkommen darf und umgekehrt.
Keine Bewertung, kein Zielbild, keine Todesdetails.
- kein Zielbild der Verteilung
- keine Bewertung
- Wechsel erlaubt
- keine Todesdetails
- freiwillig
Es geht nicht darum, dass die „leichte“ Farbe wächst. Beide Farben dürfen einfach da sein.
Als Wochenstreifen. Für Jugendliche als Balken oder Prozentbild.
Gestaltungsübung / Arbeitsblatt
Die Erlaubnis-Karte
Kinder und Jugendliche
Eine kleine Karte, die ausdrücklich erlaubt, zu leben und zu lachen.
Bei Schuldgefühlen über Freude. Zum Mitnehmen.
- Kartenrohling
- Stifte
Erstelle eine kleine „Erlaubnis-Karte“ für trauernde Kinder und Jugendliche, die in klaren, warmen Worten erlaubt: Du darfst lachen, spielen, Pausen machen und auch mal vergessen — das ist kein Verrat.
Halte den Text kurz und tröstlich, ohne Floskeln.
Lade ein, die Karte mitzunehmen und bei Schuldgefühlen anzusehen.
Kein „Alles wird gut“, keine Bewertung, kein Druck.
- kein „Alles wird gut“
- keine Floskeln
- Freude nicht gegen Trauer ausspielen
- keine Bewertung
- freiwillig
Diese Karte wirkt gegen die verbreitete Schuld, sich Gutes zu erlauben. Lesen Sie sie bei Bedarf gemeinsam.
Vom Kind selbst gestaltet. Für die Gruppe als gemeinsames Plakat.
Kartenset / Postertext
Was mich durch den Tag trägt
Kinder 8–13
Eine Übung, die Alltagsanker und Kraftquellen sichtbar macht.
Zur Stärkung der alltagsorientierten Seite. Einzel oder Gruppe.
- Papier
- Stifte
Erstelle eine Übung für trauernde Kinder (8–13), die Dinge zu sammeln, die sie durch den Tag tragen — Routinen, Menschen, Tätigkeiten, kleine Freuden.
Würdige diese Alltagsanker als wichtig und gesund, ohne die Trauer zu verdrängen.
Lade ein, daraus eine kleine sichtbare Sammlung zu machen.
Keine Bewertung, kein Leistungsanspruch, kein Druck.
- Alltag nicht gegen Trauer ausspielen
- keine Bewertung
- kein Leistungsanspruch
- kein Druck
- freiwillig
Alltagsanker sind keine Ablenkung, sondern Erholung. Helfen Sie, sie bewusst wahrzunehmen.
Als „Kraftquellen“-Plakat. Mit der Frage „Was hilft dir?“ (037) verwandt.
Arbeitsblatt / Gestaltungsübung
Hin und her ist okay
Jugendliche 14–17
Ein Reflexionsmaterial, das das Pendeln für Jugendliche normalisiert.
Wenn Jugendliche ihr widersprüchliches Erleben irritiert. Einzel oder Gruppe.
- Papier
- Stift
Erstelle ein kurzes Reflexionsmaterial für trauernde Jugendliche (14–17), das erklärt, warum sich Trauer in Wellen bewegt und man zwischen Funktionieren und Schmerz hin- und herwechselt.
Vermittle, dass dieses Hin und Her normal und gesund ist, kein Zeichen von Instabilität.
Lade zu einer kurzen Reflexion ein, wo man gerade steht, ohne Bewertung.
Kein Idealzustand, keine Bewertung, kein Druck.
- kein angestrebter Idealzustand
- keine Bewertung
- Pendeln als gesund vermitteln
- kein Druck
- freiwillig
Das Wissen, dass das Auf und Ab normal ist, entlastet viele Jugendliche spürbar. Bestätigen Sie es klar.
Als kurzer Infotext mit Reflexionsfrage. Mit der Bildkarte „Zwischen den Welten“ (022) kombinierbar.
Reflexionsbogen
Phase 6 — Rituale geben Halt
Wiederkehrende Rituale geben Trauer eine Form und dem Alltag Struktur. Diese Phase übt einfache, freiwillige Rituale für zuhause und für Schule, Gruppe oder Wohngruppe — stabilisierend, abbrechbar und ohne religiöse Vorgaben.
7Rituale für Zuhause
Wiederkehrende Rituale geben der Trauer eine Form und dem Alltag Struktur. Diese Rituale für zuhause sind einfach, freiwillig und jederzeit abbrechbar — und kommen ohne religiöse Vorgaben aus. Sie üben dabei, Halt durch Wiederholung zu schaffen, ohne Pflicht zu erzeugen.
Das Licht zur guten Nacht
Kinder 6–13, Familien
Ein einfaches Abendritual, das Erinnerung in den Alltag holt (Continuing Bonds).
Wiederkehrend, besonders an schweren Tagen. Freiwillig, abbrechbar.
- LED-Licht oder Kerze
- Erinnerungsgegenstand
- Decke
Schreibe eine kurze, warme Ritualanleitung (max. 1 Seite) für Familien mit trauernden Kindern (6–13), die ein kleines Licht und einen Erinnerungsgegenstand nutzt.
Beschreibe drei einfache Schritte in ruhiger Sprache und baue eine Stelle ein, an der das Kind etwas sagen darf — aber nicht muss.
Das Ritual soll beruhigen und endet ruhig und offen.
Keine religiöse Deutung, kein Loslassen-Müssen, kein großes Finale.
- kein „Du musst loslassen“
- keine religiöse Deutung ohne Wunsch
- keine Dramatisierung
- kein Sprechzwang
- keine offene Flamme bei kleinen Kindern
Wiederholung gibt Halt — das Ritual darf jeden Abend gleich sein. Möchte das Kind heute nicht, ist das in Ordnung. Sie dürfen mittrauern.
Für die Wohngruppe als gemeinsames Licht. Für Jugendliche reduzierter und selbstbestimmt.
Ritualanleitung
Der besondere Tag im Jahr
Familien, Kinder und Jugendliche
Ein wiederkehrendes Ritual für Jahrestage, das gemeinsam gestaltet wird.
Am Todestag oder einem selbst gewählten Erinnerungstag. Jährlich.
- je nach Gestaltung unterschiedlich
Erstelle eine flexible Ritualanleitung für Familien, einen jährlichen Erinnerungstag für die verstorbene Person zu gestalten — gemeinsam und nach eigenen Vorstellungen.
Biete mehrere Bausteine an (ein Lieblingsessen, ein Spaziergang, Erinnerungen teilen) und betone, dass die Familie frei wählt und das Kind mitbestimmen darf.
Mache klar, dass der Tag schwer und schön zugleich sein darf.
Kein vorgeschriebener Ablauf, keine religiöse Vorgabe, kein Druck.
- kein vorgeschriebener Ablauf
- Kind darf mitbestimmen
- keine religiöse Vorgabe
- schwer und schön dürfen nebeneinander sein
- kein Druck
Planen Sie den Tag gemeinsam und lassen Sie das Kind Bausteine wählen. Ein vorbereiteter Tag nimmt oft die Angst vor ihm.
Auch ein selbst gewählter schöner Tag statt des Todestags. Über die Jahre wandelbar.
Ritualanleitung
Der Geburtstag der Person
Familien, Kinder
Ein Ritual, das den Geburtstag der verstorbenen Person würdevoll begeht.
Am Geburtstag der Person; macht aus einem schweren Tag einen verbindenden.
- Kerze oder LED-Licht
- Lieblingsessen oder -lied (optional)
Erstelle eine Ritualanleitung, den Geburtstag der verstorbenen Person als Familie zu begehen — etwa mit dem Lieblingskuchen, einem Lied oder dem Erzählen schöner Geschichten.
Beschreibe, dass Freude und Trauer an diesem Tag beide Platz haben.
Lade das Kind ein, eine eigene kleine Idee beizutragen.
Kein Zwang zur Feier, keine religiöse Vorgabe, kein Druck.
- kein Zwang zur Feier
- Freude und Trauer nebeneinander
- keine religiöse Vorgabe
- Kind darf mitgestalten
- kein Druck
Den Geburtstag bewusst zu begehen kann verbinden statt belasten. Lassen Sie das Kind das Maß mitbestimmen.
Mit der Briefübung (105) am Geburtstag. Für die Gruppe als Erinnerungsmoment.
Ritualanleitung
Der Erinnerungsspaziergang
Familien, Kinder und Jugendliche
Ein bewegtes Ritual, das Erinnern mit Gehen und frischer Luft verbindet.
Wiederkehrend; gut für Familien, denen Bewegung leichter fällt als Stillsitzen.
- bequeme Schuhe
- ein Lieblingsort (optional)
Erstelle eine Anleitung für einen Erinnerungsspaziergang für Familien — ein gemeinsamer Weg, auf dem man erzählen, schweigen oder einfach gehen darf.
Schlage vor, einen Ort zu wählen, der mit der Person verbunden ist, oder einfach in die Natur zu gehen.
Betone, dass Reden auf dem Weg leichter fällt, aber nicht sein muss.
Kein Gesprächszwang, keine Todesdetails, kein Druck.
- kein Gesprächszwang
- Schweigen erlaubt
- keine Todesdetails
- kein Druck
- freiwillig
Beim Gehen entstehen Gespräche oft von selbst — oder eben nicht. Beides ist gut. Bewegung tut der Trauer häufig wohl.
Als regelmäßiger Sonntagsspaziergang. Für Jugendliche auch allein mit Musik.
Ritualanleitung
Das Wochen-Innehalten
Familien, Kinder
Ein kurzes wöchentliches Ritual, das der Trauer einen festen, begrenzten Raum gibt.
Einmal pro Woche, kurz; gibt Struktur, ohne den Alltag zu überfrachten.
- Licht oder Erinnerungsgegenstand
- ruhiger Moment
Erstelle eine Anleitung für ein kurzes wöchentliches Innehalten für Familien — ein fester, kleiner Moment, in dem an die Person gedacht werden darf.
Beschreibe einen einfachen, gleichbleibenden Ablauf von wenigen Minuten.
Betone, dass dieser feste Rahmen entlasten kann, weil die Trauer einen Platz hat — und der restliche Alltag freier wird.
Kein Zwang, keine religiöse Vorgabe, kein Druck.
- kein Zwang teilzunehmen
- keine religiöse Vorgabe
- kurz halten, nicht überfrachten
- kein Druck
- freiwillig
Ein fester kleiner Trauerraum hilft manchen Kindern, den Rest der Woche leichter zu erleben. Halten Sie ihn kurz.
Als Sonntagabend-Ritual. Für Jugendliche selbstbestimmt und allein.
Ritualanleitung
Der Platz bei Festen
Familien, Kinder
Ein Ritual, das die Person bei Festen symbolisch dabei sein lässt.
Bei Familienfesten, an denen die Lücke besonders spürbar ist.
- ein Platz, eine Kerze oder ein Foto
Erstelle eine Anleitung für Familien, die verstorbene Person bei Festen symbolisch dabei zu haben — etwa durch einen gedeckten Platz, eine Kerze oder ein kleines Erinnern zu Beginn.
Beschreibe, dass dies die Lücke würdigt, ohne das Fest zu überschatten.
Lade das Kind ein, die Geste mitzugestalten oder auch abzulehnen.
Kein Zwang, keine Grab- oder Altarästhetik, keine religiöse Vorgabe.
- kein Zwang zur Geste
- keine Grab- oder Altarästhetik
- keine religiöse Vorgabe
- Fest nicht überschatten
- Kind darf ablehnen
Eine kleine Geste zu Beginn würdigt die Lücke und macht das Fest oft leichter. Halten Sie sie schlicht.
Auch ein kurzer gemeinsamer Gedanke vor dem Essen. An den Bedürfnissen der Kinder ausrichten.
Ritualanleitung
Anzünden und erzählen
Familien, Kinder und Jugendliche
Ein Ritual, das Licht mit dem Teilen einer Erinnerung verbindet.
An schweren Abenden oder besonderen Tagen. Wiederkehrend möglich.
- Kerze oder LED-Licht
- ruhiger Rahmen
Erstelle eine Ritualanleitung für Familien: ein Licht anzünden und reihum eine kleine Erinnerung an die Person teilen — wer mag, wer nicht mag, hört einfach zu.
Betone, dass jede und jeder passen darf und auch ein einziges Wort genügt.
Beschreibe einen ruhigen Abschluss.
Kein Erzählzwang, keine religiöse Vorgabe, keine offene Flamme bei kleinen Kindern.
- kein Erzählzwang, Passen erlaubt
- keine religiöse Vorgabe
- keine offene Flamme bei kleinen Kindern
- ruhiger Abschluss
- freiwillig
Beginnen Sie selbst, damit es leichter fällt. Niemand muss etwas sagen — Zuhören ist genug.
Für die Gruppe als Erinnerungskreis. An Jahrestagen besonders passend.
Ritualanleitung
Das Ritual für schwere Übergänge
Kinder und Jugendliche
Ein Ritual, das bei Übergängen ohne die Person Halt gibt (Einschulung, Umzug, Feiertage).
Vor oder an Schwellen, die ohne die Person besonders schwer sind.
- ein Erinnerungsgegenstand oder Foto
- ruhiger Moment
Erstelle eine Anleitung für ein kleines Ritual, das Kindern und Jugendlichen bei Übergängen ohne die verstorbene Person Halt gibt — etwa vor einem ersten Schultag, einem Umzug oder einem Feiertag.
Beschreibe, wie man die Person symbolisch mitnimmt, etwa durch einen kleinen Gegenstand.
Würdige, dass solche Schwellen besonders schwer sein können.
Kein Zwang, keine Dramatisierung, kein Druck.
- kein Zwang
- keine Dramatisierung der Schwelle
- keine religiöse Vorgabe
- kein Druck
- freiwillig
Übergänge machen Verluste neu spürbar. Ein kleiner mitgenommener Gegenstand kann hier sehr stützen.
Als „Mut-Gegenstand“ in der Tasche. Mit dem Erinnerungsstein (053) kombinierbar.
Ritualanleitung
Ziehen lassen und behalten
Kinder 8–13, Jugendliche
Ein symbolisches Ritual, das Loslassen und Verbundenbleiben zugleich erlaubt.
Im weiteren Verlauf, wenn das Kind etwas symbolisch ziehen lassen möchte — ohne die Verbindung aufzugeben.
- Papier, ein Blatt, ein Samenkorn o. Ä.
- ruhiger Ort
Erstelle eine behutsame Ritualanleitung für Kinder (8–13) und Jugendliche, etwas symbolisch ziehen zu lassen — eine Sorge, eine Schuld, eine Schwere — und zugleich etwas zu behalten, das die Verbindung zur Person bewahrt.
Mache klar: Loslassen meint hier eine Last, niemals die Person oder die Erinnerung.
Beschreibe eine sanfte Geste (etwa ein Blatt ins Wasser legen) und ein bewusstes Behalten (etwas in die Erinnerungskiste).
Kein „Du musst die Person loslassen“, keine religiöse Vorgabe, kein Druck.
- Loslassen meint eine Last, nie die Person
- kein „Du musst loslassen“
- keine religiöse Vorgabe
- Verbindung bleibt erhalten
- freiwillig
Achten Sie auf die feine, wichtige Unterscheidung: Eine Schwere darf ziehen, die Verbindung bleibt. So entsteht kein Druck zum Abschiednehmen.
Mit Naturmaterialien draußen. Sehr behutsam und nur, wenn das Kind es möchte.
Ritualanleitung
8Rituale für Schule, Gruppe und Wohngruppe
Trauer findet auch in Klassen, Gruppen und Wohngruppen statt. Diese Rituale geben gemeinsamer Trauer einen würdevollen Rahmen und achten zugleich das Recht jedes Einzelnen, nicht teilzunehmen. Sie üben dabei, Gemeinschaft zu stiften, ohne jemanden zu drängen.
Die Erinnerungsecke
Schule, Gruppe, Wohngruppe
Eine gemeinsame, würdevolle Ecke für Erinnerung und Innehalten.
Dauerhaft eingerichtet; ein Ort, den Kinder bei Bedarf aufsuchen können.
- kleiner Tisch oder Regal
- LED-Licht
- Tuch
- Platz für Bilder und Zettel
Erstelle eine Anleitung, in einer Gruppe, Klasse oder Wohngruppe eine würdevolle Erinnerungsecke einzurichten — ein ruhiger Ort mit Licht, an dem Kinder Bilder, Zettel oder kleine Dinge ablegen dürfen.
Beschreibe, dass die Ecke freiwillig genutzt wird und ein Rückzugsort sein darf.
Achte auf eine ruhige, würdevolle Gestaltung ohne Grab- oder Altarästhetik.
Keine religiösen Vorgaben, keine Pflicht zur Nutzung, keine Todesdetails.
- keine Grab- oder Altarästhetik
- keine religiösen Vorgaben
- freiwillige Nutzung
- keine Todesdetails
- würdevoll und ruhig
Stimmen Sie die Ecke mit der Gruppe ab. Sie wirkt am besten, wenn die Kinder sie mitgestalten dürfen.
Temporär zu Jahrestagen oder dauerhaft. In der Schule auch als kleiner Klassenaltar ohne religiöse Symbole.
Ritualanleitung / Materialliste
Der Kreis des Erinnerns
Gruppe, Wohngruppe
Ein Stuhlkreis-Ritual, in dem Erinnerungen geteilt werden dürfen.
In angeleiteten Gruppenstunden; macht geteilte Trauer sichtbar.
- Stuhlkreis
- Licht oder Gegenstand zum Weitergeben
Erstelle eine Anleitung für einen Erinnerungskreis in einer Gruppe trauernder Kinder oder Jugendlicher: Ein Gegenstand oder Licht wird weitergegeben, wer mag, sagt etwas, wer nicht mag, gibt weiter.
Beschreibe klare, sichere Regeln: ausreden lassen, nicht bewerten, passen ist erlaubt.
Sorge für einen ruhigen Einstieg und Abschluss.
Kein Redezwang, keine Bewertung, keine Todesdetails.
- kein Redezwang, Passen erlaubt
- keine Bewertung von Beiträgen
- ausreden lassen
- keine Todesdetails
- ruhiger Rahmen
Klare Regeln geben Sicherheit. Halten Sie das Tempo ruhig und schützen Sie jede und jeden, der passt.
Mit einer Leitfrage oder ganz offen. Für jüngere Kinder kürzer und konkreter.
Gruppenübung / Ritualanleitung
Das gemeinsame Licht
Schule, Gruppe, Wohngruppe
Ein schlichtes Licht-Ritual als gemeinsames Innehalten.
Zu Beginn einer Stunde oder an einem Gedenktag.
- LED-Licht oder Kerze
- ruhiger Rahmen
Erstelle eine kurze Anleitung für ein gemeinsames Licht-Ritual in einer Gruppe oder Klasse: ein Licht wird entzündet, es folgt ein kurzer ruhiger Moment, dann wird es wieder gelöscht.
Beschreibe einen einfachen, würdevollen Ablauf von wenigen Minuten.
Betone, dass Stille genügt; niemand muss sprechen.
Keine religiösen Vorgaben, kein Sprechzwang, keine offene Flamme bei kleinen Kindern.
- keine religiösen Vorgaben
- kein Sprechzwang
- keine offene Flamme bei kleinen Kindern
- kurz und würdevoll
- freiwillig
Ein schlichtes Licht-Ritual trägt auch ohne Worte. Halten Sie es kurz und ruhig.
Mit einer kurzen stillen Minute. Auch zum Abschluss einer Stunde.
Ritualanleitung
Der Erinnerungsbaum
Schule, Gruppe, Wohngruppe
Ein gemeinsames Wandbild, an dem Erinnerungen als Blätter wachsen.
Über längere Zeit wachsend; macht Verbundenheit sichtbar.
- großer gemalter Baum oder Zweige
- Papierblätter
- Stifte
- Faden
Erstelle eine Anleitung für einen Erinnerungsbaum in einer Gruppe oder Klasse: An einen gemalten Baum oder echte Zweige werden Blätter mit Erinnerungen, guten Wünschen oder Namen gehängt.
Beschreibe, dass jede und jeder beiträgt, was möchte, und niemand muss.
Betone das Verbindende des wachsenden Bildes.
Keine Bewertung, kein Teilnahmezwang, keine Todesdetails.
- kein Teilnahmezwang
- keine Bewertung
- freie Wahl des Inhalts
- keine Todesdetails
- würdevoll
Der wachsende Baum zeigt über Wochen, wie viele tragen. Lassen Sie ihn langsam entstehen.
Auch als Erinnerungswand mit Karten. Für die Schule als Projekt einer Klasse.
Gruppenübung / Gestaltungsübung
Die stille Minute mit Wahl
Schule, Gruppe
Eine gemeinsame stille Minute, bei der jede Form der Teilnahme erlaubt ist.
An einem Gedenkmoment in Klasse oder Gruppe.
- ruhiger Rahmen
Erstelle eine Anleitung für eine gemeinsame stille Minute in Klasse oder Gruppe, bei der ausdrücklich jede Form der Teilnahme erlaubt ist: Augen offen oder zu, denken, beten, einfach dasitzen.
Beschreibe einen klaren, ruhigen Rahmen mit Anfang und Ende.
Betone, dass niemand etwas Bestimmtes fühlen oder tun muss.
Keine religiöse Vorgabe, kein vorgeschriebenes Erleben, kein Druck.
- keine religiöse Vorgabe
- jede Form der Teilnahme erlaubt
- kein vorgeschriebenes Erleben
- kein Druck
- klarer Rahmen
Sagen Sie vorab, dass alle Formen der Teilnahme in Ordnung sind. Das nimmt Druck und schließt niemanden aus.
Mit einem Licht verbunden. Auch sehr kurz an einem schweren Tag.
Ritualanleitung
Wenn die Klasse kondoliert
Schule
Ein Ritual, mit dem eine Klasse einem betroffenen Kind Anteilnahme zeigt.
Wenn ein Kind der Klasse einen nahen Menschen verloren hat.
- Karten oder gemeinsames Plakat
- Stifte
Erstelle eine Anleitung, wie eine Klasse einem trauernden Kind behutsam Anteilnahme zeigen kann — etwa mit einer gemeinsamen Karte, kurzen ehrlichen Worten oder einer kleinen Geste.
Hilf, Floskeln zu vermeiden und stattdessen einfach und ehrlich zu sein, etwa „Ich denke an dich“.
Beschreibe, dass das betroffene Kind selbst bestimmt, wie viel Aufmerksamkeit es möchte.
Keine Floskeln, keine Bloßstellung, keine Todesdetails.
- keine Floskeln wie „Alles wird gut“
- keine Bloßstellung des Kindes
- Kind bestimmt das Maß
- keine Todesdetails
- ehrlich und schlicht
Bereiten Sie die Klasse vor und fragen Sie das betroffene Kind, was ihm recht ist. Anteilnahme ja, Rampenlicht nein.
Eine gemeinsame Karte oder einzelne kurze Botschaften. Mit der Lehrkraft abgestimmt.
Ritualanleitung / Gesprächsleitfaden
Willkommen zurück
Schule, Gruppe, Wohngruppe
Ein behutsames Ritual, wenn ein trauerndes Kind nach einem Verlust zurückkehrt.
Beim ersten Wiederkommen nach Trauerfall oder Beerdigung.
- ruhiger Rahmen
- abgestimmte Geste
Erstelle eine Anleitung, wie eine Klasse oder Gruppe ein trauerndes Kind behutsam wieder aufnimmt — vorbereitet, ohne Anstarren, mit einer schlichten, vorher abgestimmten Geste.
Beschreibe, dass das Kind nicht erzählen muss und Normalität oft als wohltuend erlebt wird.
Hilf den anderen, da zu sein, ohne zu bedrängen.
Kein Ausfragen, keine Bloßstellung, keine Todesdetails.
- kein Ausfragen
- keine Bloßstellung
- Kind muss nichts erzählen
- keine Todesdetails
- Normalität anbieten
Stimmen Sie die Rückkehr vorab mit dem Kind ab. Viele wünschen sich Normalität, kein großes Aufheben.
Nur ein kurzes „Schön, dass du da bist“. Je nach Wunsch des Kindes minimal halten.
Gesprächsleitfaden / Ritualanleitung
Der Abschluss der Gruppe
Gruppe, Wohngruppe
Ein Ritual, das eine Trauergruppe würdevoll beendet.
Am Ende einer begleiteten Gruppe oder eines Angebots.
- Karten oder kleine Symbole
- Licht (optional)
Erstelle eine Anleitung für ein Abschlussritual einer Trauergruppe für Kinder oder Jugendliche — ein würdevoller Abschied, der das Geteilte würdigt und etwas zum Mitnehmen gibt.
Beschreibe, wie jede und jeder etwas behalten darf (eine Karte, ein Symbol) und betone, dass die entstandenen Verbindungen bleiben dürfen.
Sorge für einen ruhigen, hoffnungsvollen Abschluss.
Kein Druck zur Rührung, keine religiöse Vorgabe, keine Todesdetails.
- kein Druck zur Rührung
- keine religiöse Vorgabe
- keine Todesdetails
- Verbindungen dürfen bleiben
- würdevoll
Ein bewusster Abschluss hilft, das Erlebte zu würdigen. Geben Sie jedem etwas Konkretes zum Mitnehmen.
Mit Hinweisen auf weitere Anlaufstellen. Über die Beiträge der Teilnehmenden gestaltet.
Ritualanleitung
Phase 7 — Schwierige Wege behutsam gehen
Diese Phase widmet sich den sensibelsten Themen: Suizidtrauer, Schuldgefühle, Schweigen und Tabuisierung. Die Materialien arbeiten mit verschärften Schutzregeln und sind nur begleitet einzusetzen. Lesen Sie vorab unbedingt die Kapitel 5 und 6 aus Teil I.
25Schwierige Themen (Suizidtrauer, Schuld, Schweigen, Tabu)
Diese Materialien berühren die sensibelsten Felder und arbeiten mit verschärften Schutzregeln. Sie sind nur begleitet einzusetzen und nicht in akuten Krisen. Lesen Sie vorab die Kapitel 5 und 6 aus Teil I. Bei Suizidtrauer gilt durchgehend: keine Methode, keine Details, klare Entlastung von Schuld. „Die Quest“ ist Begleitung und kein Krisendienst.
Wenn jemand durch Suizid gestorben ist — behutsame Bildkarte
Kinder 10–13, Jugendliche 14–17 (begleitet)
Eine entlastende Bildkarte mit kurzem Begleittext bei Suizidverlust.
Nur in behutsamer Einzelbegleitung durch eine sichere erwachsene Person; nicht unbegleitet, nicht in akuter Krise.
- Bildkarte
- geschützter Raum
- Notfallnummern sichtbar bereitgelegt
Erstelle eine sehr behutsame Bildkarte mit kurzem Begleittext für Kinder (10–13) und Jugendliche (14–17), deren nahestehende Person durch Suizid gestorben ist.
Bildmotiv: ein ruhiger, geschützter Ort — eine Laterne, ein sicherer Platz unter weitem Sternenhimmel. Keine Andeutung der Todesart.
Begleittext (wenige klare Sätze): Entlaste ausdrücklich von Schuld — niemand, der zurückbleibt, ist schuld. Erlaube Wut, Liebe, Scham, Nichtverstehen und Schweigen nebeneinander. Verwende ausschließlich „durch Suizid gestorben“.
Beschreibe keine Methode, keine Details, keine Umstände. Romantisiere und dramatisiere nichts.
Schließe mit einem ruhigen Hinweis auf sichere Erwachsene und Hilfe rund um die Uhr, und mache klar: „Die Quest“ ist kein Krisendienst.
- nur „durch Suizid gestorben“ — keine Methode, keine Details
- keine Schuldzuweisung, ausdrückliche Entlastung
- kein Romantisieren oder Dramatisieren
- keine Andeutung der Todesart im Bild
- Verweis auf sichere Erwachsene und Krisenhilfe
Nur begleitet und außerhalb akuter Krisen einsetzen. Halten Sie Krisennummern bereit (u. a. Telefonseelsorge 0800 111 0 111, Nummer gegen Kummer 116 111, Notruf 112). Bei Hinweisen auf Selbstgefährdung sofort handeln.
Reine Bildkarte ohne Text für jüngere oder sehr belastete Kinder. Für Fachkräfte mit ergänzten regionalen Hilfsadressen.
Bildkartenbeschreibung + KI-Bildprompt + kurzer Begleittext
Du bist nicht schuld
Kinder 10–13, Jugendliche 14–17 (begleitet)
Ein entlastendes Material gegen Schuldgefühle bei Suizidverlust.
Behutsame Einzelbegleitung; nur außerhalb akuter Krisen.
- geschützter Raum
- Papier (optional)
Erstelle ein behutsames, entlastendes Material für Kinder (10–13) und Jugendliche (14–17), deren Mensch durch Suizid gestorben ist, das klar und ruhig der häufigen Schuld begegnet.
Benenne typische Schuldgedanken in entlastender Form und stelle ihnen eine eindeutige Botschaft gegenüber: Du trägst keine Schuld; ein Suizid hat viele Gründe, die niemand allein verursacht oder hätte verhindern können.
Erkläre nichts über Methode oder Umstände und weise keine Schuld an Dritte zu.
Keine Methode, keine Details, keine Schuldzuweisung, kein Druck.
- keine Methode, keine Details
- klare, wiederholbare Entlastung von Schuld
- keine Schuldzuweisung an Dritte
- kein Druck
- nur begleitet einsetzen
Wiederholen Sie die Entlastung ruhig und so oft wie nötig. Verfestigte Schuld braucht fachliche Begleitung.
Als Gesprächsleitfaden oder kurze Karte. Sehr behutsam dosieren.
Gesprächsleitfaden / Arbeitsblatt
So viele Gefühle auf einmal
Jugendliche 14–17 (begleitet)
Ein Material, das die widersprüchlichen Gefühle bei Suizidverlust nebeneinander erlaubt.
Behutsame Einzelbegleitung; wenn Wut, Liebe, Scham und Sehnsucht zugleich da sind.
- Papier
- Stifte
- geschützter Raum
Erstelle ein Material für trauernde Jugendliche (14–17) nach einem Suizidverlust, das die vielen gleichzeitigen Gefühle würdigt — Wut, Liebe, Scham, Sehnsucht, Erleichterung, Nichtverstehen.
Mache deutlich, dass all diese Gefühle nebeneinander bestehen dürfen und keines falsch ist, auch nicht Wut oder Erleichterung.
Lade ein, die eigenen Gefühle ohne Bewertung zu benennen oder zu gestalten.
Keine Methode, keine Details, keine Bewertung der Gefühle, kein Druck.
- keine Methode, keine Details
- alle Gefühle erlaubt, auch Wut oder Erleichterung
- keine Bewertung
- kein Druck
- nur begleitet einsetzen
Gerade Wut und Erleichterung lösen oft zusätzliche Scham aus. Versichern Sie, dass auch diese Gefühle normal und erlaubt sind.
Als Gefühlssammlung oder Gestaltung. Mit der Übung „Stumm zeigen“ (104) kombinierbar.
Arbeitsblatt / Gesprächsleitfaden
Wenn das Schweigen drückt
Kinder 10–13, Jugendliche 14–17 (begleitet)
Ein Material, das Tabuisierung und belastendes Schweigen in der Familie behutsam aufgreift.
Wenn ein Verlust in der Familie totgeschwiegen wird und das Kind darunter leidet.
- geschützter Raum
Erstelle ein behutsames Material für Kinder (10–13) und Jugendliche (14–17), die spüren, dass über den Verlust nicht gesprochen werden darf.
Benenne, dass Schweigen schützen, aber auch einsam machen kann, und dass das Kind keine Schuld am Schweigen der anderen trägt.
Zeige, dass es erlaubt ist, mit einer sicheren Person außerhalb der Familie zu sprechen.
Keine Methode, keine Details, keine Schuldzuweisung, kein Druck zum Bruch des Schweigens.
- keine Methode, keine Details
- keine Schuldzuweisung an das Kind oder die Familie
- kein Druck, das Schweigen zu brechen
- sichere Anlaufstellen aufzeigen
- nur begleitet einsetzen
Werten Sie die Familie nicht ab. Bieten Sie sich oder andere als sichere, verschwiegene Anlaufstelle an.
Als Gespräch oder kurzer Text. Mit Hinweis auf Beratungsstellen.
Gesprächsleitfaden
Fragen ohne Antwort
Jugendliche 14–17 (begleitet)
Ein Material, das das Nichtverstehen und die offenen Fragen bei Suizidverlust aushaltbar macht.
Behutsame Begleitung; wenn das „Warum“ quält.
- geschützter Raum
- Papier (optional)
Erstelle ein Material für trauernde Jugendliche (14–17) nach einem Suizidverlust, das dem quälenden „Warum“ und den offenen Fragen Raum gibt.
Mache deutlich, dass manche Fragen keine Antwort haben und dieses Nichtverstehen sehr schwer ist — und kein persönliches Versagen.
Lade ein, die Fragen auszusprechen oder aufzuschreiben, ohne sie beantworten zu müssen.
Keine Spekulation über Gründe, keine Methode, keine Details, kein Druck.
- keine Spekulation über Gründe
- keine Methode, keine Details
- Nichtverstehen normalisieren
- kein Antwortzwang
- nur begleitet einsetzen
Halten Sie das Offene mit aus, statt Erklärungen anzubieten. Ehrliches Mit-Nichtverstehen verbindet mehr als Antworten.
Als Frage-Sammlung ohne Antwortpflicht. Sehr behutsam.
Gesprächsleitfaden / Schreibübung
Wenn andere tuscheln
Jugendliche 14–17 (begleitet)
Ein Material gegen Scham und Stigma im Umfeld nach einem Suizidverlust.
Wenn Jugendliche Blicke, Gerüchte oder Stigma erleben.
- geschützter Raum
Erstelle ein stärkendes Material für trauernde Jugendliche (14–17) nach einem Suizidverlust, die Scham, Getuschel oder Stigma im Umfeld erleben.
Vermittle, dass die Art des Todes nichts über den Wert der Person oder über sie selbst aussagt und dass die Scham nicht ihnen gehört.
Hilf, zu überlegen, wem sie was anvertrauen möchten und wo Grenzen gut sind.
Keine Methode, keine Details, keine Schuldzuweisung, kein Druck.
- keine Methode, keine Details
- Scham nicht beim Jugendlichen verorten
- keine Schuldzuweisung
- Selbstbestimmung über Offenheit
- nur begleitet einsetzen
Bekräftigen Sie, dass die Todesart nichts über den Wert eines Menschen sagt. Unterstützen Sie selbstbestimmte Grenzen gegenüber dem Umfeld.
Mit Strategien für den Umgang mit Fragen anderer. Mit der Bildkarte „Allein in der Menge“ (027) verwandt.
Gesprächsleitfaden
Wenn der Tod plötzlich kam
Kinder 10–13, Jugendliche 14–17 (begleitet)
Ein Material für den Schock bei plötzlichem Verlust (Unfall, plötzlicher Tod).
Behutsame Begleitung; wenn der plötzliche, unerwartete Tod nachhallt.
- geschützter Raum
Erstelle ein behutsames Material für Kinder (10–13) und Jugendliche (14–17) nach einem plötzlichen, unerwarteten Verlust, das den Schock und das Gefühl der Unwirklichkeit würdigt.
Vermittle, dass Betäubung, Unglauben und ein Gefühl von Unwirklichkeit normale Reaktionen sind.
Biete Stabilisierung an (sichere Menschen, Routinen) und lass Raum, ohne den Hergang zu thematisieren.
Keine Details zum Hergang, keine Dramatisierung, keine Schuldzuweisung, kein Druck.
- keine Details zum Hergang
- keine Dramatisierung
- keine Schuldzuweisung
- Schockreaktionen normalisieren
- nur begleitet einsetzen
Stabilität geht hier vor Aufarbeitung. Sorgen Sie für Sicherheit und Routinen; bei anhaltendem Schock fachliche Hilfe hinzuziehen.
Mit körpernahen Stabilisierungsübungen aus Phase 1 koppeln.
Gesprächsleitfaden
Wenn die Trauer sehr lange dauert
Erwachsene (Begleitende)
Eine Orientierung für Erwachsene, wann eine erschwerte Trauer fachliche Hilfe braucht.
Für Begleitende, die unsicher sind, ob eine Trauer noch im normalen Rahmen liegt.
- —
Erstelle eine sachliche Orientierung für begleitende Erwachsene, woran sie erkennen können, dass ein trauerndes Kind oder Jugendlicher mehr als alltägliche Begleitung braucht.
Beschreibe in ruhiger, nicht pathologisierender Sprache mögliche Anzeichen wie anhaltender starker Rückzug, lang andauernde Schul-, Schlaf- oder Essprobleme oder ein Gefühl von Erstarrung über längere Zeit.
Betone, dass Trauer Zeit braucht und Schwankungen normal sind, und ermutige im Zweifel zu fachlicher Beratung.
Keine Diagnosen, kein Pathologisieren normaler Trauer, keine Methodenhinweise.
- keine Diagnosen
- normale Trauer nicht pathologisieren
- ruhige, nicht alarmierende Sprache
- im Zweifel zu Beratung ermutigen
- keine Selbstgefährdungsdetails
Diese Orientierung ersetzt keine Fachperson. Vertrauen Sie Ihrem Eindruck und holen Sie im Zweifel frühzeitig Rat.
Als Infokasten für Eltern oder Fachkräfte. Mit Verweis auf regionale Beratungsstellen.
Reflexionsbogen / Infotext
Sichere Erwachsene und Hilfe finden
Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Ein klares Ressourcen-Material, das sichere Anlaufstellen und Hilfsangebote sichtbar macht.
Als Beilage zu allen schwierigen Themen; gehört in jede Mappe zu Suizidtrauer.
- Ausdruck oder Aushang
Erstelle ein klares, ruhiges Ressourcen-Material, das Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zeigt, an wen sie sich in schweren Momenten wenden können.
Lade ein, eigene sichere Menschen zu benennen, und liste verlässliche Hilfsangebote in Deutschland auf: Nummer gegen Kummer Kinder- und Jugendtelefon 116 111, Elterntelefon 0800 111 0 550, Telefonseelsorge 0800 111 0 111 und 116 123, im Notfall 112.
Mache unmissverständlich klar: Bei akuter Gefahr sofort den Notruf wählen, und „Die Quest“ ist ein Begleitangebot, kein Krisendienst.
Keine Selbstgefährdungsdetails, keine Dramatisierung, ruhige Sprache.
- keine Selbstgefährdungsdetails
- klare Notfall-Botschaft
- verlässliche, aktuelle Nummern
- klare Abgrenzung: kein Krisendienst
- ruhige Sprache
Halten Sie dieses Blatt bei allen sensiblen Themen griffbereit. Prüfen Sie die Nummern regelmäßig auf Aktualität und ergänzen Sie regionale Stellen.
Als Aushang, Wallet-Karte und Webseiten-Baustein. Für Kinder kindgerecht bebildert.
Downloadvorlage / Postertext / Materialliste
Phase 8 — Mit Gruppen und Einrichtungen arbeiten
Trauer findet auch in Klassen, Wohngruppen und Einrichtungen statt. Diese Phase übt Angebote für Gruppen sowie für Schulsozialarbeit, Schule und soziale Einrichtungen — mit Rücksicht auf unterschiedliche Betroffenheit und das Recht jedes Einzelnen, nicht teilzunehmen.
19Schulsozialarbeit und Schule
Schule ist für trauernde Kinder oft zugleich Belastung und Halt. Diese Materialien unterstützen Schulsozialarbeit und Lehrkräfte dabei, sicher und behutsam zu reagieren. Sie üben, im System Schule Raum für Trauer zu schaffen, ohne ein Kind bloßzustellen.
Das Erstgespräch in der Schulsozialarbeit
Schulsozialarbeit
Ein Leitfaden für ein behutsames erstes Gespräch mit einem trauernden Kind.
Wenn ein Kind nach einem Verlust an die Schulsozialarbeit kommt oder vermittelt wird.
- ruhiger Raum
- etwas zu trinken
- Gesprächskarten (optional)
Erstelle einen Leitfaden für ein behutsames Erstgespräch der Schulsozialarbeit mit einem trauernden Kind.
Beschreibe einen ruhigen Einstieg, das Angebot von Sicherheit und Vertraulichkeit (mit ihren Grenzen) und offene, nicht ausfragende Impulse.
Betone, dass das Kind das Tempo bestimmt und nichts erzählen muss.
Kein Ausfragen, keine Todesdetails, keine Versprechen über Vertraulichkeit, die nicht haltbar sind.
- kein Ausfragen
- keine Todesdetails
- Grenzen der Vertraulichkeit ehrlich benennen
- Kind bestimmt Tempo
- kein Druck
Klären Sie früh und ehrlich, was vertraulich bleibt und was nicht. Sicherheit entsteht durch Verlässlichkeit, nicht durch Versprechen.
Mit Gesprächsimpulskarten aus Phase 2. Für Jugendliche nüchterner.
Gesprächsleitfaden
Wenn ein Mitschüler stirbt
Schule, Schulsozialarbeit
Ein Handlungsleitfaden für die Begleitung einer Klasse nach dem Tod eines Mitschülers.
Im akuten Fall; gibt Lehrkräften und Schulsozialarbeit Orientierung.
- ruhiger Rahmen
- Erinnerungsmaterial (optional)
Erstelle einen ruhigen Handlungsleitfaden für Schule und Schulsozialarbeit, wenn ein Mitschüler oder eine Mitschülerin gestorben ist.
Beschreibe altersgerechte, ehrliche Information der Klasse, das Zulassen unterschiedlicher Reaktionen und die Möglichkeit gemeinsamen Erinnerns.
Gib Hinweise, besonders betroffene Kinder im Blick zu behalten und Hilfe zu vermitteln.
Keine Todesdetails, keine Dramatisierung, keine erzwungene Trauer.
- keine Todesdetails
- keine Dramatisierung
- unterschiedliche Reaktionen zulassen
- keine erzwungene Trauer
- besonders Betroffene im Blick behalten
Informieren Sie ehrlich und altersgerecht. Halten Sie für die Tage danach Ansprechpersonen und ein ruhiges Angebot bereit.
Mit einem Erinnerungsritual aus Phase 6 (z. B. 073, 074). Bei Suizid mit den Schutzregeln aus Phase 7.
Gesprächsleitfaden / Ablaufplan
Ein trauerndes Kind im Unterricht
Lehrkräfte
Kompakte Hinweise für Lehrkräfte zum Umgang mit einem trauernden Kind im Schulalltag.
Wenn ein Kind der Klasse einen nahen Menschen verloren hat.
- —
Erstelle kompakte, praxisnahe Hinweise für Lehrkräfte zum Umgang mit einem trauernden Kind im Unterricht.
Beschreibe, dass Schwankungen in Konzentration und Stimmung normal sind, dass Verlässlichkeit und kleine Rücksichten helfen und dass das Kind nicht im Mittelpunkt stehen muss.
Gib einen klaren Hinweis, wann Schulsozialarbeit oder fachliche Hilfe einzubeziehen ist.
Keine Sonderbehandlung gegen den Willen des Kindes, keine Bloßstellung, keine Todesdetails.
- keine Bloßstellung
- keine Sonderbehandlung gegen den Willen des Kindes
- keine Todesdetails
- Verweis auf Fachstellen
- ruhige Sachlichkeit
Fragen Sie das Kind diskret, was ihm recht ist. Kleine, unauffällige Rücksichten helfen oft mehr als große Gesten.
Als Infoblatt fürs Kollegium. Mit Hinweisen zu Leistungsdruck und Nachteilsausgleich.
Infotext / Reflexionsbogen
Trauer und Leistung
Schule, Lehrkräfte
Eine Orientierung zu Rücksicht bei Leistungsanforderungen während der Trauer.
Wenn Trauer die schulische Leistungsfähigkeit beeinträchtigt.
- —
Erstelle eine sachliche Orientierung für Schulen, wie sie Leistungsanforderungen rücksichtsvoll an die Situation eines trauernden Kindes anpassen können.
Beschreibe Möglichkeiten wie zeitliche Entlastung, flexible Fristen oder reduzierte Anforderungen in akuten Phasen — im Rahmen der schulischen Möglichkeiten.
Betone Absprache mit Kind und Eltern und Verlässlichkeit.
Keine pauschalen Versprechen, keine Bloßstellung, keine Todesdetails.
- keine pauschalen Versprechen
- Absprache mit Kind und Eltern
- keine Bloßstellung
- keine Todesdetails
- im Rahmen der Möglichkeiten bleiben
Sprechen Sie Anpassungen mit Kind und Eltern ab. Vorhersehbarkeit entlastet; willkürliche Sonderregeln verunsichern.
Als Gesprächsgrundlage mit der Schulleitung. Auf die jeweilige Schulordnung abstimmen.
Infotext / Gesprächsleitfaden
Das Gespräch mit den Eltern
Schule, Schulsozialarbeit
Ein Leitfaden für ein unterstützendes Gespräch mit den Eltern eines trauernden Kindes.
Zur Abstimmung zwischen Schule und Elternhaus.
- ruhiger Raum
Erstelle einen Leitfaden für ein unterstützendes Gespräch zwischen Schule und den Eltern eines trauernden Kindes.
Beschreibe einen wertschätzenden Einstieg, das gemeinsame Ziel der Stabilität für das Kind und das Abstimmen kleiner, machbarer Schritte.
Gib Hinweise, wie man Eltern entlastet und auf Unterstützungsangebote hinweist, ohne zu bewerten.
Keine Schuldzuweisung, keine Todesdetails, kein Druck.
- keine Schuldzuweisung an Eltern
- keine Todesdetails
- wertschätzend bleiben
- kein Druck
- auf das Kind fokussiert
Begegnen Sie den Eltern als Partnern. Gemeinsame, kleine Absprachen wirken besser als Empfehlungen von außen.
Mit dem Elternbrief (119) als Begleitmaterial. Mit Hinweis auf Beratungsstellen.
Gesprächsleitfaden
20Soziale Einrichtungen und Wohngruppen
In Wohngruppen und Einrichtungen treffen oft mehrfach belastete Kinder auf neue Verluste. Diese Materialien helfen Teams, eine gemeinsame, sichere Haltung zu entwickeln. Sie üben, Trauer im institutionellen Alltag würdevoll zu begleiten.
Trauer in der Wohngruppe begleiten
Wohngruppe, Einrichtung
Ein Rahmen für die Trauerbegleitung im Gruppenalltag.
Wenn ein Kind in der Wohngruppe trauert; gibt dem Team Orientierung.
- —
Erstelle einen praxisnahen Rahmen, wie ein Team in einer Wohngruppe ein trauerndes Kind im Alltag begleitet.
Beschreibe verlässliche Bezugspersonen, Raum für Rückzug, das Zulassen unterschiedlicher Reaktionen und die Beachtung von Vorbelastungen.
Gib Hinweise, Trauer nicht zu pathologisieren und bei Bedarf Fachstellen einzubeziehen.
Keine Pathologisierung, keine Todesdetails, keine erzwungene Trauerarbeit.
- keine Pathologisierung
- Vorbelastungen beachten
- keine erzwungene Trauerarbeit
- keine Todesdetails
- Verweis auf Fachstellen
Achten Sie auf frühere Verlusterfahrungen, die neu aufbrechen können. Eine verlässliche Bezugsperson ist oft wichtiger als jedes Programm.
Mit Ritualen aus Phase 6. Auf das Konzept der Einrichtung abstimmen.
Infotext / Reflexionsbogen
Wenn ein Kind in der Einrichtung jemanden verliert
Einrichtung, Team
Ein Handlungsleitfaden für den akuten Verlustfall in der Einrichtung.
Im akuten Fall; sichert ein abgestimmtes, ruhiges Vorgehen.
- —
Erstelle einen ruhigen Handlungsleitfaden für ein Team, wenn ein Kind in der Einrichtung einen nahen Menschen verloren hat.
Beschreibe die ersten Schritte: Sicherheit geben, ehrlich und altersgerecht informieren, eine feste Bezugsperson benennen, die Gruppe behutsam einbeziehen.
Weise auf Dokumentation und Einbezug von Sorgeberechtigten und Fachdiensten hin.
Keine Todesdetails, keine Dramatisierung, kein Übergehen der Sorgeberechtigten.
- keine Todesdetails
- keine Dramatisierung
- Sorgeberechtigte einbeziehen
- feste Bezugsperson sichern
- Fachdienste hinzuziehen
Ein vorab abgestimmtes Vorgehen gibt im Ernstfall Sicherheit. Klären Sie Zuständigkeiten und Bezugspersonen frühzeitig.
Als Notfall-Ablaufplan fürs Team. Bei Suizid mit den Schutzregeln aus Phase 7.
Ablaufplan / Gesprächsleitfaden
Eine gemeinsame Haltung im Team
Team, Einrichtung
Eine Grundlage, um im Team eine abgestimmte Haltung zur Trauerbegleitung zu finden.
In Teamsitzungen oder Fortbildung; verhindert widersprüchliche Reaktionen.
- —
Erstelle eine Grundlage für ein Team, eine gemeinsame Haltung zur Begleitung trauernder Kinder zu erarbeiten.
Formuliere Leitgedanken (Trauer ist keine Krankheit, kein „richtig“ trauern, Stabilisieren statt Überwältigen) und Reflexionsfragen für das Team.
Rege an, eigene Unsicherheiten und Grenzen offen zu besprechen.
Keine starren Vorgaben, keine Pathologisierung, kein Druck zur Einheitlichkeit im Erleben.
- keine starren Vorgaben
- keine Pathologisierung
- eigene Grenzen reflektieren dürfen
- keine Todesdetails
- Vielfalt zulassen
Eine geteilte Haltung schützt Kinder vor widersprüchlichen Reaktionen. Lassen Sie auch die Belastung des Teams Raum haben.
Als Workshop-Grundlage. Mit den Leitsätzen aus Teil I.
Reflexionsbogen / Infotext
Biografiearbeit und Trauer
Einrichtung, Fachkräfte
Eine behutsame Verbindung von Biografiearbeit und Trauer für Kinder mit Verlustgeschichte.
Wenn Trauer Teil einer komplexeren Lebensgeschichte ist.
- Lebensbuch oder Mappe
- Material zur Gestaltung
Erstelle eine behutsame Anleitung, Trauer in die Biografiearbeit mit Kindern einzubeziehen, die Verluste in ihrer Lebensgeschichte tragen.
Beschreibe, wie Erinnerungen und Verluste würdevoll Platz im Lebensbuch finden können, immer im Tempo des Kindes.
Betone Freiwilligkeit und die Möglichkeit, schwere Kapitel auszulassen.
Keine erzwungene Aufarbeitung, keine Todesdetails, keine Bewertung der Geschichte.
- keine erzwungene Aufarbeitung
- Tempo bestimmt das Kind
- schwere Kapitel dürfen ausgelassen werden
- keine Todesdetails
- keine Bewertung
Biografiearbeit kann Verluste integrieren — aber nur freiwillig und dosiert. Drängen Sie nichts auf.
Mit Erinnerungsübungen aus Phase 3. Über lange Zeiträume.
Übungsanleitung / Materialliste
Trauer bei Übergängen in der Einrichtung
Einrichtung, Team
Eine Orientierung für Trauer- und Verlustgefühle bei Wechseln (Gruppenwechsel, Abschiede).
Bei Übergängen, die alte Verluste reaktivieren können.
- —
Erstelle eine Orientierung für Teams, wie sich Trauer und Verlustgefühle bei Übergängen in der Einrichtung zeigen — etwa bei Gruppenwechseln, Abschieden von Bezugspersonen oder Auszügen.
Beschreibe, dass solche Übergänge frühere Verluste neu wecken können, und gib Hinweise für ruhige, verlässliche Abschiede.
Rege Abschiedsrituale an, die Würde und Verbindung wahren.
Keine Dramatisierung, keine Pathologisierung, keine Todesdetails.
- keine Dramatisierung
- keine Pathologisierung
- frühere Verluste mitdenken
- keine Todesdetails
- verlässliche Abschiede
Planen Sie Abschiede bewusst. Unvorbereitete Wechsel treffen verlustsensible Kinder besonders.
Mit dem Abschlussritual (075). Auf Übergangssituationen der Einrichtung abstimmen.
Infotext / Reflexionsbogen
24Gruppenangebote
In der Gruppe erleben Kinder und Jugendliche, dass sie mit ihrer Trauer nicht allein sind. Diese Materialien helfen, sichere, gut strukturierte Gruppenangebote aufzubauen und durchzuführen. Sie üben, Gemeinschaft und Sicherheit zugleich zu gewährleisten.
Eine Trauergruppe für Kinder aufbauen
Fachkräfte, Trauerbegleitung
Ein Konzeptrahmen für den Aufbau einer Kindertrauergruppe.
Bei der Planung eines neuen Gruppenangebots.
- Konzeptvorlage
- Raum, Materialien
Erstelle einen Konzeptrahmen für den Aufbau einer Trauergruppe für Kinder — mit Zielgruppe, Gruppengröße, Dauer, Rahmenbedingungen und einer ausgewogenen Mischung aus Gespräch, Kreativität, Ritual und Bewegung.
Beschreibe Aufnahmekriterien, die Bedeutung von Verlässlichkeit und die Einbindung der Bezugspersonen.
Betone, dass Sicherheit und Freiwilligkeit über inhaltlicher Fülle stehen.
Keine therapeutischen Versprechen, keine Überforderung, keine Todesdetails.
- keine therapeutischen Versprechen
- Sicherheit vor inhaltlicher Fülle
- Freiwilligkeit
- keine Überforderung
- Bezugspersonen einbinden
Eine gute Gruppe lebt von Verlässlichkeit und klaren Grenzen. Planen Sie lieber schlanker und sicherer als voll.
Auch als Jugendgruppe mit anderem Ton. Auf den eigenen Rahmen abstimmen.
Konzept / Ablaufplan
Eine Gruppenstunde gestalten
Fachkräfte, Trauerbegleitung
Ein Ablaufgerüst für eine einzelne Gruppenstunde.
Zur konkreten Vorbereitung einer Sitzung.
- Material je nach Übung
- Stuhlkreis
Erstelle ein flexibles Ablaufgerüst für eine einzelne Stunde einer Kinder- oder Jugendtrauergruppe — ruhiger Einstieg, gemeinsames Ankommen, ein Schwerpunkt (Gespräch, Kreatives oder Ritual), Bewegung oder Auflockerung und ein ruhiger Abschluss.
Achte auf einen stabilen Rahmen mit wiederkehrenden Elementen, die Sicherheit geben.
Baue Pausen und die Möglichkeit zum Passen ein.
Kein starrer Zwang, keine Überforderung, keine Todesdetails.
- kein starrer Zwang
- Passen jederzeit möglich
- wiederkehrende Elemente für Sicherheit
- keine Überforderung
- ruhiger Abschluss
Wiederkehrende Rituale zu Beginn und Ende geben Halt. Planen Sie immer einen ruhigen Ausstieg ein.
Übungen aus allen Phasen einsetzbar. Dauer an die Altersgruppe anpassen.
Ablaufplan
Sicherheit und Regeln in der Gruppe
Fachkräfte, Trauerbegleitung
Ein Set klarer, schützender Gruppenregeln.
Zu Beginn jeder Gruppe; schafft einen sicheren Rahmen.
- Plakat oder Karten
Erstelle ein Set klarer, kindgerechter Gruppenregeln für eine Trauergruppe, die Sicherheit schaffen — etwa: ausreden lassen, nichts muss erzählt werden, was hier gesagt wird, bleibt hier, niemand wird ausgelacht, Passen ist erlaubt.
Formuliere die Regeln positiv und einfach und beschreibe, wie sie gemeinsam vereinbart werden.
Betone Vertraulichkeit und ihre Grenzen.
Keine starre Disziplin, keine Bloßstellung, keine Todesdetails.
- Passen ausdrücklich erlaubt
- Vertraulichkeit mit Grenzen
- keine Bloßstellung
- positiv formuliert
- gemeinsam vereinbart
Vereinbaren Sie die Regeln gemeinsam, statt sie vorzugeben. Mitbestimmte Regeln werden eher getragen.
Als gemeinsam gestaltetes Plakat. Für Jugendliche knapper.
Postertext / Materialliste
Kreative Bausteine für Gruppen
Fachkräfte, Trauerbegleitung
Eine Sammlung erprobter kreativer Gruppenbausteine.
Als Ideenpool für die Gestaltung von Gruppenstunden.
- je nach Baustein
Erstelle eine Sammlung kreativer Bausteine für Trauergruppen mit Kindern oder Jugendlichen — etwa gemeinsames Gestalten, Erinnerungsobjekte, Bewegungsspiele, Symbolarbeit und ruhige Abschlussrituale.
Ordne jedem Baustein kurz Ziel, Ablauf und nötiges Material zu.
Achte auf eine Mischung aus Nähe und Auflockerung und auf Freiwilligkeit.
Keine Überforderung, kein Teilnahmezwang, keine Todesdetails.
- kein Teilnahmezwang
- Mischung aus Nähe und Auflockerung
- keine Überforderung
- keine Todesdetails
- Freiwilligkeit
Wechseln Sie zwischen berührenden und auflockernden Bausteinen. Auflockerung ist kein Mangel an Ernst, sondern Erholung.
Bausteine aus den Phasen 3 bis 6 nutzen. Nach Alter sortierbar.
Materialliste / Ablaufplan
Wenn es in der Gruppe schwer wird
Fachkräfte, Trauerbegleitung
Eine Orientierung für den Umgang mit Überwältigung oder Krisen in der Gruppe.
Wenn ein Kind in der Gruppe überflutet wird oder eine Krise entsteht.
- ruhiger Nebenraum (falls möglich)
Erstelle eine Orientierung für Begleitende, wie sie reagieren, wenn ein Kind in der Trauergruppe von Gefühlen überflutet wird oder eine Krise entsteht.
Beschreibe ruhiges Stabilisieren, das Anbieten eines geschützten Rückzugs, das Halten der übrigen Gruppe und das Hinzuziehen weiterer Unterstützung.
Mache klar, wann eine Situation die Gruppe übersteigt und fachliche oder Krisenhilfe nötig ist.
Keine Bloßstellung, keine Dramatisierung, keine Selbstgefährdungsdetails.
- keine Bloßstellung
- keine Dramatisierung
- klare Grenze zur Krisenhilfe
- keine Selbstgefährdungsdetails
- ruhig stabilisieren
Arbeiten Sie möglichst zu zweit, damit eine Person bei einem überfluteten Kind bleiben kann. Kennen Sie Ihre Grenzen und die Notfallwege.
Mit körpernahen Übungen aus Phase 1. Notfallkontakte bereithalten.
Reflexionsbogen / Ablaufplan
Der Abend für Bezugspersonen
Fachkräfte, Eltern, Bezugspersonen
Ein Konzept für einen Informations- und Austauschabend für Eltern und Bezugspersonen.
Begleitend zu einer Kindertrauergruppe.
- Stuhlkreis
- Infomaterial
Erstelle ein Konzept für einen Abend mit Eltern und Bezugspersonen begleitend zu einer Kindertrauergruppe.
Beschreibe Information über kindliche Trauer, Raum für Austausch und Entlastung sowie konkrete Hinweise, wie sie ihr Kind zuhause unterstützen können.
Betone Wertschätzung und Vertraulichkeit und verweise auf weitere Hilfen.
Keine Schuldzuweisung, keine Todesdetails, kein Druck.
- keine Schuldzuweisung an Bezugspersonen
- Vertraulichkeit wahren
- keine Todesdetails
- kein Druck
- Entlastung im Fokus
Stärken Sie die Bezugspersonen — sie tragen das Kind im Alltag. Geben Sie konkrete, machbare Hinweise statt Appelle.
Mit dem Elternbrief (119) und der Übersicht (121). Auch online möglich.
Konzept / Ablaufplan
Phase 9 — Erwachsene stärken und begleiten
Trauernde Kinder brauchen stabile Erwachsene. Diese Phase erstellt entlastende Materialien für Eltern, Großeltern, Pflegeeltern und pädagogische Fachkräfte — damit auch die Begleitenden Halt und Orientierung finden.
15Materialien für Eltern
Trauernde Kinder brauchen stabile Eltern. Diese Materialien informieren und entlasten, ohne zu belehren, und stärken das Vertrauen, dass Gegenwart mehr zählt als perfekte Worte. Sie üben, Erwachsene zu stützen, damit diese ihr Kind stützen können.
Elternbrief: Wenn Ihr Kind trauert
Eltern
Ein entlastender, informierender Elternbrief als Download- oder Begleitheft-Baustein.
Übergabe in Beratung, Schule oder über die Webseite; zum ruhigen Lesen.
- 1 DIN-A4-Seite Druck oder PDF
Schreibe einen warmen, sachlichen Elternbrief (ca. eine Seite) für Eltern, deren Kind eine nahestehende Person verloren hat.
Erkläre einfach, dass Kinder anders trauern als Erwachsene: in Wellen, oft zwischen Spiel und Schmerz pendelnd, manchmal ohne Worte.
Entlaste die Eltern: Sie müssen nicht alles richtig machen und dürfen selbst trauern. Gegenwart zählt mehr als perfekte Worte.
Gib drei konkrete Hinweise (Routinen, ehrliche einfache Antworten, alle Gefühle erlauben) und nenne ruhig, wann fachliche Hilfe sinnvoll ist. Verwende die Sie-Form. Kein „Alles wird gut“, keine Schuldzuweisung.
- keine Schuldzuweisung an Eltern
- kein „Alles wird gut“
- keine therapeutischen Heilsversprechen
- keine Todesdetails
- klare Abgrenzung: kein Krisendienst
Dieser Brief informiert und entlastet, ersetzt aber keine Beratung. Bei anhaltenden Belastungen ermutigen Sie zu fachlicher Hilfe.
Eigene Fassungen für Großeltern und Pflegeeltern. Kurzfassung als Webseiten-Abschnitt.
Elternbrief / Downloadvorlage
Altersgerecht über den Tod sprechen
Eltern
Ein Leitfaden, wie Eltern altersgerecht und ehrlich über den Tod sprechen.
Wenn Eltern unsicher sind, wie sie es ihrem Kind erklären.
- —
Erstelle einen Leitfaden für Eltern, mit Kindern altersgerecht und ehrlich über den Tod zu sprechen.
Erkläre, dass klare, einfache Worte wichtig sind und beschönigende Umschreibungen wie „eingeschlafen“ oder „verloren“ kleine Kinder verwirren oder ängstigen können.
Gib altersbezogene Hinweise und ermutige, Fragen zuzulassen und ehrlich „Ich weiß es nicht“ zu sagen.
Keine Todesdetails, keine beschönigenden Umschreibungen, keine religiöse Vorgabe.
- klare statt beschönigende Worte
- keine Todesdetails
- keine religiöse Vorgabe
- Fragen zulassen
- ehrlich bleiben
Ehrlichkeit in einfachen Worten gibt mehr Sicherheit als Schonung durch Umschreibungen. „Ich weiß es nicht“ ist erlaubt.
Als Frage-Antwort-Sammlung typischer Kinderfragen. Nach Alter gegliedert.
Leitfaden / Infotext
Was Kindern in Trauer hilft
Eltern
Eine kompakte Übersicht praktischer, hilfreicher Dinge im Familienalltag.
Als schnelle Orientierung für den Alltag.
- 1 Seite Druck oder PDF
Erstelle eine kompakte Übersicht für Eltern mit praktischen Dingen, die trauernden Kindern im Alltag helfen — verlässliche Routinen, ehrliche einfache Antworten, alle Gefühle erlauben, gemeinsame Erinnerung, Pausen von der Trauer.
Halte die Hinweise konkret, machbar und entlastend.
Betone, dass Eltern nicht perfekt sein müssen.
Keine Überforderung mit zu vielen Tipps, keine Schuldzuweisung, kein „Alles wird gut“.
- keine Überforderung mit zu vielen Tipps
- keine Schuldzuweisung
- kein „Alles wird gut“
- konkret und machbar
- entlastend
Wählen Sie ein oder zwei Hinweise aus, statt alles auf einmal umzusetzen. Verlässlichkeit wirkt stärker als viele Ideen.
Als Kühlschrank-Karte. Mit dem Elternbrief (119) als Set.
Infotext / Downloadvorlage
Auf die eigene Trauer achten
Eltern
Ein Material zur Selbstfürsorge trauernder Eltern.
Wenn Eltern selbst trauern und zugleich ihr Kind begleiten.
- —
Erstelle ein entlastendes Material zur Selbstfürsorge für trauernde Eltern, die zugleich ihr Kind begleiten.
Vermittle, dass eigene Trauer Raum braucht und dass es kein Versagen ist, Unterstützung anzunehmen — ein stabiler Erwachsener hilft dem Kind am meisten.
Gib einfache, machbare Hinweise zur eigenen Entlastung und ermutige, Hilfe zu suchen.
Keine Schuldzuweisung, kein Leistungsanspruch, kein „Alles wird gut“.
- keine Schuldzuweisung
- kein Leistungsanspruch ans Elternsein
- Hilfe annehmen positiv rahmen
- kein „Alles wird gut“
- entlastend
Sie dürfen vor Ihrem Kind weinen — das zeigt, dass Trauer erlaubt ist. Sorgen Sie auch für sich; Sie tragen viel.
Mit Hinweis auf Eltern- und Trauerberatung. Auch für Pflege- und Großeltern.
Infotext / Reflexionsbogen
Wenn ich nicht weiß, was ich sagen soll
Eltern
Eine Hilfe für sprachlose Momente im Gespräch mit dem Kind.
Wenn Eltern in konkreten Situationen die Worte fehlen.
- —
Erstelle eine praktische Hilfe für Eltern, die in Gesprächen mit ihrem trauernden Kind nicht wissen, was sie sagen sollen.
Biete einfache, ehrliche Sätze an (etwa „Ich bin da“, „Du darfst alles fühlen“, „Ich weiß es auch nicht, aber wir sind zusammen“) und betone, dass Da-Sein wichtiger ist als die perfekte Antwort.
Mache klar, dass Schweigen und Mitfühlen ebenfalls Antworten sind.
Keine Floskeln, kein „Alles wird gut“, keine Todesdetails.
- keine Floskeln
- kein „Alles wird gut“
- Da-Sein vor perfekter Antwort
- keine Todesdetails
- Schweigen erlauben
Sie müssen nichts „lösen“. Ein ehrliches „Ich bin da“ trägt mehr als jede ausgefeilte Erklärung.
Als kleine Karte mit Satzbausteinen. Für unterschiedliche Situationen sortiert.
Infotext / Kartenset
Rituale für die Familie
Eltern, Familien
Eine Anleitung, einfache Erinnerungsrituale in den Familienalltag zu holen.
Wenn Familien gemeinsam erinnern möchten.
- je nach Ritual
Erstelle eine Anleitung für Eltern, einfache, freiwillige Erinnerungsrituale in den Familienalltag zu integrieren — ein Abendlicht, ein Erinnerungstag, ein gemeinsames Lieblingsessen.
Beschreibe, dass Rituale Halt geben, wenn sie freiwillig und schlicht bleiben, und dass Kinder mitgestalten dürfen.
Betone, dass kein Kind zur Teilnahme gedrängt wird.
Keine religiöse Vorgabe, kein Zwang, keine Überfrachtung.
- keine religiöse Vorgabe
- kein Teilnahmezwang
- schlicht halten
- Kinder mitgestalten lassen
- freiwillig
Weniger ist mehr: Ein kleines, verlässliches Ritual trägt besser als viele wechselnde. Lassen Sie die Kinder mitbestimmen.
Greift die Rituale aus Phase 6 auf. Auf die Familie zuschneidbar.
Leitfaden / Materialliste
Wann professionelle Hilfe gut ist
Eltern
Eine ruhige Orientierung, wann Eltern fachliche Unterstützung suchen sollten.
Wenn Eltern unsicher sind, ob ihr Kind mehr Hilfe braucht.
- —
Erstelle eine ruhige, nicht alarmierende Orientierung für Eltern, woran sie erkennen, dass ihr trauerndes Kind fachliche Unterstützung brauchen könnte.
Beschreibe mögliche Anzeichen wie anhaltender starker Rückzug, lang andauernde Schlaf-, Ess- oder Schulprobleme oder ein Gefühl von Erstarrung, und betone, dass Schwankungen normal sind.
Ermutige, im Zweifel frühzeitig Rat zu holen, und nenne Anlaufstellen.
Keine Diagnosen, kein Pathologisieren, keine Selbstgefährdungsdetails.
- keine Diagnosen
- normale Trauer nicht pathologisieren
- ruhige Sprache
- im Zweifel zu Beratung ermutigen
- keine Selbstgefährdungsdetails
Vertrauen Sie Ihrem Gefühl. Frühzeitig Rat zu holen ist ein Zeichen von Fürsorge, nicht von Versagen.
Mit regionalen Beratungsstellen und Hilfsnummern (siehe Prompt 185).
Infotext / Reflexionsbogen
16Materialien für Großeltern
Großeltern sind oft ein stiller Anker — und trauern manchmal doppelt, um den eigenen Menschen und um das Enkelkind. Diese Materialien würdigen ihre besondere Rolle und entlasten sie zugleich. Sie üben, Generationen verbindende Stabilität zu stärken.
Großeltern-Brief
Großeltern
Ein entlastender Brief, der Großeltern in ihrer Rolle als Begleitende stärkt.
Übergabe in Beratung oder über die Webseite; zum ruhigen Lesen.
- 1 Seite Druck oder PDF
Schreibe einen warmen, sachlichen Brief (ca. eine Seite) für Großeltern, deren Enkelkind eine nahestehende Person verloren hat.
Würdige ihre oft stabilisierende Rolle, erkläre kurz, wie Kinder trauern, und entlaste: Da-Sein, Zuhören und Geschichten erzählen sind wertvoll.
Ermutige, eigene Trauer zuzulassen, und verweise auf Hilfe. Verwende die Sie-Form.
Keine Schuldzuweisung, kein „Alles wird gut“, keine Todesdetails.
- keine Schuldzuweisung
- kein „Alles wird gut“
- keine Todesdetails
- eigene Trauer würdigen
- klare Abgrenzung: kein Krisendienst
Ihre ruhige Verlässlichkeit ist oft genau das, was ein Enkelkind jetzt braucht. Sorgen Sie auch für sich.
Mit Hinweis auf Erinnerungsgeschichten (siehe 129). Anschlussfähig an den Elternbrief.
Brief / Downloadvorlage
Wenn Großeltern doppelt trauern
Großeltern
Ein Material für Großeltern, die zugleich um einen eigenen Menschen trauern und das Enkelkind begleiten.
Wenn die verstorbene Person auch das eigene Kind oder ein naher Mensch war.
- —
Erstelle ein einfühlsames Material für Großeltern, die selbst tief trauern und gleichzeitig ihr Enkelkind begleiten.
Würdige diese doppelte Last und entlaste: Es ist in Ordnung, nicht stark sein zu müssen und Unterstützung anzunehmen.
Gib einfache Hinweise, eigene Trauer und die Begleitung des Enkelkindes in Einklang zu bringen.
Keine Schuldzuweisung, kein Leistungsanspruch, kein „Alles wird gut“.
- keine Schuldzuweisung
- kein Leistungsanspruch
- doppelte Trauer würdigen
- kein „Alles wird gut“
- Hilfe annehmen positiv rahmen
Ihre eigene Trauer ist genauso berechtigt. Sie dürfen sie zeigen — das nimmt auch dem Enkelkind den Druck.
Mit dem Selbstfürsorge-Material (122). Mit Hinweis auf Trauerberatung.
Infotext / Reflexionsbogen
Die besondere Rolle der Großeltern
Großeltern
Eine Würdigung und Orientierung zur stabilisierenden Großelternrolle.
Zur Stärkung der eigenen Rolle im Familiengefüge.
- —
Erstelle ein Material, das die besondere Rolle von Großeltern bei trauernden Enkelkindern würdigt und mit Orientierung stärkt.
Beschreibe, wie Großeltern oft Ruhe, Geschichten und Beständigkeit einbringen können, gerade wenn die Eltern selbst stark belastet sind.
Gib Hinweise zur guten Abstimmung mit den Eltern, ohne deren Rolle zu übernehmen.
Keine Bevormundung der Eltern, keine Todesdetails, kein Druck.
- keine Bevormundung der Eltern
- Abstimmung statt Übernahme
- keine Todesdetails
- kein Druck
- Rolle würdigen
Stimmen Sie sich mit den Eltern ab. Ihre Beständigkeit ergänzt deren Fürsorge, sie ersetzt sie nicht.
Mit Erinnerungsritualen aus Phase 6. Auf die Familiensituation abstimmen.
Infotext
Erinnerungen der Generationen
Großeltern, Familien
Eine Anleitung, Geschichten und Erinnerungen über Generationen weiterzugeben.
Wenn Großeltern Erinnerungen an die Person mit dem Enkelkind teilen.
- Fotos, Erinnerungsstücke
- Papier (optional)
Erstelle eine Anleitung für Großeltern, Geschichten und Erinnerungen über die verstorbene Person mit dem Enkelkind zu teilen.
Beschreibe, wie das Erzählen Verbindung schafft und der Person ein lebendiges Bild gibt, das über den Tod hinaus bleibt.
Betone, im Tempo des Kindes zu bleiben und auch ehrliche, gemischte Erinnerungen zuzulassen.
Keine Idealisierung, keine Todesdetails, kein Erzählzwang.
- keine Idealisierung
- Tempo des Kindes wahren
- keine Todesdetails
- kein Erzählzwang
- auch Gemischtes erlaubt
Ihre Geschichten halten die Person lebendig. Erzählen Sie ehrlich und in kleinen Dosen, dem Kind zugewandt.
Als kleines Erinnerungsbuch der Generationen. Mit Fotos und kurzen Geschichten.
Leitfaden / Ritualanleitung
17Materialien für Pflegeeltern
Pflegekinder bringen oft eine Geschichte aus Brüchen und Verlusten mit. Stirbt eine nahe Person, trifft die Trauer auf diese Vorerfahrungen. Diese Materialien helfen Pflegeeltern, bindungssensibel und loyalitätsbewusst zu begleiten.
Pflegeeltern-Brief
Pflegeeltern
Ein entlastender Brief, der Pflegeeltern in der besonderen Begleitsituation stärkt.
Übergabe in Beratung oder über die Webseite; zum ruhigen Lesen.
- 1 Seite Druck oder PDF
Schreibe einen warmen, sachlichen Brief (ca. eine Seite) für Pflegeeltern, deren Pflegekind eine nahestehende Person verloren hat.
Würdige die besondere Situation, erkläre kurz, dass frühere Verluste und Bindungserfahrungen die Trauer prägen können, und entlaste: Verlässlichkeit und Sicherheit zählen am meisten.
Ermutige zur Zusammenarbeit mit Fachdiensten. Verwende die Sie-Form.
Keine Schuldzuweisung, keine Todesdetails, kein „Alles wird gut“.
- keine Schuldzuweisung
- frühere Verluste mitdenken
- keine Todesdetails
- kein „Alles wird gut“
- Verlässlichkeit betonen
Verlässlichkeit über Zeit ist Ihr stärkstes Werkzeug. Beziehen Sie Fachdienste früh ein, gerade bei komplexer Vorgeschichte.
Mit Hinweis auf den begleitenden Fachdienst. Anschlussfähig an den Elternbrief.
Brief / Downloadvorlage
Trauer trifft Bindungsgeschichte
Pflegeeltern, Fachkräfte
Eine Orientierung, wie frühere Bindungs- und Verlusterfahrungen die aktuelle Trauer prägen.
Wenn ein neuer Verlust alte Wunden berührt.
- —
Erstelle eine Orientierung für Pflegeeltern, wie frühere Bindungsabbrüche und Verluste die aktuelle Trauer eines Pflegekindes verstärken oder überlagern können.
Beschreibe mögliche Reaktionen wie starken Rückzug, Misstrauen oder scheinbare Gleichgültigkeit und ordne sie behutsam ein.
Betone Geduld, Sicherheit und die Zusammenarbeit mit Fachstellen.
Keine Diagnosen, keine Pathologisierung, keine Todesdetails.
- keine Diagnosen
- keine Pathologisierung
- behutsame Einordnung
- keine Todesdetails
- Zusammenarbeit mit Fachstellen
Reaktionen, die distanziert wirken, sind oft Schutz. Begegnen Sie ihnen mit Geduld und holen Sie fachliche Begleitung dazu.
Mit dem Material zu Biografiearbeit (148). Für Fachkräfte vertiefbar.
Infotext / Reflexionsbogen
Wenn eine leibliche Bezugsperson stirbt
Pflegeeltern, Fachkräfte
Eine Hilfe für den Fall, dass eine leibliche Bezugsperson des Pflegekindes stirbt.
In dieser besonders komplexen, oft ambivalenten Verlustsituation.
- —
Erstelle eine behutsame Hilfe für Pflegeeltern, wenn eine leibliche Bezugsperson des Pflegekindes stirbt.
Würdige, dass die Gefühle sehr ambivalent sein können — Trauer, Wut, Erleichterung, Schuld, Sehnsucht — und dass all das erlaubt ist.
Gib Hinweise zu Information, zur Frage der Teilnahme an Abschiedsritualen und zur Abstimmung mit Sorgeberechtigten und Fachdiensten.
Keine Bewertung der Beziehung, keine Todesdetails, kein Druck zur Teilnahme.
- keine Bewertung der leiblichen Beziehung
- ambivalente Gefühle erlauben
- keine Todesdetails
- kein Teilnahmezwang
- Fachdienste einbeziehen
Werten Sie die leibliche Beziehung nicht. Lassen Sie widersprüchliche Gefühle zu und entscheiden Sie über Abschiedsrituale gemeinsam mit Fachdienst und Kind.
Mit Material zu ambivalenten Gefühlen (179). Eng mit dem Fachdienst abstimmen.
Gesprächsleitfaden / Infotext
Loyalität und Trauer
Pflegeeltern
Eine Orientierung zu Loyalitätskonflikten, die in der Trauer aufbrechen können.
Wenn das Pflegekind sich zwischen Welten und Loyalitäten zerrissen fühlt.
- —
Erstelle eine Orientierung für Pflegeeltern zu Loyalitätskonflikten, die bei einem Pflegekind in der Trauer aufbrechen können.
Beschreibe, dass ein Kind sich zerrissen fühlen kann zwischen der Verbindung zur verstorbenen leiblichen Bezugsperson und der zu den Pflegeeltern.
Ermutige, beide Verbindungen zuzulassen, ohne Konkurrenz, und dem Kind keine Entscheidung abzuverlangen.
Keine Abwertung der leiblichen Familie, keine Todesdetails, kein Druck.
- keine Abwertung der leiblichen Familie
- keine Loyalitätsforderung an das Kind
- beide Verbindungen zulassen
- keine Todesdetails
- kein Druck
Lassen Sie dem Kind beide Verbindungen, ohne sie gegeneinander zu stellen. Das entlastet von einem unlösbaren inneren Konflikt.
Mit dem Fachdienst vertiefen. Mit Continuing-Bonds-Materialien aus Phase 3.
Infotext / Reflexionsbogen
18Pädagogische Fachkräfte
Fachkräfte begleiten Trauer oft nebenbei im vollen Alltag und sind dabei selbst nicht unberührt. Diese Materialien stärken Haltung, Gesprächssicherheit und das Bewusstsein für die eigenen Grenzen. Sie üben, professionell nah und zugleich geschützt zu begleiten.
Grundhaltung für die Begleitung
Pädagogische Fachkräfte
Eine kompakte Haltungsgrundlage für die Begleitung trauernder Kinder.
Als Einstieg in Fortbildung oder zur eigenen Vergewisserung.
- —
Erstelle eine kompakte Haltungsgrundlage für pädagogische Fachkräfte zur Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher.
Fasse die tragenden Leitsätze zusammen: Trauer ist keine Krankheit, es gibt kein „richtig“, stabilisieren statt überwältigen, Schweigen achten, nichts erzwingen, eigene Grenzen kennen.
Formuliere praxisnah und ohne Pathos.
Keine therapeutischen Versprechen, keine Pathologisierung, keine Todesdetails.
- keine therapeutischen Versprechen
- keine Pathologisierung
- Grenzen mitdenken
- keine Todesdetails
- praxisnah
Diese Haltung trägt mehr als jede Methode. Kehren Sie im Zweifel zu ihr zurück.
Als Plakat fürs Team. Aufbauend auf Teil I dieser Anleitung.
Infotext / Postertext
Das eigene Betroffensein
Pädagogische Fachkräfte
Ein Reflexionsmaterial zum Umgang mit eigener Betroffenheit.
Wenn die Begleitung eigene Verlusterfahrungen oder Gefühle berührt.
- —
Erstelle ein Reflexionsmaterial für pädagogische Fachkräfte zum Umgang mit dem eigenen Betroffensein bei der Begleitung trauernder Kinder.
Rege an, eigene Verlusterfahrungen und Gefühle wahrzunehmen, und betone, dass Betroffenheit menschlich und kein Mangel an Professionalität ist.
Gib Hinweise zu Psychohygiene, Austausch im Team und Supervision.
Keine Bewertung, kein Leistungsanspruch, keine Pathologisierung.
- keine Bewertung
- Betroffenheit als menschlich rahmen
- Psychohygiene fördern
- keine Pathologisierung
- kein Leistungsanspruch
Wer die eigene Betroffenheit kennt, begleitet klarer. Nutzen Sie Austausch und Supervision aktiv.
Als Reflexionsbogen für Supervision. Mit dem Material zu Grenzen (139).
Reflexionsbogen
Gespräche sicher führen
Pädagogische Fachkräfte
Eine kompakte Gesprächskompetenz für die Begleitung.
Zur Vorbereitung auf Gespräche mit trauernden Kindern.
- —
Erstelle eine kompakte Anleitung zur Gesprächsführung für pädagogische Fachkräfte mit trauernden Kindern und Jugendlichen.
Beschreibe offenes, nicht ausfragendes Zuhören, das Aushalten von Stille, das Spiegeln von Gefühlen ohne Verstärkung und das Achten von Grenzen.
Gib Beispiele für hilfreiche Sätze und für solche, die man besser vermeidet.
Keine Floskeln, kein Ausfragen, keine Todesdetails.
- kein Ausfragen
- Stille aushalten
- Gefühle nicht verstärken
- keine Floskeln
- Grenzen achten
Gute Begleitung ist mehr Zuhören als Reden. Vermeiden Sie tröstende Floskeln; ehrliche Präsenz wirkt stärker.
Mit den Gesprächsimpulsen aus Phase 2. Als Rollenspiel in der Fortbildung.
Leitfaden
Zusammenarbeit mit Eltern und Fachstellen
Pädagogische Fachkräfte
Eine Orientierung zur Vernetzung rund um ein trauerndes Kind.
Wenn mehrere Beteiligte ein Kind begleiten.
- —
Erstelle eine Orientierung für Fachkräfte zur Zusammenarbeit mit Eltern, Schule und Fachstellen rund um ein trauerndes Kind.
Beschreibe abgestimmtes Vorgehen, klare Rollen, den Umgang mit Vertraulichkeit und die Frage, wann an spezialisierte Stellen vermittelt wird.
Betone Wertschätzung gegenüber den Eltern.
Keine Schuldzuweisung, kein Übergehen der Sorgeberechtigten, keine Todesdetails.
- keine Schuldzuweisung
- Sorgeberechtigte einbeziehen
- Vertraulichkeit wahren
- keine Todesdetails
- klare Rollen
Abgestimmtes Handeln schützt das Kind. Klären Sie früh, wer wofür zuständig ist und was vertraulich bleibt.
Mit dem Schul-Elterngespräch (144). Als Netzwerk-Übersicht.
Infotext / Reflexionsbogen
Trauer im Alltag erkennen
Pädagogische Fachkräfte
Eine Hilfe, vielfältige Trauerausdrücke im pädagogischen Alltag zu erkennen.
Wenn sich Trauer indirekt zeigt, etwa über Verhalten.
- —
Erstelle eine Hilfe für Fachkräfte, die vielfältigen Ausdrucksformen von Trauer bei Kindern und Jugendlichen im Alltag zu erkennen.
Beschreibe, dass Trauer sich auch als Unruhe, Aggression, Rückzug, Konzentrationsproblemen oder scheinbarer Unbeteiligtheit zeigen kann.
Ermutige, hinter dem Verhalten die Trauer zu sehen und behutsam zu reagieren.
Keine Diagnosen, keine Pathologisierung, keine Todesdetails.
- keine Diagnosen
- keine Pathologisierung
- Verhalten als möglichen Trauerausdruck deuten
- keine Todesdetails
- behutsam reagieren
Auffälliges Verhalten ist oft unausgesprochene Trauer. Reagieren Sie auf das Gefühl dahinter statt nur auf das Verhalten.
Als Sensibilisierungs-Infoblatt. Mit Fallbeispielen in der Fortbildung.
Infotext
Die Grenzen der eigenen Rolle
Pädagogische Fachkräfte
Eine klare Orientierung, wann die eigene Rolle endet und abzugeben ist.
Zur Selbstklärung und zum Schutz von Kind und Fachkraft.
- —
Erstelle eine klare Orientierung für pädagogische Fachkräfte zu den Grenzen ihrer Rolle bei der Trauerbegleitung.
Beschreibe, dass pädagogische Begleitung keine Therapie und keine Krisenintervention ist, und benenne Anzeichen, bei denen an Fachstellen oder Krisenhilfe zu vermitteln ist.
Betone, dass das Erkennen von Grenzen Professionalität ist, kein Versagen.
Keine Diagnosen, keine Selbstgefährdungsdetails, keine Überforderung der eigenen Rolle.
- keine Diagnosen
- keine Selbstgefährdungsdetails
- Grenze zur Therapie klar ziehen
- Abgeben als Stärke rahmen
- Krisenwege kennen
Ihre Grenzen zu kennen schützt das Kind und Sie. Vermitteln Sie frühzeitig weiter, statt sich zu überfordern.
Mit dem Ressourcen-Material (185) und der Orientierung (184). Als Teamvereinbarung.
Reflexionsbogen / Infotext
Phase 10 — Mit KI Bilder und Geschichten gestalten
Diese Phase vertieft die kreative Produktion: würdevolle KI-Illustrationen, vollständige Bildkarten-Sets und symbolische Geschichten. Im Mittelpunkt steht die Bildethik aus Kapitel 7 — jedes Bild wird vor dem Einsatz geprüft.
21KI-generierte Illustrationen
Würdevolle Bilder können trösten und Gespräche öffnen — wenn sie sorgfältig erzeugt und geprüft werden. Diese Prompts leiten sichere, ruhige KI-Bildgenerierung an. Im Mittelpunkt steht die Bildethik aus Kapitel 7: keine Grab-, Gewalt- oder Schockmotive, jedes Bild wird vor dem Einsatz geprüft.
Die leuchtende Spur
Erwachsene, die Materialien erstellen
Ein präziser, sicherer KI-Bildprompt zum Thema Erinnerung und Verbindung.
Erstellung von Bildkarten, Postern oder Begleitheft-Illustrationen.
- digitales Gerät
- KI-Bildgenerator
Erstelle eine ruhige, würdevolle Illustration zum Thema Erinnerung und Verbindung für trauernde Kinder und Jugendliche.
Motiv: Eine zarte leuchtende Spur aus kleinen Lichtpunkten zieht sich über eine weite, ruhige Abendlandschaft zu einem warmen Licht am Horizont. Ein einzelner Stern steht still am Himmel.
Stimmung: still, hoffnungsvoll, geborgen, weit — nicht traurig, nicht düster, nicht kitschig.
Stil: gemalt, weiche Übergänge, gedeckte warme Farben, keine Menschen, keine Schrift.
Verboten: Gräber, Särge, Friedhofskerzen, religiöse Symbole, weinende Figuren, Blut, bedrohliche Dunkelheit, fotorealistische Personen, kitschige Engel oder Herzen.
- keine Grab-, Sarg- oder Friedhofsmotive
- keine religiösen Symbole als Vorgabe
- keine leidenden Figuren
- kein Pathos, kein Kitsch
- keine fotorealistischen Menschen, keine Schrift
Prüfen Sie jedes Bild vor dem Einsatz auf ungewollte verstörende Details. Im Zweifel lieber schlichter.
Farbwelt an die Zielgruppe anpassen. Als Set mit Weg, Laterne, Brücke und Insel.
KI-Bildprompt
Der Bildwelt-Baukasten
Erwachsene, die Materialien erstellen
Eine sichere Motiv- und Bausteinsammlung für eigene KI-Bildprompts.
Als Grundlage, eigene würdevolle Bildprompts zusammenzustellen.
- KI-Bildgenerator
Erstelle einen „Baukasten“ sicherer Bildelemente für KI-Illustrationen zum Thema Trauer bei Kindern, aus dem sich eigene Prompts zusammensetzen lassen.
Sammle erlaubte Motive (Weg, Laterne, Stern, Brücke, Insel, sicherer Ort, leuchtende Spur, Anker, Decke), passende Stimmungen und Stilangaben (gemalt, weich, gedeckt).
Stelle dem eine klare Verbotsliste gegenüber und zeige an einem Beispiel, wie man die Bausteine zu einem sicheren Prompt fügt.
Keine Grab-, Gewalt- oder Schockmotive, keine religiösen Symbole, keine fotorealistischen leidenden Menschen.
- klare Verbotsliste mitführen
- keine Grab-, Gewalt- oder Schockmotive
- keine religiösen Symbole als Vorgabe
- keine fotorealistischen leidenden Menschen
- keine Schrift im Bild
Nutzen Sie den Baukasten als Leitplanke. Behalten Sie die Verbotsliste immer im Prompt.
Als Karten-Set oder Spickzettel. Für unterschiedliche Altersgruppen variierbar.
Materialliste / KI-Bildprompt
Sichere Orte als Bildserie
Erwachsene, die Materialien erstellen
Prompts für eine Serie würdevoller Schutzraum-Illustrationen.
Für ein Set von Bildkarten zu inneren sicheren Orten.
- KI-Bildgenerator
Erstelle eine Reihe von KI-Bildprompts für verschiedene sichere Orte für trauernde Kinder — etwa ein Baumhaus, eine geschützte Lichtung, eine warme Höhle, ein Platz unter dem Sternenhimmel.
Halte alle Bilder in einer einheitlichen, ruhigen, gemalten Stilwelt mit warmen, gedeckten Farben.
Sorge dafür, dass jeder Ort geborgen und einladend wirkt, nie bedrohlich.
Verboten: bedrohliche Dunkelheit, Gefahr, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Personen, Schrift.
- keine bedrohliche Dunkelheit oder Gefahr
- keine Grabmotive
- keine religiösen Symbole
- einheitliche, ruhige Stilwelt
- keine fotorealistischen Personen, keine Schrift
Eine einheitliche Stilwelt macht ein Set wiedererkennbar und beruhigend. Prüfen Sie jedes Einzelbild.
Passend zu den Bildkarten aus Phase 1. Als Memory- oder Auswahlkartenset.
KI-Bildprompt
Symbol der Verbindung
Erwachsene, die Materialien erstellen
Ein Bildprompt für ein würdevolles Verbindungssymbol (Continuing Bonds).
Für Materialien zu Erinnerung und fortbestehender Verbindung.
- KI-Bildgenerator
Erstelle eine ruhige Illustration, die Verbindung über Distanz hinweg symbolisiert — etwa ein zarter Lichtfaden, der zwei Orte über eine weite Landschaft hinweg verbindet, oder ein Licht, das von einer Quelle weitergetragen wird.
Stimmung: warm, verbunden, hoffnungsvoll, ruhig.
Stil: gemalt, gedeckte warme Farben mit feinem Lichtakzent, keine Menschen, keine Schrift.
Verboten: zerrissene Symbole als Drama, Gräber, religiöse Symbole, Kitsch, fotorealistische Personen.
- kein Zerreißen als Schock
- keine Grabmotive
- keine religiösen Symbole
- kein Kitsch
- keine fotorealistischen Personen, keine Schrift
Verbindungssymbole wirken am stärksten schlicht. Vermeiden Sie überladene oder kitschige Darstellungen.
Zu den Continuing-Bonds-Materialien aus Phase 3. In mehreren Farbstimmungen.
KI-Bildprompt
Trostlandschaft
Erwachsene, die Materialien erstellen
Ein Bildprompt für eine ruhige Naturlandschaft als Trostbild.
Für Poster, Begleithefte oder ruhige Hintergründe.
- KI-Bildgenerator
Erstelle eine weite, ruhige Naturlandschaft als Trostbild — etwa eine sanfte Hügellandschaft im warmen Abendlicht, ein stiller See oder ein ruhiger Waldweg mit Licht.
Stimmung: friedlich, weit, geborgen, ruhig.
Stil: gemalt, weiche gedeckte Farben, viel Raum und Ruhe, keine Menschen, keine Schrift.
Verboten: bedrohliches Wetter, Dunkelheit, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Personen.
- kein bedrohliches Wetter
- keine bedrohliche Dunkelheit
- keine Grabmotive
- keine religiösen Symbole
- keine fotorealistischen Personen, keine Schrift
Weite, ruhige Landschaften wirken beruhigend und lassen Raum für eigene Gedanken. Halten Sie sie schlicht.
Als Poster oder Heft-Hintergrund. In verschiedenen Jahres- und Tageszeiten.
KI-Bildprompt
Das Nachtbild
Erwachsene, die Materialien erstellen
Ein Bildprompt für ein ruhiges, tröstliches Nachtmotiv.
Für Materialien rund um schwere Abende und Nächte, besonders für Jugendliche.
- KI-Bildgenerator
Erstelle eine ruhige, atmosphärische Nachtillustration — ein weiter, klarer Sternenhimmel über einer friedlichen Landschaft, ein einzelnes warmes Licht (ein Fenster, eine Laterne) in der Ferne.
Stimmung: still, geborgen, weit, tröstlich — die Nacht ist ruhig, nicht bedrohlich.
Stil: gemalt, tiefe ruhige Nachtfarben mit warmem Lichtpunkt, keine Menschen, keine Schrift.
Verboten: bedrohliche Dunkelheit, Gräber, religiöse Symbole, Kitsch, fotorealistische Personen.
- keine bedrohliche Dunkelheit
- keine Grabmotive
- keine religiösen Symbole
- kein Kitsch
- keine fotorealistischen Personen, keine Schrift
Ein ruhiges Nachtbild kann gerade in schweren Nächten Halt geben. Achten Sie darauf, dass die Nacht warm und sicher wirkt.
Passend zur Bildkarte „Nachtlicht“ (030). Reduzierter für Jugendliche.
KI-Bildprompt
Würdevolle Symbolik für schwierige Themen
Erwachsene, die Materialien erstellen
Ein Bildprompt für sensible Themen, der jede Andeutung der Todesart vermeidet.
Für Materialien zu Suizidtrauer oder plötzlichem Tod (siehe Phase 7).
- KI-Bildgenerator
Erstelle eine sehr behutsame, würdevolle Illustration für sensible Trauerthemen, die ausschließlich mit ruhiger, schützender Symbolik arbeitet — ein geschützter Ort, ein sanftes Licht, ein weiter Himmel.
Das Bild darf keinerlei Andeutung einer Todesart, keine bedrohliche oder dramatische Stimmung enthalten.
Stimmung: geborgen, ruhig, würdevoll, ohne Pathos.
Verboten: jede Andeutung von Todesart, Gewalt, Blut, Gräber, religiöse Symbole, dramatische Dunkelheit, fotorealistische Personen, Schrift.
- keinerlei Andeutung einer Todesart
- keine Gewalt, kein Blut
- keine Grab- oder religiösen Symbole
- keine dramatische Stimmung
- keine fotorealistischen Personen, keine Schrift
Bei sensiblen Themen gilt höchste Vorsicht. Prüfen Sie das Bild besonders streng und verwerfen Sie im Zweifel.
Zur Bildkarte 177. Nur in begleitetem Kontext einsetzen.
KI-Bildprompt
Bildprüfung vor dem Einsatz
Erwachsene, die Materialien erstellen
Eine Prüf-Checkliste, mit der jedes KI-Bild vor dem Einsatz kontrolliert wird.
Vor der Verwendung jedes generierten Bildes.
- —
Erstelle eine kompakte Prüf-Checkliste, mit der Erwachsene jedes KI-generierte Bild kontrollieren, bevor sie es einem trauernden Kind zeigen.
Berücksichtige: ruhige, würdevolle Stimmung; keine Grab-, Gewalt-, Schock- oder religiösen Motive; keine fotorealistischen leidenden Menschen; keine ungewollten verstörenden Details; Altersangemessenheit; keine Schrift im Bild.
Formuliere die Punkte als klare Ja-Nein-Prüfung mit der Regel: Im Zweifel verwerfen.
Keine Verharmlosung möglicher Risiken.
- klare Ja-Nein-Prüfung
- Regel „Im Zweifel verwerfen“
- alle Bildverbote abdecken
- Altersangemessenheit prüfen
- keine Verharmlosung
Machen Sie diese Prüfung zur festen Gewohnheit. Ein einziges unpassendes Detail kann ein Kind verstören.
Als Teil der Qualitäts-Checkliste in Teil III. Als Aushang am Arbeitsplatz.
Reflexionsbogen / Checkliste
22Komplette Bildkarten-Sets
Ganze Kartensets erlauben Auswahl, Vergleich und wiederkehrende Nutzung. Diese Prompts erzeugen mehrteilige, in sich stimmige Sets in einheitlicher Bildwelt. Sie üben, kohärente Materialpakete statt Einzelbilder zu gestalten.
Set: Gefühlskarten der Trauer
Kinder 6–13
Ein vollständiges Set bebilderter Gefühlskarten zum Zeigen und Benennen.
Für Gespräche, Check-ins und Gruppen.
- KI-Bildgenerator
- Drucker
- Kartenrohlinge
Erstelle ein vollständiges Set würdevoller Gefühlskarten für trauernde Kinder (6–13) mit den wichtigsten Trauergefühlen wie Traurigkeit, Wut, Angst, Sehnsucht, Erleichterung, Verwirrung und Geborgenheit.
Beschreibe für jede Karte ein ruhiges, symbolisches Bildmotiv in einheitlicher, gemalter Stilwelt und einen kurzen, neutralen Titel.
Achte darauf, dass kein Gefühl als „schlecht“ erscheint.
Verboten: Gräber, Gewalt, religiöse Symbole, fotorealistische leidende Kinder, Schrift im Bild außer dem kurzen Titel.
- kein Gefühl als „schlecht“ darstellen
- einheitliche, würdevolle Stilwelt
- keine Grab- oder Gewaltmotive
- keine fotorealistischen leidenden Kinder
- nur kurzer neutraler Titel
Lassen Sie Kinder Karten auswählen, statt sie zu interpretieren. Das Set ist ein Zeigewerkzeug, kein Test.
Reduziert für jüngere Kinder, erweitert für Jugendliche. Mit der Gefühls-Ampel (038) kombinierbar.
Kartenset / KI-Bildprompt
Set: Sichere Orte
Kinder 6–13
Ein Set von Schutzraum-Karten zur Auswahl eines inneren sicheren Ortes.
Zur Stabilisierung und als Gesprächseinstieg.
- KI-Bildgenerator
- Drucker
- Kartenrohlinge
Erstelle ein Set von Bildkarten mit verschiedenen sicheren Orten für trauernde Kinder (6–13) — Waldweg, Baumhaus, Höhle, Insel, Platz unter dem Sternenhimmel, innerer Garten.
Halte alle Karten in einer einheitlichen, warmen, gemalten Stilwelt; jeder Ort wirkt geborgen und einladend.
Lass das Kind seinen Lieblingsort wählen.
Verboten: bedrohliche Dunkelheit, Gefahr, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Personen, Schrift.
- jeder Ort geborgen, nie bedrohlich
- einheitliche Stilwelt
- keine Grabmotive
- keine religiösen Symbole
- keine fotorealistischen Personen, keine Schrift
Der gewählte Ort kann später als inneres Beruhigungsbild dienen. Lassen Sie dem Kind die freie Wahl.
Passend zu den Bildkarten aus Phase 1. Als Auswahl- oder Memory-Set.
Kartenset / KI-Bildprompt
Set: Trostsymbole
Kinder und Jugendliche
Ein Set würdevoller Symbolkarten (Stern, Laterne, Anker, Brücke, Licht).
Für Rituale, Gespräche und als Mitnehmkarten.
- KI-Bildgenerator
- Drucker
- Kartenrohlinge
Erstelle ein Set würdevoller Symbolkarten für trauernde Kinder und Jugendliche mit Motiven wie Stern, Laterne, Anker, Brücke, leuchtender Spur und Decke.
Gestalte alle Karten in einer einheitlichen, ruhigen, gemalten Stilwelt mit kurzem, neutralem Titel.
Jedes Symbol soll Halt, Verbindung oder Geborgenheit ausdrücken.
Verboten: Gräber, religiöse Symbole, Kitsch, fotorealistische Personen.
- würdevoll, kein Kitsch
- keine Grabmotive
- keine religiösen Symbole
- einheitliche Stilwelt
- keine fotorealistischen Personen
Symbolkarten lassen sich vielfältig einsetzen — zum Ziehen, Verschenken oder Mitnehmen. Wählen Sie ruhige, klare Motive.
Als Mitnehmkarten im Scheckkartenformat. Für Rituale aus Phase 6.
Kartenset / KI-Bildprompt
Set: Erinnerungsanregungen
Kinder 8–13
Ein Kartenset mit Impulsen, die schöne Erinnerungen anregen.
Für Erinnerungsarbeit und Gespräche.
- KI-Bildgenerator oder Druckvorlage
- Kartenrohlinge
Erstelle ein Kartenset mit Erinnerungsanregungen für trauernde Kinder (8–13) — jede Karte trägt einen sanften Impuls wie „ein gemeinsames Lachen“, „euer Lieblingsort“ oder „ein Lieblingsessen“, ergänzt durch ein ruhiges Symbolbild.
Halte die Impulse offen, freundlich und ohne Druck.
Lass Raum auch für gemischte Erinnerungen.
Verboten: Todesdetails, Idealisierungszwang, Gräber, religiöse Symbole, fotorealistische Personen.
- keine Todesdetails
- kein Idealisierungszwang
- offene, freundliche Impulse
- keine Grab- oder religiösen Symbole
- keine fotorealistischen Personen
Ziehen Sie die Karten gemeinsam und ohne Vollständigkeitsanspruch. Es geht um Freude am Erinnern.
Mit den Erinnerungsübungen aus Phase 3. Als Familien- oder Gruppenset.
Kartenset
Set: Gesprächsstart-Karten
Kinder und Jugendliche
Ein bebildertes Impulskartenset, aus dem behutsam gezogen werden kann.
Für Einzelgespräche und Gruppen; das Ziehen nimmt Druck.
- Kartenrohlinge
- Druckvorlage
Erstelle ein Set von Gesprächsstart-Karten für trauernde Kinder und Jugendliche, aus denen behutsam gezogen werden kann — jede Karte trägt einen offenen Impuls und ein ruhiges Symbol.
Sorge für altersgerechte Varianten und füge auf jeder Karte sinngemäß den Hinweis ein, dass Passen erlaubt ist.
Halte die Impulse offen und nicht ausfragend.
Verboten: suggestive Fragen, Todesdetails, Druck, religiöse Symbole.
- Passen ausdrücklich erlaubt
- keine suggestiven Fragen
- keine Todesdetails
- kein Druck
- altersgerechte Varianten
Das Ziehen einer Karte fällt vielen leichter als eine direkte Frage. Akzeptieren Sie jedes Passen.
Greift die Gesprächsimpulse aus Phase 2 auf. In zwei Altersfassungen.
Kartenset
Set: Ritualkarten
Familien, Gruppen
Ein Kartenset, das einfache Rituale anschaulich anleitet.
Für zuhause und für Gruppen; macht Rituale niedrigschwellig.
- Kartenrohlinge
- Druckvorlage
Erstelle ein Kartenset, das einfache Trauer- und Erinnerungsrituale für Familien und Gruppen kurz und anschaulich anleitet — je Karte ein Ritual mit Symbolbild, kurzer Anleitung und nötigem Material.
Achte darauf, dass alle Rituale freiwillig, schlicht und ohne religiöse Vorgaben sind.
Betone Wiederholbarkeit und Abbrechbarkeit.
Verboten: religiöse Vorgaben, Zwang, Grabästhetik, Todesdetails.
- keine religiösen Vorgaben
- freiwillig und abbrechbar
- keine Grabästhetik
- keine Todesdetails
- schlicht halten
Kartenformat macht Rituale leicht zugänglich. Wählen Sie heraus, was zu Familie oder Gruppe passt.
Greift die Rituale aus Phase 6 auf. Als Familien- und als Gruppenset.
Kartenset
Set: Mut und Halt
Kinder und Jugendliche
Ein Set stärkender Karten, ohne „Sei stark“-Botschaften.
Zum Mitnehmen für schwere Momente.
- Kartenrohlinge
- Druckvorlage
Erstelle ein Set stärkender Karten für trauernde Kinder und Jugendliche mit ruhigen Botschaften, die Halt geben, ohne Stärke einzufordern — etwa „Du darfst Hilfe holen“, „Du musst das nicht allein tragen“, „Alle Gefühle dürfen da sein“.
Ergänze jede Botschaft mit einem ruhigen Symbol und halte den Ton warm, ehrlich und floskelfrei.
Vermeide Leistungs- und Durchhalteappelle.
Verboten: „Sei stark“, „Alles wird gut“, Druck, religiöse Symbole.
- kein „Sei stark“
- kein „Alles wird gut“
- kein Leistungs- oder Durchhalteappell
- warm und ehrlich
- keine religiösen Symbole
Diese Karten geben Halt, ohne etwas abzuverlangen. Lassen Sie das Kind eine auswählen und mitnehmen.
Als Mitnehmkarten. Mit der Erlaubnis-Karte (116) kombinierbar.
Kartenset
23Geschichten und symbolische Erzählungen
Geschichten erreichen Kinder auf einem indirekten, sicheren Weg. Diese Prompts erzeugen symbolische Erzählungen, die Trost spenden, ohne zu belehren oder zu überwältigen. Sie üben, schwere Themen in tragende Bilder zu kleiden.
Die Geschichte vom Licht, das bleibt
Kinder 6–10
Eine kurze symbolische Geschichte über fortbestehende Verbindung (Continuing Bonds).
Zum Vorlesen zuhause oder in der Gruppe.
- —
Schreibe eine kurze, warme symbolische Geschichte für trauernde Kinder (6–10) über ein kleines Licht, das auch dann weiterleuchtet, wenn jemand nicht mehr da ist.
Die Geschichte soll vermitteln, dass Erinnerung und Liebe bleiben, ohne den Tod zu erklären oder zu deuten.
Verwende ruhige Bilder (Stern, Laterne, Licht) und ein offenes, tröstliches Ende.
Keine Todesdetails, keine religiöse Deutung, kein „Alles wird gut“.
- keine Todesdetails
- keine religiöse Deutung
- kein „Alles wird gut“
- offenes, tröstliches Ende
- nicht belehrend
Lesen Sie ruhig vor und lassen Sie Fragen zu. Die Geschichte muss nicht erklärt werden.
Mit der Bildkarte „Der Stern, der bleibt“ (003). Für Jugendliche reifer.
Kurzgeschichte
Die Reise des kleinen Wanderers
Kinder 8–13
Eine sanfte Heldenreise durch Trauer, ohne Leistungsdruck (Quest-Motiv).
Als roter Faden für die Quest; zum Vorlesen oder Selberlesen.
- —
Schreibe eine sanfte, symbolische Erzählung für trauernde Kinder (8–13) über einen kleinen Wanderer, der durch eine Landschaft aus Trauer, Abschied und Erinnerung reist.
Mache deutlich, dass Mut hier nicht heißt, stark zu sein, sondern weiterzugehen, Pausen zu machen und Hilfe anzunehmen.
Nutze Quest-Motive (Weg, Laterne, Brücke, Licht am Horizont) und ein offenes, hoffnungsvolles Ende.
Keine Heldengeschichte mit Stärke-Pflicht, keine Todesdetails, kein Leistungsdruck.
- kein Stärke- oder Leistungsanspruch
- Pausen und Hilfe würdigen
- keine Todesdetails
- offenes, hoffnungsvolles Ende
- nicht belehrend
Betonen Sie beim Vorlesen, dass Mut auch Pausen und Hilfeholen bedeutet. Der Wanderer muss nichts leisten.
Als Fortsetzungsgeschichte über mehrere Treffen. Als roter Faden der Quest.
Kurzgeschichte
Die Geschichte von den zwei Inseln
Kinder 8–12
Eine Erzählung, die das Dual-Process-Pendeln verständlich macht.
Zur Entlastung von Schuld über Freude.
- —
Schreibe eine kurze Geschichte für trauernde Kinder (8–12) über eine Figur, die zwischen einer Trauer-Insel und einer Alltags-Insel hin- und herfährt.
Vermittle, dass beides Inseln dazugehören und das Pendeln gesund ist — auf der Alltags-Insel zu lachen ist kein Verrat.
Nutze ruhige Bilder und ein entlastendes Ende.
Keine Insel als „besser“, keine Schuldverstärkung, keine Todesdetails.
- keine Insel als „besser“
- keine Schuldverstärkung
- keine Todesdetails
- entlastendes Ende
- nicht belehrend
Diese Geschichte hilft gegen die Schuld, sich Freude zu erlauben. Verbinden Sie sie bei Bedarf mit dem Inseln-Arbeitsblatt (112).
Mit der Bildkarte und dem Arbeitsblatt aus Phase 5. Für Jugendliche abstrakter.
Kurzgeschichte
Der Stern und das Kind
Kinder 6–9
Eine sehr einfache Trostgeschichte über Verbundenheit.
Als Einschlafgeschichte für jüngere Kinder.
- —
Schreibe eine sehr einfache, ruhige Einschlafgeschichte für trauernde Kinder (6–9) über ein Kind und einen freundlichen Stern, der jeden Abend da ist.
Die Geschichte soll Geborgenheit und das Gefühl von Verbundenheit vermitteln, ohne den Stern als die verstorbene Person zu behaupten.
Verwende kurze Sätze und ein ruhiges, sicheres Ende.
Keine religiöse Deutung, keine Todesdetails, kein „Sie ist jetzt ein Stern“ als Tatsache.
- keine religiöse Deutung
- Stern nicht als die Person behaupten
- keine Todesdetails
- ruhiges, sicheres Ende
- kurze Sätze
Folgen Sie den eigenen Bildern des Kindes, statt eine Deutung vorzugeben. Die Geschichte soll beruhigen.
Mit der Bildkarte „Der Stern, der bleibt“ (003). Als wiederkehrende Gute-Nacht-Geschichte.
Kurzgeschichte
Eine ganz einfache Geschichte
Kinder 6–7
Eine minimalistische Geschichte für die Jüngsten.
Für sehr kleine oder stark belastete Kinder.
- —
Schreibe eine sehr einfache, sehr kurze Geschichte für trauernde Kinder (6–7) mit wenigen, klaren Sätzen über ein Tier oder Kind, das traurig ist, weil jemand fehlt — und das einen sicheren Ort und liebe Menschen findet.
Vermittle nur: Traurigsein ist erlaubt, und du bist nicht allein.
Halte alles ruhig, konkret und tröstlich.
Keine Todesdetails, keine Dramatik, kein „Alles wird gut“.
- keine Todesdetails
- keine Dramatik
- kein „Alles wird gut“
- sehr einfache Sprache
- tröstlich
Bei sehr kleinen oder stark belasteten Kindern ist weniger mehr. Wiederholungen geben zusätzlich Halt.
Mit einfachen Bildern bebildert. Als wiederholbares Vorlesebuch.
Kurzgeschichte
Personalisierbare Erzählvorlage
Erwachsene, die Materialien erstellen
Eine anpassbare Geschichtenvorlage mit Lücken für Namen und Details.
Damit Erwachsene eine Geschichte auf ein konkretes Kind zuschneiden können.
- —
Erstelle eine anpassbare Erzählvorlage, mit der Erwachsene eine tröstliche, symbolische Geschichte auf ein konkretes Kind zuschneiden können — mit Platzhaltern für Namen, Lieblingsdinge und einen sicheren Ort.
Gib klare Hinweise, welche Platzhalter wie zu füllen sind, und betone, dass keine echten Namen oder Daten in ein KI-System eingegeben werden.
Halte die Grundgeschichte ruhig, offen und tröstlich.
Keine Todesdetails, keine echten Personendaten in KI-Systeme, keine religiöse Deutung.
- keine echten Personendaten in KI-Systeme
- keine Todesdetails
- keine religiöse Deutung
- ruhig und offen
- vor Einsatz prüfen
Füllen Sie die Platzhalter erst nach dem Generieren von Hand — geben Sie keine echten Namen in die KI ein. Lesen Sie das Ergebnis vorher.
Als Vorlage für die Quest-Webseite. Mit fiktiven Beispielnamen.
Downloadvorlage / Kurzgeschichte
Phase 11 — Materialien, Seminare und Verbreitung
Die letzte Phase bündelt das Entstandene: Inhalte für Webseite und Begleithefte, Seminare zum verantwortungsvollen KI-Einsatz und fertige Materialpakete, Kartensets und Reflexionsbögen. Hier wird aus einzelnen Übungen ein weitergebbares Angebot.
26Webseite, Download und Begleithefte
Damit die Materialien viele erreichen, brauchen sie eine klare, würdevolle Aufbereitung. Diese Prompts erzeugen Texte und Strukturen für die-quest.de, Downloads und Begleithefte. Sie üben, die Haltung der Quest auch nach außen verständlich und sicher zu vermitteln.
Webseitentext: Über die Quest
Erwachsene (Webseite)
Ein würdevoller Einführungstext für die Startseite von die-quest.de.
Als zentrale Vorstellung des Projekts.
- —
Schreibe einen würdevollen, klaren Einführungstext für die Startseite eines Projekts, das Erwachsene dabei unterstützt, mit KI-Hilfe Materialien für trauernde Kinder und Jugendliche zu entwickeln.
Vermittle die Grundhaltung (Trauer ist keine Krankheit, kein „richtig“ trauern, KI als Werkzeug, kein Krisendienst) und sprich Eltern, Angehörige und Fachkräfte gleichermaßen an.
Halte den Ton warm, ernst und einladend, ohne Pathos. Verwende die Sie-Form.
Keine Heilsversprechen, kein Pathos, keine Todesdetails.
- keine Heilsversprechen
- kein Pathos
- klare Abgrenzung: kein Krisendienst
- keine Todesdetails
- würdevoll und einladend
Achten Sie auf einen Ton, der ernst nimmt, ohne zu beschweren. Der erste Eindruck soll Sicherheit vermitteln.
Kurz- und Langfassung. Mit Claim „Eine mutige Reise durch Trauer, Abschied und Erinnerung“.
Webseitentext
Begleitheft-Struktur
Erwachsene, die Materialien erstellen
Ein klarer Aufbau für ein druckbares Begleitheft.
Für ein Heft, das Erwachsene durch die Anwendung führt.
- —
Erstelle eine klare Struktur für ein druckbares Begleitheft, das Erwachsene durch die Nutzung der Quest-Materialien führt.
Schlage einen Aufbau vor: kurze Einführung in Haltung und Sicherheit, ausgewählte Übungen pro Lernphase, Reflexionsseiten und eine Seite mit Hilfsangeboten.
Achte auf Übersichtlichkeit, Schutzhinweise und eine ruhige Gestaltung.
Keine Überfrachtung, keine Todesdetails, klare Sicherheitshinweise.
- keine Überfrachtung
- Sicherheitshinweise einbauen
- Hilfsangebote aufnehmen
- keine Todesdetails
- ruhige Gestaltung
Ein gutes Heft führt Schritt für Schritt, statt alles auf einmal zu zeigen. Hilfsangebote gehören fest hinein.
Als kompaktes Einsteigerheft oder umfangreiches Praxisheft. Pro Zielgruppe.
Konzept / Downloadvorlage
Download-Material aufbereiten
Erwachsene, die Materialien erstellen
Eine Anleitung, Materialien sicher und nutzbar als Download bereitzustellen.
Für die Materialseite von die-quest.de.
- —
Erstelle eine Anleitung, wie einzelne Quest-Materialien als saubere, sichere Downloads aufbereitet werden — mit kurzem Einsatzhinweis, Altersangabe, Schutzregeln und einem Verweis auf die Hilfsangebote.
Beschreibe eine einheitliche, ruhige Gestaltung und klare Dateibenennung.
Betone, dass besonders sensible Materialien einen Begleithinweis tragen.
Keine sensiblen Materialien ohne Begleithinweis, keine Todesdetails.
- sensible Materialien mit Begleithinweis
- Schutzregeln mitliefern
- Hilfsangebote verlinken
- keine Todesdetails
- einheitliche Gestaltung
Jedes Download-Material sollte für sich verständlich und sicher sein. Sensibles nie ohne Begleithinweis bereitstellen.
Als Vorlage für alle Materialseiten. Mit einheitlicher Fußzeile.
Leitfaden / Downloadvorlage
FAQ für Erwachsene
Erwachsene (Webseite)
Eine FAQ-Sammlung zu häufigen Fragen rund um Trauer und KI-Einsatz.
Für die Webseite, zur Orientierung und Vertrauensbildung.
- —
Erstelle eine FAQ-Sammlung für die Webseite mit häufigen Fragen von Eltern und Fachkräften — etwa wie Kinder trauern, ob man ehrlich über den Tod sprechen soll, wie KI sicher genutzt wird und wann professionelle Hilfe nötig ist.
Beantworte jede Frage knapp, klar und entlastend, in der Sie-Form.
Verweise bei sensiblen Punkten auf die ausführlichen Kapitel und auf Hilfsangebote.
Keine Heilsversprechen, keine Diagnosen, keine Todesdetails.
- keine Heilsversprechen
- keine Diagnosen
- auf Hilfsangebote verweisen
- keine Todesdetails
- entlastend antworten
Gute Antworten nehmen Druck und stärken Vertrauen. Verweisen Sie bei Sensiblem auf die vertiefenden Teile.
Kurz für die Webseite, ausführlich im Begleitheft. Nach Zielgruppe gegliedert.
Webseitentext / Infotext
Kurztexte für Materialseiten
Erwachsene (Webseite)
Knappe Einleitungstexte für die einzelnen Kategorie- und Materialseiten.
Für die Navigation und Vorstellung der Materialbereiche.
- —
Erstelle knappe, einladende Einleitungstexte für die einzelnen Materialbereiche der Webseite — je Bereich zwei bis drei Sätze, die erklären, worum es geht und für wen er gedacht ist.
Halte den Ton würdevoll und klar und vermittle, dass jedes Material vor dem Einsatz geprüft wird.
Verwende die Sie-Form.
Keine Heilsversprechen, kein Pathos, keine Todesdetails.
- keine Heilsversprechen
- kein Pathos
- Prüfhinweis aufnehmen
- keine Todesdetails
- würdevoll und klar
Kurze, klare Bereichstexte helfen bei der Orientierung. Bleiben Sie im einheitlichen Ton der Quest.
Pro Lernphase oder pro Kategorie. Mit einheitlicher Tonalität.
Webseitentext
27Seminare zum verantwortungsvollen KI-Einsatz
Wer mit KI Materialien für trauernde Kinder erstellt, braucht Haltung, Handwerk und ein Bewusstsein für Grenzen. Diese Prompts erzeugen Seminarbausteine für den verantwortungsvollen KI-Einsatz in der Kinder- und Jugendarbeit. Sie üben, Fachkräfte sicher zu befähigen.
Seminarkonzept: Verantwortungsvoller KI-Einsatz
Fachkräfte (Seminar)
Ein Konzeptrahmen für ein Seminar zum sicheren KI-Einsatz in der Trauerbegleitung.
Für Fortbildungen mit Fachkräften und Trauerbegleitung.
- Seminarraum oder Online-Setting
- Geräte
- Beispielmaterialien
Erstelle einen Konzeptrahmen für ein Seminar, das Fachkräfte befähigt, mit KI würdevolle und sichere Materialien für trauernde Kinder zu erstellen.
Beschreibe Lernziele, Module (Haltung und Grundlagen, Bildethik und Schutzregeln, praktisches Erstellen, Grenzen und Sicherheit) und einen Vorschlag für den Ablauf.
Betone den Vorrang von Haltung und Sicherheit vor Technik.
Keine Technikfokussierung ohne Haltung, keine Heilsversprechen, keine Todesdetails.
- Haltung vor Technik
- Bildethik und Schutzregeln zentral
- Grenzen und Sicherheit behandeln
- keine Heilsversprechen
- keine Todesdetails
Vermitteln Sie zuerst Haltung, dann Handwerk. Ein Werkzeug ist nur so sicher wie die Haltung, die es führt.
Als Tages- oder Modulreihe. Online oder in Präsenz.
Konzept / Ablaufplan
Übung: Sichere Bildprompts erstellen
Fachkräfte (Seminar)
Eine praktische Seminarübung zum Erstellen sicherer KI-Bildprompts.
Als Praxisbaustein im Seminar.
- Geräte
- KI-Bildgenerator
- Bildwelt-Baukasten (151)
Erstelle eine praktische Seminarübung, in der Fachkräfte lernen, sichere und würdevolle KI-Bildprompts für trauernde Kinder zu schreiben.
Beschreibe Schritte vom Motiv über Stimmung und Stil bis zur Verbotsliste und zur abschließenden Bildprüfung.
Baue eine kollegiale Reflexion der Ergebnisse anhand der Bildethik ein.
Keine Übung ohne Verbotsliste, keine Schockmotive, vor Einsatz prüfen.
- Verbotsliste fest integrieren
- keine Schockmotive erzeugen
- Bildprüfung üben
- Bildethik reflektieren
- vor Einsatz prüfen
Üben Sie auch das kritische Prüfen und Verwerfen. Sicheres Erstellen heißt auch, schlechte Ergebnisse zu erkennen.
Mit dem Bildwelt-Baukasten (151) und der Bildprüfung (157).
Übungsanleitung / Ablaufplan
Reflexion: Chancen und Grenzen von KI
Fachkräfte (Seminar)
Ein Reflexionsbaustein zu Möglichkeiten und Grenzen von KI in der Trauerbegleitung.
Als reflexiver Baustein im Seminar.
- —
Erstelle einen Reflexionsbaustein für ein Seminar, der Chancen und Grenzen von KI in der Begleitung trauernder Kinder kritisch beleuchtet.
Formuliere Leitfragen zu Entlastung und Effizienz einerseits und zu Datenschutz, Verantwortung und der Unersetzbarkeit menschlicher Beziehung andererseits.
Mache klar, dass KI Werkzeug bleibt und Beziehung nie ersetzt.
Keine Technikgläubigkeit, keine Verharmlosung von Risiken.
- keine Technikgläubigkeit
- Risiken ernst nehmen
- Datenschutz behandeln
- KI bleibt Werkzeug
- Beziehung als unersetzbar
Halten Sie die Spannung aus: KI entlastet und birgt Risiken zugleich. Genau diese Reflexion macht den Einsatz sicher.
Als Diskussion oder Stationenarbeit. Mit Kapitel 7 aus Teil I.
Reflexionsbogen
Praxistransfer: Eigenes Material entwickeln
Fachkräfte (Seminar)
Ein Abschlussbaustein, in dem Teilnehmende eigenes Material entwickeln.
Als Transfer am Ende des Seminars.
- Geräte
- Quest-Prompts
- Beispielmaterialien
Erstelle einen Praxistransfer-Baustein, in dem Seminarteilnehmende mithilfe der Quest-Prompts ein eigenes Material für ihren Arbeitskontext entwickeln und kollegial reflektieren.
Beschreibe Schritte von der Auswahl eines Prompts über die Anpassung an die Zielgruppe bis zur Prüfung anhand der Schutz- und Qualitätskriterien.
Betone, dass das Ergebnis vor dem echten Einsatz nochmals geprüft wird.
Keine ungeprüfte Anwendung, keine Todesdetails, Schutzregeln beibehalten.
- keine ungeprüfte Anwendung
- Schutzregeln beibehalten
- an Zielgruppe anpassen
- Qualitätskriterien anwenden
- vor Einsatz prüfen
Der Transfer gelingt, wenn das Erstellte sicher geprüft wird. Verankern Sie die Prüfung als festen Schritt.
Einzeln oder in Kleingruppen. Mit kollegialer Rückmeldung.
Übungsanleitung / Ablaufplan
28Materialpakete, Kartensets, Poster und Reflexionsbögen
Aus einzelnen Übungen werden hier weitergebbare Pakete. Diese Prompts bündeln Materialien zu stimmigen, mehrteiligen Sets für klare Zielgruppen und Anlässe. Sie üben, aus dem entstandenen Fundus ein praxistaugliches Ganzes zu formen.
Starter-Paket Trauerbegleitung
Erwachsene (alle Begleitenden)
Ein mehrteiliges Einsteiger-Paket für die ersten Schritte der Begleitung.
Als niedrigschwelliger Einstieg für neue Begleitende.
- Druckmöglichkeit
- Grundmaterialien
Erstelle ein mehrteiliges Starter-Paket für Erwachsene, die ein trauerndes Kind begleiten — bestehend aus einer Kurz-Einführung in Haltung und Sicherheit, drei bis vier einfachen Übungen aus verschiedenen Lernphasen, einer Bildkarte vom sicheren Ort und einem Blatt mit Hilfsangeboten.
Beschreibe jeden Bestandteil kurz und wie er zusammenwirkt.
Achte auf einen leichten, sicheren Einstieg ohne Überforderung.
Keine sensiblen Themen ohne Begleithinweis, keine Überforderung, Hilfsangebote einbauen.
- leichter, sicherer Einstieg
- keine sensiblen Themen ohne Begleithinweis
- Hilfsangebote enthalten
- keine Überforderung
- Schutzregeln mitliefern
Beginnen Sie mit wenig Sicherem statt mit viel. Das Hilfsangebote-Blatt gehört in jedes Paket.
Als Print- oder Download-Set. Grundlage für die weiteren Pakete.
Materialpaket
Eltern-Paket
Eltern
Ein Paket, das Eltern informiert, entlastet und mit ihrem Kind handlungsfähig macht.
Zur Weitergabe an Familien.
- Druckmöglichkeit
Erstelle ein mehrteiliges Eltern-Paket — bestehend aus dem Elternbrief, der Übersicht „Was Kindern hilft“, einer Anleitung für ein einfaches Familienritual, Satzbausteinen für schwere Momente und dem Blatt mit Hilfsangeboten.
Beschreibe kurz Zweck und Zusammenspiel der Teile.
Halte alles entlastend, konkret und in der Sie-Form.
Keine Schuldzuweisung, keine Überforderung, Hilfsangebote einbauen.
- keine Schuldzuweisung an Eltern
- konkret und entlastend
- keine Überforderung
- Hilfsangebote enthalten
- Sie-Form
Ein gutes Eltern-Paket entlastet und macht handlungsfähig. Bündeln Sie Information und konkrete Hilfen.
Greift die Materialien aus Phase 9 auf. Auch für Groß- und Pflegeeltern adaptierbar.
Materialpaket
Schul- und Gruppen-Paket
Schule, Gruppen, Einrichtungen
Ein Paket für die Begleitung von Klassen, Gruppen und Wohngruppen.
Für Schulen und Einrichtungen im akuten wie im begleitenden Fall.
- Druckmöglichkeit
- Gruppenmaterialien
Erstelle ein mehrteiliges Schul- und Gruppen-Paket — bestehend aus einem Handlungsleitfaden für den Verlustfall, einem Gruppenritual, sicheren Gruppenregeln, einer kreativen Gruppenübung und dem Blatt mit Hilfsangeboten.
Beschreibe kurz Einsatz und Zusammenspiel der Teile und weise auf die Schutzregeln hin.
Berücksichtige unterschiedliche Betroffenheit und das Recht, nicht teilzunehmen.
Keine erzwungene Teilnahme, keine Bloßstellung, Hilfsangebote einbauen.
- keine erzwungene Teilnahme
- keine Bloßstellung
- unterschiedliche Betroffenheit beachten
- Hilfsangebote enthalten
- Schutzregeln mitliefern
Ein vorbereitetes Paket gibt im Ernstfall Sicherheit. Stimmen Sie es mit Leitung und Team ab.
Greift die Materialien aus Phase 8 auf. Bei Suizid mit den Schutzregeln aus Phase 7.
Materialpaket
Paket: Schwere Wege (begleitet)
Fachkräfte, geschulte Begleitende
Ein sensibles Paket für Suizidtrauer und besonders schwere Verluste, nur für begleitete Nutzung.
Ausschließlich für geschulte Begleitende, nicht zur freien Weitergabe.
- Druckmöglichkeit
- geschützter Rahmen
Erstelle ein sensibles, klar gekennzeichnetes Paket für die begleitete Arbeit bei Suizidtrauer und besonders schweren Verlusten — bestehend aus den behutsamen Materialien zu Schuldentlastung, vielen Gefühlen und Stigma, einer würdevollen Bildkarte sowie einem ausführlichen Hilfsangebote- und Krisenblatt.
Stelle jedem Teil deutlich voran, dass er nur begleitet und außerhalb akuter Krisen einzusetzen ist.
Verwende durchgehend „durch Suizid gestorben“, keine Methode, keine Details, klare Entlastung.
Keine Methode, keine Details, nicht zur freien Weitergabe, klare Krisen-Hinweise.
- nur begleitet, nicht zur freien Weitergabe
- nur „durch Suizid gestorben“, keine Methode, keine Details
- klare Schuldentlastung
- ausführliches Krisenblatt
- nicht in akuter Krise einsetzen
Geben Sie dieses Paket nicht ungeschult oder ungebrieft weiter. Es gehört in die Hände begleiteter, vorbereiteter Personen.
Greift die Materialien aus Phase 7 auf. Mit Pflicht-Vorlesen der Kapitel 5 und 6.
Materialpaket
Poster-Set: Würdevolle Botschaften
Räume, Gruppen, Einrichtungen
Ein Set ruhiger Poster mit entlastenden Botschaften und würdevollen Bildern.
Für Gruppenräume, Wartebereiche oder Wohngruppen.
- Druckmöglichkeit (Posterformat)
- KI-Bildgenerator
Erstelle ein Set würdevoller Poster mit ruhigen Botschaften und einem passenden Symbolbild je Poster — etwa „Alle Gefühle dürfen da sein“, „Du musst das nicht allein tragen“, „Es gibt kein richtig oder falsch beim Trauern“.
Beschreibe für jedes Poster Botschaft, Bildmotiv und Gestaltung in einer einheitlichen, ruhigen Stilwelt.
Halte die Botschaften warm, ehrlich und floskelfrei.
Keine Floskeln, kein „Sei stark“, keine Grab- oder religiösen Symbole, würdevoll.
- keine Floskeln, kein „Sei stark“
- keine Grab- oder religiösen Symbole
- einheitliche, ruhige Stilwelt
- warm und ehrlich
- würdevoll
Ruhige Poster prägen die Atmosphäre eines Raumes. Wählen Sie wenige, klare Botschaften.
Mit Bildprompts aus Phase 10. Als Print-Set für die-quest.de.
Postertext / Materialpaket
Das komplette Quest-Materialpaket
Erwachsene (alle Begleitenden)
Ein Gesamtpaket, das die Materialien der Quest zu einem stimmigen Ganzen bündelt.
Als umfassendes Angebot für die intensive Begleitung.
- Druckmöglichkeit
- alle Grundmaterialien
Erstelle die Struktur für ein komplettes Quest-Materialpaket, das die Bestandteile aller Lernphasen zu einem stimmigen Ganzen zusammenführt — von Haltung und Sicherheit über Bildkarten, Gesprächsimpulse, Erinnerungs-, Gefühls- und Ritualmaterialien bis zu Elternhilfen, Gruppenangeboten und Hilfsangeboten.
Beschreibe eine sinnvolle Reihenfolge, Hinweise zur sicheren Nutzung und welche Teile nur begleitet einzusetzen sind.
Stelle die Hilfsangebote und die Abgrenzung als Begleitangebot, nicht als Krisendienst, deutlich heraus.
Keine Überforderung, sensible Teile kennzeichnen, Hilfsangebote prominent einbauen.
- sensible Teile klar kennzeichnen
- Hilfsangebote prominent
- klare Abgrenzung: kein Krisendienst
- keine Überforderung
- Schutzregeln durchgängig
Das Gesamtpaket ist ein Weg, kein Pflichtprogramm. Nutzen Sie, was zur Situation passt, und beginnen Sie sicher.
Als modulares Gesamtwerk für die-quest.de. Grundlage für Begleithefte und Seminare.
Materialpaket
Teil III — Qualifizierung
Dieser Teil bündelt, was auf dem Weg entstanden ist, und macht den Kompetenzzuwachs sichtbar. Die Qualifikation zeigt sich nicht in einem Zertifikat, sondern darin, dass Sie die folgenden Fähigkeiten sicher anwenden und die Checklisten verinnerlicht haben. Nutzen Sie die Bögen zur ehrlichen Selbsteinschätzung und zur laufenden Qualitätssicherung.
Reflexion des eigenen Wegs
Am Ende jeder Lernphase steht eine Reflexionsfrage. Sie sind das Herz der Selbstqualifizierung. Nehmen Sie sich nach jeder Phase Zeit, Ihre Frage schriftlich zu beantworten, und kehren Sie später dazu zurück. Der Vergleich Ihrer früheren und späteren Antworten macht Ihren Kompetenzzuwachs am deutlichsten sichtbar.
Empfehlung: Führen Sie ein einfaches Lernheft, in dem Sie zu jeder Phase Ihre Reflexionsantwort, eine erprobte Übung und eine offene Frage festhalten.
Selbstcheck: Das kann ich jetzt
Diese Selbsteinschätzung fasst die Kompetenzen zusammen, die auf dem Weg durch die elf Lernphasen entstehen. Prüfen Sie ehrlich, was schon sicher sitzt und wo Sie noch üben möchten.
- Ich verstehe, wie Kinder und Jugendliche altersabhängig trauern, und richte Sprache und Tempo danach aus.
- Ich kann einem Kind einen sicheren Raum anbieten und es körpernah stabilisieren, wenn Gefühle groß werden.
- Ich kann ein Gespräch eröffnen, ohne zu drängen, und Schweigen aushalten.
- Ich kann Erinnerung und die fortbestehende innere Verbindung würdigen, ohne den Verlust zu verleugnen.
- Ich kann schwierigen Gefühlen wie Wut, Schuld und Angst sicheren Ausdruck geben und von Schuld entlasten.
- Ich kann das Pendeln zwischen Trauer und Alltag normalisieren und Freude als erlaubt vermitteln.
- Ich kann einfache, freiwillige Rituale für zuhause und für Gruppen anbieten.
- Ich kann bei Suizidtrauer, Schuld, Schweigen und Tabu behutsam und entlastend handeln und setze diese Materialien nur begleitet ein.
- Ich kann mit Klassen, Gruppen und Einrichtungen sicher arbeiten, ohne jemanden zu drängen.
- Ich kann Eltern und andere Bezugspersonen informieren und entlasten.
- Ich kann mit KI würdevolle, geprüfte Materialien erstellen und die Bildethik sicher anwenden.
- Ich kenne die Grenzen meiner Rolle, die Hilfsangebote und weiß, dass die Quest kein Krisendienst ist.
Sicherheits-Checkliste für Erwachsene
Prüfen Sie diese Punkte vor jedem Einsatz eines Materials. Sie schützen das Kind und Sie selbst.
- Ich habe das Material vollständig gelesen und geprüft, bevor ich es zeige.
- Die Schutzregeln im Prompt sind erhalten geblieben und nicht entfernt.
- Das Material ist altersgerecht für dieses konkrete Kind.
- Ich achte auf Freiwilligkeit: Schweigen, Ausweichen und Abbruch sind jederzeit erlaubt.
- Ich gebe keine echten Namen, Fotos oder persönlichen Daten in ein KI-System.
- Sensible Materialien (etwa zu Suizidtrauer) setze ich nur begleitet und außerhalb akuter Krisen ein.
- Hilfsangebote und Krisennummern sind griffbereit (u. a. 116 111, Telefonseelsorge 0800 111 0 111 und 116 123, Notruf 112).
- Ich weiß, bei welchen Anzeichen ich an fachliche Hilfe abgebe.
- Mir und dem Kind ist klar: Die Quest ist ein Begleitangebot, kein Krisendienst.
- Bei jedem Hinweis auf Selbstgefährdung handle ich sofort und ziehe professionelle Hilfe hinzu.
Qualitäts-Checkliste: KI-generierte Texte
Prüfen Sie jeden von einer KI erzeugten Text an diesen Punkten, bevor Sie ihn verwenden.
- Der Ton ist warm, klar und würdevoll — nicht kitschig, dramatisch, therapeutisierend oder belehrend.
- Der Text enthält keine Floskeln wie „Alles wird gut“, „Sei stark“ oder „Du musst loslassen“.
- Es gibt keine Todesdetails und keine Schuldzuweisung.
- Es gibt keine religiöse Deutung ohne ausdrücklichen Wunsch.
- Bei Suizid wird ausschließlich „durch Suizid gestorben“ verwendet, ohne Methode oder Details, mit klarer Entlastung.
- Die Sprache ist altersgerecht.
- Freiwilligkeit, Schweigen und Abbruch sind erlaubt; es gibt keinen Sprechzwang.
- Der Text stabilisiert und entlastet, statt zu überwältigen.
Qualitäts-Checkliste: KI-generierte Bilder
Prüfen Sie jedes KI-Bild an diesen Punkten. Im Zweifel verwerfen Sie es.
- Die Stimmung ist ruhig, geborgen und würdevoll.
- Es gibt keine Grab-, Sarg- oder Friedhofsmotive.
- Es gibt keine religiösen Symbole als Vorgabe.
- Es gibt keine Gewalt, kein Blut und keine Sterbeszenen.
- Es gibt keine fotorealistischen leidenden Kinder oder Menschen.
- Es gibt keine ungewollten verstörenden Details und keine unbeabsichtigte Schrift.
- Bei sensiblen Themen deutet nichts die Todesart an.
- Das Bild ist altersangemessen — und im Zweifel wurde es verworfen.
Materialpakete aus den Prompts
Aus den 200 Prompts lassen sich stimmige, mehrteilige Pakete zusammenstellen. Diese Übersicht zeigt die wichtigsten; die Prompts 195 bis 200 leiten ihre Erstellung an.
- Starter-Paket Trauerbegleitung: Kurz-Einführung, drei bis vier einfache Übungen, Bildkarte sicherer Ort, Hilfsangebote-Blatt (Prompt 195)
- Eltern-Paket: Elternbrief, Übersicht „Was Kindern hilft“, Familienritual, Satzbausteine, Hilfsangebote (Prompt 196)
- Schul- und Gruppen-Paket: Handlungsleitfaden, Gruppenritual, Gruppenregeln, kreative Gruppenübung, Hilfsangebote (Prompt 197)
- Paket Schwere Wege (nur begleitet): Materialien zu Schuldentlastung, vielen Gefühlen und Stigma, würdevolle Bildkarte, ausführliches Krisenblatt (Prompt 198)
- Poster-Set Würdevolle Botschaften: Ruhige Poster mit entlastenden Botschaften und Symbolbildern (Prompt 199)
- Komplettes Quest-Materialpaket: Gebündelte Bestandteile aller elf Lernphasen mit Nutzungshinweisen (Prompt 200)
- Kartensets: Gefühlskarten, sichere Orte, Trostsymbole, Erinnerungs-, Gesprächsstart-, Ritual- und Mut-Karten (Prompts 158–164)
Empfehlung: Diese 20 Prompts zuerst für die-quest.de
Für den Start der Webseite empfiehlt sich diese Auswahl. Sie deckt alle Altersgruppen und Kernanliegen ab, zeigt die Bandbreite und enthält die zentralen Sicherheits- und Elternmaterialien.
- Prompt 001 — Sicherer Ort — das stabilisierende Kernmotiv der Quest
- Prompt 003 — Verbindung halten, kindgerecht und tröstlich
- Prompt 032 — Niedrigschwelliger Gesprächseinstieg für Kinder
- Prompt 042 — Ernst gemeinter Zugang für Jugendliche
- Prompt 050 — Erinnerungskiste — vielseitiges Grundmaterial
- Prompt 059 — Einfaches Abendritual für Familien
- Prompt 090 — Körpernahe Stabilisierung für akute Momente
- Prompt 097 — Sicherer Umgang mit Wut und Schuld
- Prompt 105 — Briefübung als starkes Continuing-Bonds-Material
- Prompt 112 — Dual Process anschaulich gemacht
- Prompt 116 — Erlaubnis-Karte gegen Schuld über Freude
- Prompt 119 — Zentraler Elternbrief
- Prompt 150 — Vorzeige-Bildprompt für die würdevolle Bildwelt
- Prompt 157 — Bildprüfung als Sicherheitsanker
- Prompt 158 — Gefühlskarten-Set für viele Einsätze
- Prompt 165 — Tröstliche Geschichte als sanfter Zugang
- Prompt 177 — Behutsame Suizidtrauer-Bildkarte (begleitet)
- Prompt 185 — Hilfsangebote — gehört auf jede sensible Seite
- Prompt 186 — Einführungstext für die Startseite
- Prompt 195 — Starter-Paket als schneller Einstieg für Nutzende
